Vegetarismus und Religion (rant)

Liebe Menschen,

wir müssen reden. Dringend, denn der Irrationalismus des 19. Jahrhunderts scheint unsere selbsternannten Wissenschaftsexperten befallen zu haben! Anders ist die peinliche Akribie, mit der die kritische Auseinandersetzung mit Fleischkonsum auf diesem Planeten und speziell in den westlichen Sphären, und wiederrum speziell von selbsternannten Scientist, abgelehnt wird nicht mehr nachzuvollziehen. Denn: Wir haben ein Problem, ein Problem, dass wir recht leicht lösen können, wenn da nicht die religiös angehauchten Fleischwahnsinnigen wären, die eine Reflektion über Sinn und Unsinn des Fleischkonsum – vor allem in diesen Massen – nicht zulassen können, denn: NAZIS! HITLER WAR AUCH VEGETARIER!!!!!”!!”§!3

Bevor es weiter geht und ihr nervtötenden Heischer, die ihr dachtet, dass ich euren Fleischwahn unterstütze, Schnappatmung bekommt, eins vorweg: Ich liebe Fleisch. Ich liebe zartes Kalbsfilet, saftige Burger, Roastbeef, Carpaccio … ich liebe das aufrichtig und mir läuft das Wasser im Mund zusammen bei dem Gedanken daran. Ein Steak ist meine Torte. Und dennoch sage ich: Leute, unser Fleischkonsum ist schädlich, übertrieben und vor allem irrational. Niemand ist körperlich darauf angewiesen 88 kg Fleisch im Jahr zu essen. Einfach niemand. Das ist eine krankhafte Einbildung – mehr nicht. Die Gründe für diese Halluzination sind vielfältig – aber weder rational, noch verantwortungsbewusst, noch reflektiert oder sinnvoll.

Unser Fleischkonsum schadet Umwelt, Menschen und vor allem Tieren. (captain obvious!)

Unser Fleischkonsum entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Ich betone: Niemand braucht 88kg Fleisch im Jahr.

Unser Fleischkonsum scheint uns wichtiger zu sein, als die Ernährung der restlichen Welt. Klar, Hungerskatastrophen sind zwar schlimm, aber ich will doch bitte jede Woche meine 6 Schweinshaxen fressen. Das wird man doch verstehen können. Freedom of speech, anyone? (note the sarcasm) Deswegen: Stellt die Getreideflächen den 1,5 Kilo Rindsbraten zu Verfügung, den jeder von uns in der Woche verdrücken muss, weil wir nämlich sonst sterben. Stell’ dir mal bitte vor: nur ein Steak im Monat? Da sterbe ich doch umgehend!!! Und die Fischstäbchen erst! Dann kann ich ja nie wieder zu McDonalds gehen! Das kann meiner Gesundheit ja nur schaden!

Massentierhaltung ist nicht nur ein furchtbares Verbrechen gegenüber Tieren (JA, verdammt!), sondern auch ungesund und Umweltverschmutzung. Sie gehört verboten. Punkt. Und ja das geht: Das heißt zwar, dass jeder von uns nur noch – random Zahl, die sehr sehr weit unter den 88 kg im Jahr liegt – fressen kann, aber: Leute, dass sollte es uns wert sein.

Mir geht das Gedisse von Menschen, die sich für einen fairen Umgang mit Tieren einsetzen und die globalen Probleme des komplett aus dem Ruder gelaufenen Fleischkonsums thematisieren dermaßen auf die Nerven ….

Ist es wirklich zuviel verlangt, dass ich verlange, dass die Tiere, die wir essen, wenigstens laufen konnten, als sie noch lebten? REALLY?

