Vorwort (Auszug aus Klick Mich)

Heute erscheint mein erstes Buch: Klick mich – Bekenntnisse einer Internetexhibitionistin im Knaus Verlag. Ihr könnt es als Hardcover und eBook erwerben (zB hier: www.randomhouse.de/Buch/Klick-mich-Bekenntnisse-einer-Internet-Exhibitionistin/Julia-Schramm/e408990.rhd ) Während nun das gedruckte Buch ein Referenzwerk ist, dass so steht, wie es steht, kam in uns die Idee auf, die neuen Möglichkeiten besser zu nutzen und das Buch vorab kommentieren zu lassen. Also fragten wir Stephan Urbach (an den eine Figur angelehnt ist) und meine Mutter, ob sie das Buch nicht kommentieren möchten. Das taten sie. Das Ergebnis seht ihr hier. Diese Woche könnt ihr das Vorwort kostenfrei lesen. Nächste Woche dann ein anderes Kapitel. Insgesamt werden hier ein paar Kapitel vorab zu lesen sein – jeweils mit den Kommentaren von Stephan und meiner Mutter. Wenn ihr selbst kommentieren wollt, könnt ihr das natürlich in den Kommentaren! Viel Spass.

Vorwort
Mein Name ist Julia und ich lebe im Internet. Ich bin da ziemlich glücklich, habe Freunde, die ich nur digital kenne und abschalten kann, wann ich will. Wir reden, lachen, weinen, streiten, hassen, tauschen Gedanken und Videos aus, lästern und verlieben uns. Diese Welt ist Teil unserer Realität und hat doch ihre eigenen Regeln. Sie legt sich wie ein Schleier auf unsere Kohlenstoffwelt, verändert sie und ist doch eigenständig. Für viele ist diese Welt des Geistigen hinter dem Monitor künstlich. Doch für mich ist sie wahrhaftig und real. {{Stephan Urbach: Julias Vorstellung von sich und ihrem Leben steht exemplarisch für die Abertausenden, die gerne als “digital natives” bezeichnet werden. Ja, Julia ist nicht wie ich aus der bürgerlichen Welt ins Netz emigriert, sondern im Netz geboren. Sie schaut mit dem gleichen Stolz auf das Netz wie der typische US- Amerikaner auf “sein Land”, völlig ignorierend, dass die „ersten“ Einwanderer das Netz überhaupt erst für sie  bereitet haben; wie die Pilgerväter das Land den Ureinwohner Abnahmen, nahmen wir Immigranten den Admins das Netz weg.}}

Angefangen hat mein Leben aber jenseits dieser neuen, aufregenden Welt, denn aufgewachsen bin ich mit der Liebe zu Büchern, dem Schreiben und sehr gut behütet in einer kleinen deutschen Stadt. Mein Weg an den Computer Mitte der 1990er Jahre war ein selbstverständlicher Schritt.

 

Dank einer kostenlosen Stand­leitung meines Vaters, die damals jedoch nur benutzt werden konnte, wenn niemand telefonierte, begriff ich den Computer und das Internet bald als idealen Ort für meine Neugier und meine Ideen, auch wenn die Ladezeiten mich trotz privilegierter Stellung (immerhin bleiben mir AOL-CDs erspart!) zu Beginn in den Wahnsinn trieben. {{Stephan Urbach: Julia verkennt, dass diese AOL-CDs erst vielen Menschen den Weg ins Netz gezeigt hat. Ohne AOL wäre das Netz erst viel später im großen Stil besiedelt worden. Wir sollten sie in Schreinen verehren. Oder doch nicht?}} Denn meine ersten Erfahrungen mit den unendlichen Weiten des Internets machte ich in einer Zeit, in der sie noch gar nicht so weit waren.

Ich bin 1985 geboren, 1982 hatte das Time Magazine den Computer zum »Man of the Year« ernannt.  Wie selbstverständlich nutzte ich jede Plattform zur Anhäufung von Informationen und Wissen – Bücher, Teletext, Pager, Zeitungen, Cornflakespackungen und das World Wide Web. Dass sich mein Leben bald so weit wie möglich digitalisieren würde, ahnte ich damals nicht. Wie auch? Jahrelang bewegte ich mich intuitiv im Netz, bevor ich halbwegs verstehen konnte, wie das Internet funktioniert. Und deswegen bin ich wohl ein Digital Native. Eine digitale Eingeborene.

Von klein auf habe ich meine Zeit mit Mal- und Schreibprogrammen und in den Weiten des WWW verbracht, meine Gedanken in Pixel transformiert. Mit Hilfe dieser Pixel rufe ich meine gefilterte Wahrnehmung in die Welt hinein, ohne ein Megaphon, ohne einen direkten Empfänger. So ist sie für immer und ewig den unendlichen Dimensionen des Internets eingeschrieben. Theoretisch. Ich webe meine Sätze in dieses kaum kontrollierbare Flechtwerk elektrischer Impulse. Teile überleben, werden gespeichert, Teile verschwinden. Dabei weiß ich nie, wer letztlich meine Worte liest oder was mit ihnen passiert. Ob es mir Angst macht, dass meine Gedanken eventuell verewigt werden, auch wenn sie oft gedankenlos sind, frage ich mich zwar, doch berühren tut es mich nicht. Gedanken, die meinen Kopf verlassen, gehören der Welt, für die ich sie ver­pixele. Die Programme haben sich inzwischen verändert. Die Funktion nicht. Ich bin täglich neu Teil des Netzes. Ich werde digital. Die Bedienung ist heute schöner, ja, auch einfacher und trotzdem bleibt das Internet für mich ein Ort – meine Heimat. Doch diese wird seit geraumer Zeit angegriffen, von großen Unternehmen und Politikern, die sich vor den rasanten Veränderungen fürchten, die Kontrolle brauchen. Auch deswegen möchte ich von meinem Leben im Netz berichten, von meiner Entwicklung dort, eine Tür zu meiner Welt öffnen. Einen Einblick gewähren. Ich möchte von einem Kampf berichten, der vom Traum einer virtuellen Polis motiviert ist, in der es jedoch keine Unterdrückten gibt, keine Ausgebeuteten, sondern nur freie Menschen. Und wenn ich den dunklen Seiten der digitalen Freiheit meine Aufmerksamkeit schenke, den Abgründen und Ängsten, dann nur, weil auch sie zu meiner Heimat gehören. Denn diese ist wie jeder andere menschliche Ort auch eine Pfütze der Eitel- und Begehrlichkeiten.

