Adam und Eva

Para Dies

Getrieben von den Lichtern der Zeit
starre ich ihn an.
Verführt vom Glitzern der Sterne über mir
bewundere ich ihn.
Angezogen von der Macht die ihn erfüllt,
wenn er mich berührt
lasse ich mich entführen von den roten Falken
einer ganzen Generation.
Pulsierend durchdringen sie dich,
greifen dich,
du wehrst dich, doch du willst was du tust.
Mein Schwindel kennt keine Grenzen,
wenn du um mich bist,
dafür nehme ich in Kauf was ich Kriege,
denn ich bin Eva, die Mutter aller Sünden,
Eva Braun!

3 Antworten auf „Adam und Eva“

  1. Ich spüre in mir einen schwarzen Hund, er ist immer wo ich auch bin, sieht das was ich sehe, riecht es, hört es, schmeckt es, doch er denkt nicht wie ich, er fühlt nicht so. Er kann nur Wollen und kennt in seinem Wollen keine Grenzen, er will alles besiegen, alles ficken, alles töten bis es nur noch ihn gibt, denn er will letztendlich (über)leben. Koste es was es wolle. Der Hund ist furchterregend stark. Er trägt eine abgründige, gedankenlose Wildheit in sich, die keine Moral, kein System, keine Konvention oder Emotion kennt. Sein einziger Maßstab ist Hierarchie…der Hund braucht hierarchie, den so ermisst er seinen hass…er kann die Welt nur in Begriffen wie Schwarz und Weiß, Oben und Unten verstehen. Er führt einen Kampf auf Leben und Tod gegen die Welt, gegen jede Ordnung und Struktur die ihn begrenzen will, es kann nur seinen Willen geben oder Nichts. Der Hund hat Angst, er hat Schmerzen, er ist sich seiner Vergänglichkeit bewusst, der Möglichkeit seiner Nicht-Existenz, und der Schmerz treibt ihn in die Furcht, und die Furcht in den Hass, und der Hass in die Wut, und da ist er dann ganz bei sich selbst, denn im kampf vergisst er sich selbst, denn hier ist er nur noch Instinkt und Instinkt ist sich seiner selbst nicht bewusst. Es ist ein ewiger Kampf, denn die Quelle seines Schmerzes wird immer dort sein solange er lebt. Deswegen will er ständig kämpfen, instinkt sein, sie töten, sie ficken, rennen, beißen, triumphieren, überleben. Der Hund ist immer bei mir. Ich kann mit ihm gehen oder er mit mir, manchmal ist er größer, manchmal kleiner, manchmal macht er mich stark und unverwundbar, denn ich spüre seine Wildheit in mir, manchmal macht er mich unendlich Schwach und Einsam, denn ich spüre seinen Schmerz und seine Furcht. Ich weiß das er mir niemals von der Seite weichen wird, daß kann er auch gar nicht. Er ist ein Teil von mir. Er treibt mich dazu gegen den Schmerz zu kämpfen, stark zu sein, triumphieren zu wollen. Doch muss ich bestimmen können wo wir hingehen der Hund und ich. Ich muss unseren Weg kennen, Grenzen setzen, Grenzen überschreiten, entscheiden was Oben und was Unten ist, wer mit uns ist und wer gegen uns. Ich muss lernen dem Hund zu vertrauen und er muss mir vertrauen…denn er kann kämpfen bis zum Tod, ich nicht.

  2. Und dann kam Jemand –
    der Hund knurrte, misstrauisch, die Glieder gespannt,
    bereit zu Flucht und Attacke.
    Der Jemand blieb stehen,
    kniete sich herab und hielt eine Faust vor seine Schnauze.
    Zwischen den Fingern blitzte eine leuchtend rote Farbe hervor.
    Er ließ den Ball fallen, er kullerte vor den Augen des Hundes umher.
    Jener konnte nicht anders, sein Schwanz zuckte
    und geriet in freudige Erregung bis er wild wedelte,
    sein Maul verriet ein Lächeln und dann –

    spielte er.

    Währenddessen nahm dich der Jemand am Arm
    und ging mit dir von dannen.

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