Ich kann es ehrlich gesagt nicht fassen, dass intelligente Leute nicht begreifen, was Fleischkonsum in diesen komplett lächerlichen Dimensionen (1,5 kg Bockwürste in der Woche pro Person. Soviel esse ich im ganzen verdammten Jahr nicht!) anrichtet und das wir, vor allem als die lächerliche und peinliche Internetgemeinde, die immer so großspurig daherredet von wegen BLABLA, global, international, blabla, uns dagegen wehren nur eine statt sechs Schweinshaxen die Woche zu fressen.

Und engagierte Menschen dann noch als wissenschaftsfeindlich zu diffamieren, setzt dem Ganzen die Krone auf. Ihr solltet euch schämen.

(Falls es noch nicht ankam: Ich will nicht, dass ihr nie wieder Fleisch esst. Ich will, dass ihr ein Bewusstsein entwickelt und vielleicht mal nicht 21 Salamipizzen in der Woche fresst.)

flattr this!

  • Phil

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich liebe Fleisch (!!!einself), aber seit einer längst überfalligen Selbstreflexion finde ich es einfach ekelig, tote Tiere zu essen. Tiere, die vorher Emotionen hatten. Tiere, die extra für mich getötet wurden. Ich meine, wer bin ich bitte?!

    Ps: McDo hat einen leckeren Veggieburger mit Gemüsepads (ist leckerer als es sich anhört;) und Veggiedöner gibt’s zumeist auch mit lecker Schaafskäse.

    • http://SuddenGrey.de SuddenGrey

      Der Veggieburger schmeckt meiner Meinung nach scheisse…

      • joanna

        Ich bin seit 24 Jahren Vegetarierin und den Veggiburger mag ich auch nicht. Ich habe einfach nix übrig für Erbsen und für Matschbrötchen.

        Liebe Julia,

        danke für deine erfrischende Wut. :)

        • http://sofias.soup.io/ sofias. mint

          lebe 14 meiner 24 jahre vegetarisch und schließe mich der allianz gegen diesen matschburger an. ;)

          außerdem: danke Julia. the revolution will be omnomnom.

    • http://www.veggies-linz.at Dominik

      Du willst richtig geilen Döner mit Vleisch, ohne dafür Tier und Umwelt zu schaden?

      Lookie lookie: wimbauerkocht.wordpress.com/2011/12/09/wims-testkuche-8-wheaty-schnellmahl-veggie-doner/

      Den Joghurt durch Soja-Joghurt ersetzt und schon hast einen veganen Spitzendöner, gegen den ein Tierqualdöner blöd aus der Wäsche guckt!

  • http://klirrr.wordpress.com Lucie

    Vielen Dank für diesen Text! Diese emotionalen, bisweilen aggressiven Trotzreaktionen beim Thema Fleischkonsum rauben mir den letzten Nerv.

  • Andi Zottmann

    Sauerbraten

    als Pferdeliebhaber und -sportler poste ich unregelmäßig Pferdebilder. Neulich mal wieder die eines frisch geborenen Fohlens (awwww!).

    Zuverlässig gibt es dann, neben den vielen “<3" und "awww" Postings auch immer wieder diese "Sauerbraten" Postings. Zweck scheint mir die Provokation zu sein, die bei mir allerdings nicht verfängt.

    Denn, was wäre eigentlich im Sinne des verantwortungsvollen Umgangs mit Nutztieren naheliegender, als ein Tier viele Jahre, mit viel Liebe und Pflege aufzuziehen, mit ihm Sport und Abenteuer zu erleben und am Ende nicht einfach zu entsorgen, sondern das Fleisch zur Ernährung zu verwenden?

    Aber der Mensch ist ein seltsames Wesen. Die Reiter im Stall haben überhaupt kein Problem, sich von McDonalds zu ernähren, wenn es aber um die Verwertung des eigenen Tieres oder generell von Pferdefleisch geht, "graust" es den meisten.

    Ähnliches ist bei Hasenzüchtern zu erleben, die nur den nicht-zu-schlachtenden Zuchttieren Namen geben und absichtlich eine Distanz zu Tieren aufzubauen die gegessen werden sollen.