Wie jede andere Heimat auch ist meine Heimat von Menschen bevölkert. In meiner Heimat jedoch können alle Menschen – so sie freien Zugang zum Internet ­haben – gleichzeitig sein, hier werden das Wissen und die Geschichten aller Menschen vereinigt, gesammelt und archiviert. Das Große und das Banale, das Heilige und das Profane, das Nützliche und das Unnütze. Eine riesige Bibliothek, die eine Erweiterung meiner Möglichkeiten bedeutet, einen Einblick gibt in das Wissen und Denken unserer Zeit, aller Zeiten. Als Element dieser, meiner Welt bin ich stets im Wandel, eine ständige, sich verändernde Kopie der Welt und meiner selbst, die alten Versionen immer gegenwärtig und vor Augen. {{Stephan Urbach: Ja, wir wandeln uns ständig. Nicht nur im Netz, auch außerhalb. Im Netz fällt es uns nur leichter, diesem Wandel Raum zu gewähren, denn wir sind freier. Soziale Zwänge, eine Identität zu behalten, existieren im Netz nicht. Im Laufe unseres Lebens erschaffen wir viele Alter Egos – im Netz können wir sie auch sein.}}

Dieses Buch ist in erster Linie von mir, Julia, geschrieben, aber auch von den verschiedenen älteren Versionen meines Ichs und meinen diversen Rollen. Denn bis heute habe ich im Netz verschiedene Identitäten geschaffen, die sich durch verschiedene Pseudonyme ausdrücken. Sie entsprechen meinen Lebensphasen und dokumentieren meine Entwicklung.
In meiner ersten rebellischen Phase mit 13 nannte ich mich chloe.f.f.w – chloe for a free world. So hieß auch meine Beepworldseite, die ich bereits damals mit Parolen gegen den Kapitalismus und für Gerechtigkeit füllte.

Mein Pseudonym war als Programm gedacht, auch wenn man das nicht erkennen konnte. Ich selbst wusste von meinen heroischen Absichten, das genügte. Im Geiste dieses Pseudonyms stritt ich mit meinem Vater, der mich darauf hinwies, dass man in meinem Alter nun mal Kommunist sei und dass das weggehen würde. Einmal beim Abendessen diskutierten wir die Frage, ob jeder Mensch automatisch das größere Stück Fleisch nehmen würde. Wir schnitten unser Schnitzel in ungleiche Stücke und philosophierten über die menschliche Natur. Zerknirscht aß ich anschließend ein kleines, kaltes Stück Schnitzel.

Eine Zeit lang, ungefähr von 19 bis 24, nannte ich mich jade – ob englisch oder deutsch ausgesprochen, konnte sich jeder aussuchen. Hart, kalt und schön – eine Zuschreibung, die mich im Netz ein paar Jahre begleitete, mit der ich jedoch auch offline völlig selbstverständlich angesprochen wurde. jade hatte dem Idea­lismus den Rücken gekehrt und versuchte sich mit Zynismus dem politischen Kampf für eine Welt zu verschreiben, die per Computer wenigstens ein bisschen besser organisiert werden könnte. You can’t change the world but you can look gorgeous while trying it.
Pseudonyme sind für mich etwas sehr Persönliches und Individuelles, sind eine Ausdrucksform für meine Identitäten und die Person, die ich gerne sein möchte. {{Claudia Schramm: Wir alle unterliegen mehr oder weniger dem Eindruck “Ich bin nicht gut genug – wäre ich anders, würde ich mehr geliebt und gewertschätzt.” Was für eine Gefahr! Und welch ein Trugschluss, der uns früher oder später unglücklich macht.}}

Ein Anker in der Geschichte meiner Persönlichkeit und ein Anknüpfungspunkt. Ein kreatives Pseudonym ist außerdem ein präzises Erkennungsmerkmal in einer Welt, in der äußerliche Merkmale keine Rolle spielen und weltliche Namen Massenware sind. Seit 2009 heiße ich im Netz nicht jade oder chloe.f.f.w oder ­Julia, wie alle Mädchen meines Jahrgangs, sondern vor allem laprintemps, angelehnt an das Ballett »Le sacre du printemps« von Strawinsky. Nicht nur gehört die Frühlingsweihe seit Disneys »Fantasia« zu meinen musikalischen Lieblingen, auch verliebte ich mich in das Wort »printemps«. Fröhlich, doch eigen, schön, doch hart. Umständlich, doch klar. Und wie das Musikstück etwas seltsam. So seltsam, dass ich es selbst nicht immer auf Anhieb erkenne. Oft werde ich gefragt, ob ich denn wisse, dass es der Frühling heißt, also le printemps. Dabei habe ich den französischen Begriff ganz bewusst aufgegriffen und ihn mit la feminisiert – die Frühling. Dass ich den Frühling gar nicht richtig mag und mein Französisch stark verbesserungswürdig ist? Eine Randnotiz. Im Internet kann ich mich erschaffen, wie es mir beliebt. Existenzialismus live.

