Einzigartigkeit und Egozentrik

„Mein Vater möchte bei jeder Hochzeit die Braut und bei jeder Beerdigung die Leiche sein.“ (Theodore Roosevelt jr.) Beobachtet man sich selbst und andere aufmerksam, so fällt einem, wie in diesem Blog schon mehrfach erwähnt, auf, dass Menschen etwas besonderes sein möchten, aus der Masse hervorstechen wollen, oftmals unter allen Umständen und ohne Rücksicht auf …

Sonne und Schnee

Ist es nicht vielsagend, dass wir etwas als so schön empfinden, obwohl es so paradox ist? Wie können wir etwas ästhetisieren, was sich einseitig zerstört? Ist es vielleicht eben die Kurzweiligkeit, die sich in diesem Moment ausdrückt, die uns fasziniert? Wir wissen um das zerstörerische Potential, das Sonne für Schnee hat, trotzdem genießen wir eben …

Bewegung und Mut

Dem Fasten liegt nicht zuletzt die Sorge um meine Gesundheit zu Grunde, bzw. der Drang eine Zerstörung dieser zu vermeiden. Und so kommt es nun, dass ich mich heute mal wieder dem Sport hingab – am Rhein laufen ist auch eine phantastische Angelegenheit, vor allem wenn es noch kühl im Jahr ist und die Lunge …

Selbstsinn und Stolz

Embrace the pain and you will win the game. (-Revolver-) Das erste Fastenvorhaben wurde gebrochen: Ich aß Mett. Dazu möchte ich sagen, dass ich dies in einem seltsam unwirklichen Moment tat – unaufmerksam wie ich nunmal sein kann, überkam mich der Wahn. Wobei, gilt Mett nicht vielmehr als Grundnahrungsmittel, so dass man dies verzeihen kann? …

Zweifel und Selbstbewusstsein

Ich zweifel, also werde ich. Sich im Zwiespalt zu befinden ist wohl jedem bekannt, schließlich ist die Welt meist komplexer und undurchsichtiger als man sich das wünschen würde. Oftmals jedoch verfestigt sich der Zustand des Zwiespalts und ergreift die Herrschaft über die Emotionen – Unsicherheit wird zum dominanten Gefühl, alles wird angezweifelt, vor allem die …

Vernunft und Demut

„Eine vorbildlose, zukunftsoffene, neuerungssüchtige Moderne kann ihre Maßstäbe nur aus sich selber schöpfen. Als einzige Quelle des Normativen bietet sich das Prinzip der Subjektivität an, dem das Zeitbewußtsein der Moderne selbst entspringt. Die Reflexionsphilosophie, die von der Grundtatsache des Selbstbewußtseins ausgeht, bringt dieses Prinzip auf den Begriff. Dem auf sich selbst angewendeten Reflexionsvermögen enthüllt sich …

Launen und Indifferenz

  Die neue Rauschfreiheit macht nervenschwach, nervös, ja geradezu anfällig für die dunklen Seiten des Charakters und plötzlich erinnert man sich: Achja, DAS wollte ich also immer betäuben! DAS wollte ich immer vor mir verstecken, auslöschen, ablegen. Dieser Versuch scheint mäßig funktioniert zu haben, streite ich mich doch mit meinen Liebsten in altbekannten, vermeintlich überwundenen …

Traum und Wirklichkeit

Wendet man sich vom Rausch ab, so eröffnen sich plötzlich neue Welten – vor allem in der Nacht, denn man beginnt wieder zu träumen. Eigentlich absurd – man entsagt den rauschenden Zwischenwelten, um sich der mentalen Aktivitäten während des Schlafes auszuliefern. Viele meiner Träume bewegten mich gar einst, den Entschluss zu fassen niemals rauschfrei schlafen …

Freiheit und Masse

„Es ist die Masse allein, in der der Mensch von dieser Berührungsfurcht erlöst werden kann. Sie ist die einzige Situation, in der diese Furcht in ihr Gegenteil umschlägt. Es ist die dichte Masse, die man dazu braucht, in der Körper an Körper drängt, dicht auch in ihrer seelischen Verfassung, nämlich so, daß man nicht darauf …