    Ich finde es schwierig die Ursachen hierfür wirklich zu erklären, vermute aber einen religiös/transzendentalen Hintergrund. Der Umgang mit Nahrung, insbesondere Ge- und Verbote spielen in allen Religionen eine wichtige Rolle.

    Die industrielle Fleischproduktion ist letztlich aber genau eine Folge diesen Verhaltens. Die Entfremdung vom Tier scheint uns von der gefühlten Verantwortung zu befreien.

    Lösung hab ich jetzt auch keine anzubieten, ich will einfach nur auf diese seltsamen Zusammenhänge hinweisen.

  • Jan-Hendrik

    Dass zuviel Fleisch ungesund ist, wissen zumindest die Gebildeten. Für manche Leute ist eine Mahlzeit ohne Fleisch aber schlicht und ergreifend keine. Man sollte sich aber auch klar machen, dass die Welt nicht nur durch Bio-Lebensmittel ernährt werden kann. Und nicht zuletzt ist es die freie Entscheidung jedes Einzelnen, was auf seinen Tisch kommt.
    Übrigens sollte man nicht behaupten, dass Hitler Vegetarier war. Er hat v.a. deshalb Gemüse gegessen, weil es für seine Verdauung besser war. Es ist Teil der Propaganda, dass er asketisch gelebt hat.
    (Tut mir sehr leid, wenn ich nur von männlichen Person*innen gesprochen habe. Ich weiß, dafür kommt man in die Hölle.)

    • Julia

      Ja, wichtiger Hinweis.

      Wobei ich eben auch eine Abgrenzung bei gebildeten Menschen ™ erkenne, die einfach keine Lust haben oder trotzig sind. Und das finde ich echt ätzend, vor allem, wenn die in Parlamenten sitzen und sich den Kampf mit der Fleischmafia (da! i said it!) gar nicht erst versuchen anzutun…

    • Nils

      @Jan-Hendrik: “Man sollte sich aber auch klar machen, dass die Welt nicht nur durch Bio-Lebensmittel ernährt werden kann.” Und das weißt Du woher? Eine umfangreiche Studie von Jules Pretty et al. (siehe z.B. hier) hat gezeigt, dass nachhaltige Landwirtschaft die Erträge in Entwicklungsländern erhöht, nicht verringert. Würden sich die Menschen in Industrieländern mehr vegetarisch ernähren und dafür sorgen, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden, ist eine globale Ernährung mit Bio-Lebensmitteln sicher möglich. Gibt dann halt keine 1-Euro-Chickenburger mehr, aber wenn Du einmal in so einem Hühnerstall drin warst willst Du da eh nicht mehr reinbeißen.

    • http://sofias.soup.io/ sofias. mint

      um “bio”-produkte geht es doch garnicht.
      die “bio”-kriterien scheinen mir größtenteils sinnvoll, aber sie schließen den wahrscheidnlich wichtigsten moralischen und ökonomischen faktor aus, nämlich ob es fleisch ist. (außerdemnervt mich die biokoservative “natur”-propaganda)

      wenn wir uns die riesige verschwendung sparen würden die die fleischproduktion bedeutet könnten wir die produktionsqualität erhöhen und trotzdem alle menschen locker ernähren.

  • Valentin Brückel

    Ich finde diesen Beitrag sehr interessant, denn meine Wahrnehmung ist genau die Gegenteilige. Mir fallen vor allem Vegetarier auf, die mir das recht auf Fleischkonsum absprechen oder mich zumindest dafür verurteilen.

    Daher möchte ich auch umgekehrt für Gelassenheit werben: Völlig unabhängig von allen Argumenten und Wertvorstellungen kann man man die Lebensgewohnheiten anderer Menschen einfach akzeptieren und muss nicht bei jeder Gelegenheit missionarischen Eifer entwickeln – egal ob für oder gegen Fleischkonsum.