Und so gehören die Aussagen und Positionen, die ich in diesem Buch wiedergebe, zu meinen verschiedenen Identitäten und dienen der Veranschaulichung ­eines sich entwickelnden Lebens. Denn dieses Buch ist nicht nur meine Geschichte, sondern die Geschichte ­eines Subjekts inmitten der digitalen Revolution. Eine Folge davon ist, dass man mir und allen, die ihre Gedanken ins Netz geben, beim Denken zuschauen kann; dabei, wie ich von Auseinandersetzungen und Kritik, von Lektüren und Bildern und Tönen verändert werde, wie sich meine Standpunkte ändern. Deswegen werden wir uns manchmal nicht einig werden und meine Gedanken werden irritieren. Manchmal wird der Leser denken, dass ich mir widerspreche. Und genau das tue ich, denn Denken bedeutet widersprechen, sich nicht einig sein.

So wird mich der Leser in größter Disharmonie mit mir selbst erleben. Aber das ist wichtig, denn harmonische Systeme sind dumm. {{Claudia Schramm: Ich halte die Harmoniesucht nicht für dumm, dennoch halte ich es für gefährlich, um der Harmonie willen mit Scheuklappen durch die Welt zu laufen. In Harmonie leben sollte vielmehr bedeuten, Dinge aus einer anderen Sicht zu sehen, sich dafür einzusetzen, sie zu verändern, und sich nicht durch Manipulation gesellschaftskonform beruhigen und kleinhalten zu lassen. Das ist für mich eine Form der Unterdrückung.}}

Auch deswegen halte ich die analoge Welt nicht für in der Lage, die Probleme der Welt konsequent demokratisch zu lösen. In der analogen Welt muss immer die Illusion aufrechterhalten werden, es herrsche Harmonie, als gebe es eine Formel, eine Wahrheit – und nicht nur eine unendliche Kakophonie der Meinungen. Diese Geschichte spielt an einem Nicht-Ort.Es gibt keine Stadt oder Landschaft, an der sie sich orientiert und im Einklang mit den Ereignissen steht. Die Geschichte spielt sich an einem Ort ab, der überall ist und nirgendwo, immer und nie erreichbar. Denn sie spielt im Internet, einem real gewordenen Nicht-Ort, einem Ort, der wie eine Märchenwelt hinter kleinen Türen anmutet und den ich nur durch Klicken erreiche. Und dieser Ort prägt die Geschichte und die Sprache der Geschichte. Er gibt den Takt vor.

Die Welt, aus der ich erzähle, ist so fragmentarisch wie der Text, der von ihr erzählt. Die Sprache dieser Welt ist die beschleunigte Sprache der Digitalität. In Echtzeit schreiben wir unsere Gedanken auf, teilen sie der Welt mit, verpixeln unsere Gedanken und unsere Seele. Die Entscheidung, ob die Ereignisse in diesem Buch meinem Leben oder meinem Kopf entsprungen sind, bleibt dem Leser überlassen. Alles, was hier steht, ist irgendwie passiert, auch wenn es nicht geschehen ist. Meine Wahrheit über die Vergangenheit ist in meiner Erinnerung. So wie bei jedem von uns. Dort kann sie uns niemand streitig machen oder gar nehmen. {{ Claudia Schramm: Da sehe ich eine Gefahr. Woher weißt Du, dass die Vergangenheit in Deiner Erinnerung die Wahrheit ist beziehungsweise war? Das gilt es zu hinterfragen, denn sonst bleiben die nicht hinterfragten Gedanken, die man für wahr hält und Leid mit sich bringen, wie Blei an der oder Deiner Seele kleben.}}

Im Internet ist in der Darstellung in Text und Bild alles möglich, die Grenzen, ob es sich um eine echte Begebenheit oder um Fiktion handelt, sind schon lange verschwommen. Deswegen ist meine Darstellung möglich, wahr und doch nur eine Geschichte. Alles ist Dokumentation, auch wenn es fiktiv ist.

Ursprünglich lebe ich in einer Welt, in der ich Politologin bin, Piratin, Tochter und Ehefrau, in der ich auf andere kohlenstoffbasierte Entitäten treffe und mit meinen Sinnen wahrnehme. Doch auch das verschwimmt. Was haben wir im Chat, was auf der Parkbank besprochen? Geht es als Party durch, vor dem Bildschirm zu sitzen, mit Freunden zu chatten und Wein zu trinken? {{Stephan Urbach: Der wundervolle Zustand, wenn man nicht mehr weiß, wo man sich mit Menschen getroffen oder unterhalten hat. Wenn der Geist mit der Maschine verschmilzt, ist es egal, wo wir uns unterhalten.}}

Ich fühle mich sicher und wohl hinter dem Bildschirm, in diesem Ausschnitt einer zusammengeführten Welt von komprimierten Informationen, Meinungen, Ideen und Visionen, verdichtet wie eine zusammengestampfte Wolke. Ich flattere hin und her zwischen der alten Welt, mit ihren großen Dichtern und Denkern, mit epischen Opern und pompösem Ballett, und der neuen Welt, in der ich nicht nur rezipiere, sondern partizipiere. Manchmal gucke ich mir alte Filme auf Video­portalen an, schwelge in den 
Hoffnungen des 19. und den Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts. Stelle mir vor, mit Rosa Luxemburg zu diskutieren, Churchill die Meinung zu sagen und Che Guevara zu küssen. Ich denke mich zurück in die deutsche Nachkriegszeit und versuche eine Welt zu fühlen, die ich nur verarbeitet serviert bekommen habe. Ich lebe in der Zeit nach der Postmoderne, in der Hitler ein para­humanes Monster und doch eine Witzfigur ist. Eine Zeit, für die Joseph Beuys keine Provokation mehr ist und sein kann. Ein Leben, das Konventionen nur aus Parodien kennt. Ein Leben mit und im digitalen Zeitalter. Willkommen.

