5. April 2013

Die Partei.

Vielleicht geht es gar nicht um Politik, sondern um den Glauben an eine Gesellschaft, um die Hoffnung doch nicht alleine zu sein. Und ist es nicht so, dass die Momente glücklich machen, in denen sich alle friedlich an den Händen halten im Inneren der sturmenden Welt und eine Entscheidung für das gute Leben treffen? Das gute Leben. Für alle. Abseits des Weltgetöses ist es diese Ruhe der Einigkeit, die allen Zweifel an der Welt übertönt, die vergessen lässt, dass Menschen selten durch Einsicht lernten und meistens nur durch Gewalt, durch Krieg. Für diese Momente leben wir; für die Harmonie, die Selbstbefriedigung, dass die Welt doch gut ist, dass wir doch nicht falsch und überflüssig sind, für die Haltung entgegen der ständig negativen Resonanz, die dir sagt, dass es sinnlos ist. Und dann erinnerst du dich an Ghandi. Oder Stalin. Du versuchst zu lernen, es anders zu machen. Gemeinsam diesmal. Doch irgendwie soll es dennoch einsam sein, denn es geht um dich, um deine Leidenschaft, deine Liebe zu dir selbst, die du immer wieder suchst. Es geht um dein Selbst, das dir fehlt und um einen Kampf, den du voller Liebe führen willst. Liebe für die Wahrheit. Und manchmal lässt dich genau diese Liebe vergessen, was Liebe ist und wie du sie leben kannst. Dann verlierst du dich im Raunen der Überheblichkeit. Denn in deinem Kopf ist alles klar. Nur in deinem Herzen nicht. Aber das stört ja nicht. Wen auch? Sie hat es ja sowieso nie interessiert, denn sie tun einfach, was ihnen gerade einfällt. Sie können das. Sie sind Menschen. Und ihnen gefällt das. Und macht es das nicht besser? Sie sind wie alle anderen. Sie sind echt. Sie richten es an. Und wir verzehren uns danach. Wir laufen hinterher. Wir glauben dieser Zeitung, auch wenn sie mit uns spielt, dabei in unser Gesicht lacht. Aber wir haben Angst vor dem Rückfall in die Taubheit, die Einsamkeit. Den Verlust der Gemeinsamkeit. Und dann erkenne ich in der Behäbigkeit wie grausam ich geworden bin, wie mich der Mut verlässt an uns zu glauben. Und dann gehe ich, lasse dich im Stich, denn es geht nicht mehr.

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Julia

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