  • Blah

    Haben Sie wirklich 100000 Euronen für das Geschreibsel bekommen. Sie hätten Oswald Spengler erwähnen sollen.

    • http://seeliger.cc julia seeliger

      Gnihihihi. Und Goebbels!

  • Strangyeard

    Frau Schramm….warum das Buch? Momentan bringt das einen unglaublichen Zufluss an schlechten Kommentaren und Meldungen über die PP…und das nur weil sie das Buch in erster Linie als Funktionär vermarkten. (Nicht zu vergessen das die Thematik in der Politiksberichterstattung auch einfach zu sehr aufgebauscht wird) Aber die schlechte Publicity bleibt und wächst…
    Sollte das Kommentar hier übrigens gelöscht werden, wie es scheinbar öfter passiert, dann denken sie einfach mal an die Grundlagen der PP und die Freiheit im Internet

    • Silura

      Herr Strangyeard,

      für Sie ein kurzer Ausflug in die Welt der Piraten:
      1. Die Presse interessiert sich in aller Regel nicht dafür was unsere fleissigen Beisitzer so treiben. Genauso, wie sich jetzt im Zuge des Buchdramas kaum einer dafür interessiert, was sie jetzt alles so in ihrer Parteifunktion tut. (Keine Bücher schreiben. ;-) )
      An dieser Stelle: Vielen Dank, Julia, für deine Arbeit im BuVo, unter anderem in der Antragskomission. :-)

      2. Dass ein Buch geschrieben wird, ect. war der Partei schon vor der Wahl Julias zum Beisitzer bekannt und Julia selbst hat bei ihrer Vorstellung kein geheimnis daraud gemacht. Sie wurde trotzdem als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Und ich glaube der Mehrheit der Leute war klar, dass dieses Buch mindestens einen innerparteilichen Shitstorm auslösen wird. Das die Presse sowas gerne zum Anlass nimmt zu berichten, wissen mitterlerweile auch alle Piraten zur genüge.

      3. Ich glaube die mediale Aufmerksamkeit wäre mininaml geringer gewesen, wenn Julia kein Amt hätte.

      4. Himmel mit was für furchtbaren Geschichten die Piraten schon in der Presse gelandet sind, die wesentlich schlimmer warn als eine Buchveröffentlichung…. Ich sag nur LAN-Kabel. *lach*

      5. Wird durch dieses Buch in der Presse auch über die piratige Vorstellung vom Urheberrecht geredet. Ist doch super!

      Also meine Frage an Sie: Warum um allen in der Welt nicht das Buch?

      besten Gruß

  • Uwe

    Tolle Idee mit den Kommentaren. Weniger toll: In der SPON-Rezension findet sich kein einziger Satz, der irgendwie kommentierungswürdig wäre. Das Ganze schreit nur Internet, geh weg, ich versteh Dich nicht und schon gar nicht die Menschen, die in Dir leben.

    • Tobi

      Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass einige (wenige) glauben das Internet verstanden zu haben, obwohl doch eher das Gegenteil der Fall ist.

      Das Internet ist einfach nur ein Verbund von Netzwerken. Sprich ein Menge von Knoten von Informationsflüssen. Leben kann man da nicht…

  • Veritas

    16,99 Euro für 208 Seiten (wobei man noch einiges wie Werbung und Inhaltverzeichnis sicherlich abziehen muss) finde ich aber sehr teuer!

  • http://www.lastfm.de/user/Glamypunk Glamy

    Zumindest sehr persönlich. Und da ich ebenso eine 24/7-Person im Internet mit mehreren Identitäten bin, geht es mich auch an. Ich freu mich auf die nächsten Kapitel :-)

    P.S.: Nein, ich bin kein Pirat ;-)

  • http://dieweltistgarnichtso.net erlehmann

    Ich munzelte, dein zugegebenermaßen etwas wirrer Schreibstil erinnert mich dann doch ein bisschen an die wunderbar assoziative Sendung ohne Namen. Bitte lass das Hörbuch von Fred Schreiber sprechen!

  • http://seeliger.cc julia seeliger

    Nein, nein – das ist nicht der Poststrukturalismus!

  • Krypto Graf

    Manch übelmeinender laberer labert bevor ueberhaupt chelesen hat.

  • http://thegeek.de motorradblogger

    Es zeugt nicht gerade von der Fähigkeit zur Selbstreflektion, wenn du mich auf Twitter wegen dem bischen Geplänkel blockst.

    Schade, ich hätte wenigstens gerne auch nur eine einzige Reaktion auf meine Kritik zu deiner verbalen Entgleisung zur AG Waffenrecht gehört. So wird das aber wohl nichts mehr.

    Naja, dann alles Gute noch!

    Und viel Glück mit dem Buch.

  • Sarah W.

    Ich habe das Buch regelrecht verschlungen! Es ist großartig. Zum Glück kann es jetzt schon bei Amazon bestellt werden: www.amazon.de/Klick-mich-Bekenntnisse-einer-Internet-Exhibitionistin/dp/3813504948/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1347894546&sr=8-1

    Noch viel Glück!

  • Thommy

    Ich bin durch die Berichterstattung bei golem auf das Buch aufmerksam geworden. Ich dachte Golem übertreibt mit dem Verriss. Aber nach dem Lesen von ein paar Seiten verstehe ich die Kritik voll und ganz. Und dafür drückt ein Verlag wirklich 100k ab?

    Schade nur dass solche selbstbezogenen Aktionen der Partei vermutlich eher schaden als nützen :-(

  • Nadine

    Was sagst du dazu: twitter.com/presroi/status/247777144544055296 ?

    “Restricted Content
    This file is no longer available due to a takedown request under the Digital Millennium Copyright Act by Julia Schramm Autorin der Verlagsgruppe Random House. Learn more about Dropbox’s copyright policy. ”

    Ich dachte du findest das Urheberrecht “ekelhaft”.

  • http://www.lastfm.de/user/Glamypunk Glamypunk

    So, ich hab jetzt Kapitel 9 durch und schieb jetzt einfach mal die Copyright-, Piraten und Sonstwasdiskussionen beiseite. Nur über das Buch an sich soweit folgendes.

    Die Schreibe ist stellenweise etwas überbordend, dann wieder überspitzt, aber nicht langweilig. Fast nie langweilig. Und vor allem gibt der Text wirklich einen sehr anschaulichen Einblick in das Erleben der Generation der digital natives. Besser als jedes andere von mir bisher gelesene Buch.

    Mein Verdacht erscheint mir bestätigt, der Verriss im SPON ist oberflächlich.

  • Markus

    Wenn Sie und die Piraten wirklich gegen Urheberrecht sind, wieso verlangen Sie dann soviel Geld an dem Buch und die viel wichtigere Frage: Wieso verbieten Sie den Download Ihres Buches?
    www.spiegel.de/netzwelt/web/verlag-will-gegen-illegalen-download-von-klick-mich-vorgehen-a-856370.html

    Irgendwie passt Ihr eigener Kapitalismus mit Ihrer Kapitalismuskritik nicht überein

  • Blogfürst
  • Pingback: Julia Schramm: Ein Screenshot geht um die Welt | BASIC thinking

  • http://www.thecrazypirates.com Neo Scully

    Frau Schramm

    Können Sie uns bitte erklären, wieso Sie oder Ihr Verlag gegen die Raubkopie (nicht dass es so etwas in der Begriffswelt der Piraten gäbe) Ihres Buchs vorgehen? Wir dachten, Sie stehen für ein Internet, in dem geistiges Eigentum als “ekelhaft” gilt. Haben Sie sich damit politisch nicht disqualifiziert?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Neo Scully

  • MinimumBrain

    Man sollte Menschen nicht nach ihren Worten sondern Taten messen was in diesem Fall bedeutet dass Frau Schramm voll auf Seiten der sogenannten “Contentmafia” ist, sonst hätte sie ja einen unkonventionelleren und monetär auch weniger lukrativen Publikationsweg gewählt.

  • Jmd

    Von der Idee her nicht schlecht. Wohl auch interessant. Ein bisschen mehr Verbindung zum Theoriegebäude Medienkompetenz wäre nicht schlecht gewesen. Oder als andere Variante wäre ein tieferes Einlassen in die Philosophie bzw. Inneren Diskurs wäre noch interessanter.
    Naja, und der Termin so knapp nach B. Wulffs Offenbarung…ob dass so gut war…

  • cyberstef

    “This file is no longer available due to a takedown request under the Digital Millennium Copyright Act by Julia Schramm Autorin der Verlagsgruppe Random House.”

    Zum Totlachen!!!

  • Pingback: Shitstorm: Die virtuelle Hinrichtung der Julia Schramm | myBasti

  • wave

    Hallo Frau Schramm,
    ich bin potentieler Piratenanhänger.
    Bitte erklären sie mir warum ihr Buch bei DropBox nicht mehr zum Download frei geben ist?
    Wählen sie doch als digitale Vorreiterin die Methode über Flattr.
    Geben sie ihr Buch auf ihrer Internetseite zum download frei, und hoffen das ihre Leistung durch Spenden finanziert wird.
    Das dies das Risiko beinhaltet das sie nur einen Buchteil ihres Honorares bekommen ist klar. Aber diese Wege müssen schließlich erstmal etabliert werden. Und wenn eine sogenannte digitale Vorreiterin und ihre potentiellen Kunden, welche wahrscheinlich auch alle sehr aktiv im Netz sind, diesen weg schon nicht wählen, wie sollen die Piraten und damit auch ich die Position des freien nicht kommerziellen Downloads weiter vertreten?

  • LBF

    Liebe Julia Schramm, ich beziehe mich im Folgenden nur auf das hier veröffentlichte Vorwort.
    Sie sprechen vom Internet als einem Nicht-Ort – “keine Stadt oder Landschaft (…) die mit den Ereignissen im Einklang steht” (ein Topos der Literatur der Romantik!). Wie sie jedenfalls schon bei Wikipedia nachschauen können, ist der Begriff des Nicht-Orts insbesondere ein Konzept des franz. Soziologen/Ethnologen Marc Augés. Zumindest in den Geistes- & Sozialwissenschaften sind “non-lieux” i.d.R. mit Augés Arbeit assoziiert. Er def. diese als mono-funktionale und kommunikations”arm” – alle Orte des Transits bspw.. Das Internet ist aber, wie sie ahnen, nicht mono-funktional, sondern dient der Kommunikation (Echtzeit und verzögert), der Publikation, dem Kommerz, als Archiv, als Forum spezifischer Interessenlagen,… Damit zielt die Rede vom Internet als Nicht-Ort ins Leere. Auch De Certeaus Verwendung von “Nicht-Ort” als ephemere Opposition zum statischen Raum trifft es nicht, denn das Internet ist nicht imaginär, sondern an konkrete, technische Speichermedien und Werkzeuge gebunden, auch an bestimmte Wissensformationen. So gesehen ist das Internet eher ein Dispositiv als ein Nicht-Ort. Nun heißt es im Text weiter unten, in einer Art Peotizitätsklausel, “die Grenzen, ob es sich um eine echte Begebenheit oder um Fiktion handelt” seien “schon lange verschwommen.” Das stimmt, auch wenn das sicher nicht teleologisch argumentierbar ist (wie es im “schon lange” anklingt). Wenn jedoch diskursive Äußerungen, Kontexte für eine (hier: essayistische) Textrealität konstitutiv sind (hier bspw: Vulgärpostmodernismus) dann lässt sich durchaus entscheiden: Ist dies eine komplexe Betrachtung/Darstellung dessen, was die Kontexte in der Analyse hergeben? Im Text wird das auf den Nenner (persönliche, individuelle) “Identität” (Wahrheit = meine kakophone Erinnerung) gebracht. Das ist mehr oder weniger ein Schlüsselnarrativ des Bürgertums. Der genannte Anspruch des Textes etwas historisch Neues darzustellen, eine Veränderung der (Macht-)Strukturen durch digitalen Nativismus, ein Subjekt in der digitalen Revolution gar, wird durch die Abschleifung an sich eigentlich schön diskutabler Begriffe (“Zeit nach der Postmoderne”?) unterminiert. So auch die Klage harmonische Systeme seien “dumm”, wenn dann wiederum (im letzten Absatz) historische Versatzstücke eben im Feld digitaler Identitätsfindung aufgehen – denn Identität ist keine gegebene Größe, ist es nie gewesen. Das scheint der Text aber nicht so ganz im Blick zu haben. Er ist da ziemlich ahistorisch, wobei gerade Geschichte (as a matter of fact) Disharmonie ins Spiel bringen würde. Also die Geschichte des bürgerlichen Subjekts zum Bleistift, die lt Text ja anscheinend gerade vorbei geht. Schönen Gruß, F.

  • michael bietler

    Tja, auch ich liebe das Netz. Ich stehe darauf mit Anderen virtuellen Sex zu haben. Wir masturbieren gemeinsam und das macht absoluten Spass und ist auch noch absolut sicher. Dein Buch werde ich mir auf jeden Fall kaufen.
    Gruss
    Der Masturbant :)

  • discworld

    Tja, klassische Piratentaktik, wie man Sie aus Romanen und Filmen kennt.

    Andere beklauen wollen aber, selber das Geld sichern. Auch mithilfe der sogenannten Contentmafia. Auch nicht besser als alle anderen (Parteien) …

    Ist aber auch klar und menschlich – jeder möchte schließlich von seiner Arbeit gut leben.

  • Pingback: Piraten-Politikerin Julia Schramm kollaboriert mit der Contentmafia -silicon.de

  • LBF

    Liebe Julia Schramm, ich beziehe mich im Folgenden nur auf das hier veröffentlichte Vorwort.
    (Sie sprechen) … Du sprichst vom Internet als einem Nicht-Ort – “keine Stadt oder Landschaft (…) die mit den Ereignissen im Einklang steht” (ein Topos der Literatur der Romantik!). Wie Du jedenfalls schon bei Wikipedia nachschauen können, ist der Begriff des Nicht-Orts insbesondere ein Konzept des franz. Soziologen/Ethnologen Marc Augés. Zumindest in den Geistes- & Sozialwissenschaften sind “non-lieux” i.d.R. mit Augés Arbeit assoziiert. Er def. diese als mono-funktionale und kommunikations”arm” – alle Orte des Transits bspw.. Das Internet ist aber, wie Du ahnst, nicht mono-funktional, sondern dient der Kommunikation (Echtzeit und verzögert), der Publikation, dem Kommerz, als Archiv, als Forum spezifischer Interessenlagen,… Damit zielt die Rede vom Internet als Nicht-Ort ins Leere. Auch De Certeaus Verwendung von “Nicht-Ort” als ephemere Opposition zum statischen Raum trifft es nicht, denn das Internet ist nicht imaginär, sondern an konkrete, technische Speichermedien und Werkzeuge gebunden, auch an bestimmte Wissensformationen. So gesehen ist das Internet eher ein Dispositiv als ein Nicht-Ort. Nun heißt es im Text weiter unten, in einer Art Peotizitätsklausel, “die Grenzen, ob es sich um eine echte Begebenheit oder um Fiktion handelt” seien “schon lange verschwommen.” Das stimmt, auch wenn das sicher nicht teleologisch argumentierbar ist (wie es im “schon lange” anklingt). Wenn jedoch diskursive Äußerungen, Kontexte für eine (hier: essayistische) Textrealität konstitutiv sind (hier bspw: Vulgärpostmodernismus) dann lässt sich durchaus entscheiden: Ist dies eine komplexe Betrachtung/Darstellung dessen, was die Kontexte in der Analyse hergeben? Im Text wird das auf den Nenner (persönliche, individuelle) “Identität” (Wahrheit = meine kakophone Erinnerung) gebracht. Das ist mehr oder weniger ein Schlüsselnarrativ des Bürgertums. Der genannte Anspruch des Textes etwas historisch Neues darzustellen, eine Veränderung der (Macht-)Strukturen durch digitalen Nativismus, ein Subjekt in der digitalen Revolution gar, wird durch die Abschleifung an sich eigentlich schön diskutabler Begriffe (“Zeit nach der Postmoderne”?) unterminiert. So auch die Klage harmonische Systeme seien “dumm”, wenn dann wiederum (im letzten Absatz) historische Versatzstücke eben im Feld digitaler Identitätsfindung aufgehen – denn Identität ist keine gegebene Größe, ist es nie gewesen. Das scheint der Text aber nicht so ganz im Blick zu haben. Er ist da ziemlich ahistorisch, wobei gerade Geschichte (as a matter of fact) Disharmonie ins Spiel bringen würde. Also die Geschichte des bürgerlichen Subjekts zum Bleistift, die lt Text ja anscheinend gerade vorbei geht. Schönen Gruß, F.

  • tanine

    Das erste Kapitel liest sich sehr interessant. Und ja, mir kommt das als Digital Native auch irgendwie bekannt vor.

    Nur scheint mir, dass das Publikum für dieses Buch eben nicht die Natives sind (die kennen das alles ja schon), sondern diese andere(n) Generation(en). Und die kommentieren hier leider nicht so viel. ;)

    Lg

  • Kai

    Das Max Planck Institut hat gerade erst eine Studie durchgeführt oder so in der sie beobachtet haben, dass es Schimpansen so lange egal ist, wenn ein Artgenosse einem anderen Schimpansen Früchte stiehlt – so lange seine eigenen Früchte nicht betroffen sind. Ich dachte das wäre vielleicht interessant zu der ganzen Urheberrechtsdiskussion hier.

  • Bruce

    Erstmal meinen Glückwunsch zu deinem Buch. Ich finde, du hast durchaus Talent. Es ist sehr flüssig – fast energetisch – geschrieben. Es hat mich richtig gefesselt und erst wieder losgelassen, als ich durch war. Anschließend wirkt es dennoch sehr ernüchternd, wenn man mitbekommt, das kaum etwas hängen bleibt. Das ist aber nichts Negatives. Es zeigt, dass du den Zeitgeist – den kurzweiligen “Informationsrausch” im Netz, auf welchen unmittelbar das Vergessen folgt, sehr gut abbilden konntest.
    Dennoch finde ich es sehr schade, dass das Buch vom Verlagsdeal überschattet wird. Letztlich hättest du das Angebot wohl nie ohne die Mitgliedschaft in der PP bekommen. Dass du hier keine Dankbarkeit zeigst und dich gewissermaßen den Grundsätzen deiner Partei nicht mehr verpflichtet fühlst, ist schon ein starkes Stück.
    Ich bin kein Pirat, kann aber den “Mob” hier sehr gut verstehen. Vielleicht waren die Konditionen auch nur deshalb so gut, um erst einen medienwirksamen Skandal zu erzeugen. In diesem Fall bist du wohl leider auf Kosten der Piraten instrumentalisiert worden, wovon du zwar profitierst, allerdings auch viel verlierst. Ich persönlich hätte in diesem Fall wahrscheinlich nicht meine Glaubwürdigkeit verkauft und hätte wohl lieber statt dessen eine mäßigere Kondition gewählt. Ein eBook-Preis von 99 ct. hätte sicher auch manch hartgesottenen Piraten etwas besänftigt. So ist es eine Farce…
    Schade um das Buch…

  • http://coresec.de Florian Strankowski

    Wasser predigen und Seckt saufen – Sie bedienen das Klischee eines Politikers zu 100 %. In Zukunft doch besser zur CDU wechseln, die versprechen auch das Eine oder Andere

  • egal

    “This file is no longer available due to a takedown request under the Digital Millennium Copyright Act by Julia Schramm Autorin der Verlagsgruppe Random House.”

    Also auch von ihrer Partei viel gelaber und wenig Taten. Was zu erwarten war!
    “Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?”

    Lächerlich …. meine Stimme bekommt ihr nicht mehr!

  • LoreLey

    manierierte Mixtur einer Mittelschichtswortanreihung.
    who cares.

  • Günther

    Glückwunsch zu einem rundum gelungenen PR Coup!

    PS. Das Brechen mit den sich zu eigen gemachten Werten wird nur noch von der Dummheit übertroffen, den gesellschaftlichen Unmut darüber nicht zu antizipieren. Das einzige, was ihr Schicksal in der aktuellen Debatte noch von denen Guttenbergs und Wulffs unterscheidet, ist, dass man Ihnen noch eine Rückkehr zur Ehrlichkeit und Lernfähigigkeit zu traut. Nutzen Sie das aus. Alles gute.

  • Drusus

    Also ich finde es stilistisch nicht herausragend geschrieben, inhaltlich würde es mich interessieren. Kommt es als Download auf deine Seite?
    Wenn das was Du zu Copyright usw. geschrieben hast nicht falsch zitiert und aus dem Zusammenhang gerissen wurde finde ich es aber ehrlich gesagt ziemlich merkwürdig, dass du überhaupt bei einem Verlag publizierst. Denn es gibt ja wirklich genügend Wege die eher “piratenkonform” gewesen wären das Buch zu veröffentlichen und trotzdem Geld dafür zu bekommen.
    Ich finde auch GRÜNE bescheuert die dicke BMW fahren oder sich sogar von BMW einkaufen lassen. Piraten die gegen illegale Downloads vorgehen sind – so verständlich ich diese Massnahmen aus einer anderen Perspektive finde – genauso untragbar.
    Über die Planke mit dir! :-)

  • Headhunter

    Julia Schramm, Sie schaden der PP, BASTA!

  • Weini

    Hab die ersten paar Seiten gelesen, hatte mir mehr erhofft, wirkt etwas lahm, nichts was mich vom Hocker haut, geht es erst zum Ende des Buches richtig ab? Mir fehlt der Kick !

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  • Ephraim

    Hi,

    ~”Meine Gedanken werden irritieren, weil sich meine Standpunkte ändern… Denken bedeutet widersprechen.”

    Andere vor den Kopf zu stoßen ist gut, revolutionär, weil/wenn man sinnlos ist?

    “In Echtzeit schreiben wir unsere Gedanken auf, teilen sie der Welt mit, verpixeln unsere Gedanken und unsere Seele.”

    Wenn man Dinge “über”-denkt/legt, nicht viel in Schnellschüssen agiert, muß man sich meistens nicht widersprechen.

    “Das ist wichtig, denn harmonische Systeme sind dumm.”

    Neulich irgendwo gelesen “wer das nicht tut, hat davon eh nix kapiert”, mir kommt es vor, als würde davon ausgegangen werden, daß sich eine Aussage begründet, weil sie da ist.

    “…ich ( mir alte Filme auf Video­portalen an), schwelge in (den 
Hoffnungen des 19. und) den Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts. ”

    “Dass ich den Frühling gar nicht richtig mag und mein Französisch stark verbesserungswürdig ist? Eine Randnotiz. Im Internet kann ich mich erschaffen, wie es mir beliebt. Existenzialismus live.”

    Manchmal gibt es für mich Gelegenheiten mit Latein etwas darzustellen oder herauszufinden, das ist immer sehr cool, auch analog, aber ich denke dann meistens, wieviel wertvoller die Zeit brütend über dem Lehrbuch ist.

    Ich finde vieles falsch, moralisch, politisch, aber ich bin dankbar für den offenen Einblick.

  • nickynickname

    Hallo Frau Schramm,

    ich finde es sehr schade, dass Sie sagen, dass Sie mit der FDP und den anderen etablierten Parteien nichts gemein haben. Denn auch Sie predigen Wasser während Sie Wein trinken.

    Waren es nicht auch Sie, die einmal für den freien Download von Schriften, Musik und Filmen ist? Wie kommt es dann, dass ich für Ihre 200 und ein Paar mehr Seiten 16,99Euro zahlen muss? Wie geht es mit Ihren angeblichen Werten konform, dass Sie oder Ihr Verlag jemanden abgemahnt haben, weil er Ihr Buch zum freien Download angeboten hat?

    Leider werden Sie immer öfter der Doppelmoral überführt und schaden damit nicht nur sich selbst, auch nicht nur der Piratenpartei, sondern dem kompletten politschen System und allen zukünftig neu gegründeten revolutionären Parteien, da Sie mit Ihrer doppelmoral gerade auch der Jugend von heute, welche die Wähler von morgen sind einen Grund mehr geben sich gegen Politik zu stellen oder diese einfach auszublenden.

    Sie schieben ja sehr gern vieles auf Ihr junges Alter, doch Alter hat in keiner Weise etwas mit Reife zutun.

    Ich würde Ihnen gern noch ein nettes Schlusswort hinterlassen, doch leider lässt die momentane Situation und das fortwährend widersprüchliche Handeln Ihrerseits dies nicht zu.

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  • https://twitter.com/tobiask93 tobi

    Ich find den ganzen Shitstorm wegen dem Buch ehrlich gesagt für absoluten Schwachsinn.

    1. Das Löschen der PDF (also das Buch) fand über den Verlag statt
    2. Ist ein Urheberrecht durchaus sinnvoll, damit jeder, der mit seinen Werken Geld verdienen möchte, auch geschützt wird. Dies sollte man nicht komplett aufheben, aber eine Reform wäre durchaus angebracht.

    Und wenn man sich die Rezensionen auf Amazon und die Reaktionen von manchen Leuten auf hassnachrichten.tumblr.com anschaut, muss man sich tatsächlich schämen. Warum ist es für diese Leute nicht möglich, sachliche Kritik zu schreiben? Warum so ausfallend? Ich kann es nicht verstehen…

    Zum Buch: Ich persönlich fand das Vorwort schon ziemlich interessant, mal schauen, wann ich es mir hole. :)

    • Deborah

      Dem stimme ich komplett zu! ist bei solcher “kritik” doch wirklich die frage WER sich hier demaskiert..

  • http://nestroyesk.wordpress.com kosinsky

    Ich habe eigenes Internet im Jahr 2000 angefangen. Fast mit einer AOL-CD. Bei uns war AOL neben irgendwas von Microsoft schon auf dem Computer installiert. Als es dann zwischendurch nicht mehr ging, habe ich auch mal auf AOL-CDs zurückgegriffen. Später bekamen wir dann Flatrate. Was für eine finanzielle Erleichterung für mich, denn ich war damals schon Sehrviel-Surfer. Und man zahlte tatsächlich noch genau die Zeit, die man online war.
    “Sie haben Post” war aber nett. Und das scheint es ja auch heute noch zu geben.
    Ja, das war damals in der Postmoderne. Heute sind wir in der Umbruchzeit zur Post-Post-Moderne und sollen alle wieder ernst sein.
    Grüße

  • Deborah

    ps.: ich finde Marina Weisband und die Kommentatoren darunter fassen die Lage wirklich gut zusammen, für die die sich wirklich kritisch auseinandersetzen und nicht bloß shitstormen oder sich mitreißen lassen wollen ohne mal eigene Nachforschungen zu betreiben: www.marinaslied.de/?p=757

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