    • Julia

      Ich glaube eher, dass die meisten sich sehr schnell angegriffen fühlen, wenn man Fleischkonsum kritisiert. Ja, natürlich gibt es auch Tierschützer, die glauben, dass sie gerade den Krieg gegen Hitler führen – keine Frage. Aber ich finde es immer noch sympathischer, wenn Menschen mit einer gewissen Vehemenz gegen übertriebenen Fleischkonsum einsetzen, als wenn sie mit Vehemenz jede Diskussion darüber abwehren, sich lustig machen, etc. Und das erlebe ich jedes Mal, wenn ich sage, dass jeder von uns die Hälfte essen sollte.

    • TheK

      Ich kenne eigentlich aus Diskussionen nur die beiden Extreme: “Essen ohne Fleisch ist kein Essen!” und “Fleischesser sind Mörder!”. Alles dazwischen nimmt man nicht wahr.

      • MrBrown77

        Ich finde es interessant, wie das eine “Extrem” in Deinem Posting von der sehr gemäßigt daher kommenden Aussage “Essen ohne Fleisch ist kein Essen!” repräsentiert wird, während die andere Seite den hoch-provokativen “Fleischesser sind Mörder!” Stempel auf die Stirn bekommt.

    • malte

      Vielleicht gibt es ungleich viele Vegetarier mehr, die dir nicht als solche auffielen./?

  • http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/default.aspx julia seeliger

    Ach naja,
    Bewusstsein kann man machen, man muss dazu aber auch kritisch stehen und schauen, ob die von den Ernährungsjüngern propagierte Strategie sinnvoll ist. Ich finde: Nein.

    Mich nervt es vielmehr, dass man sobald man die Fleischfrei-Religion mal kritisch sieht, sofort als Befürworter/in von Fleischkonsum hingestellt wird. DAS ist kindisch.

    LG

    Julia

    • Julia

      Du bist ja auch gebranntes Kind ;-) so im öko-umfeld ist das natürlich eher die regel. Aber der 08/15 Mensch beim Arzt, in einer Anwaltskanzlei oder aufm Bau – no chance :)

  • http://SuddenGrey.de SuddenGrey

    Mein Hauptkritikpunkt liegt hier bei Dumpingpreisen für Lebensqualität (Tier + Mensch).

    Ich erläutere gern meine Rechnung.
    Im Kölner HBF gibt es schätzungsweise 20 Fressbuden. Fast jede davon führt Fleisch (selbst das Reformhaus). Eine Bockwurst mit Brötchen, Ketchup, Serviette, Miete für die Hütte und das Gehalt der Arbeitskraft kosten glaube ich 1 €. Wieviel davon kommt dem Tier zugute? Und wieviel eigentlich der Arbeitskraft? Das kann man unendlich fortführen und solche Dumpingpreise sind nur durch Massentierhaltung möglich.
    Ich habe daher beschlossen kein Fleisch mehr zu essen, ich gehe nämlich nicht zum Biometzger. Dafür hab ich kein Geld und ich bin auch zu faul dazu. Dann muss es eben ohne gehen und ich liebe Döner noch immer! Aber darauf muss ich dann eben verzichten.

    Im Gegensatz zu Julia glaube ich aber, dass die Fleischesser nicht an ihrer Gesundheit interessiert sind. Und die Vegetarier und Veganer auch nicht unbedingt. Pommes und Pizza gehen nämlich auch wunderbar ohne Fleisch.

    Zuletzt: Tofu ist kein Fleischersatz sondern ein eigenständiges Lebensmittel das nur so tun soll als sei es ein Schnitzel…

  • rob

    Schön gebrüllt! :-)

    Ich sehe die reaktionen mittlerweile eher gelassen, wenn es um die Tierfrage bei Lebensmitteln geht.

    In nehezu allen Fällen fühlen die Menschen sich direkt persönlich angegriffen, wenn sie mitbekommen, dass ich kein Fleisch esse, fragen natürlich oberflächlich nach und behaupten dann ich würde missionieren, wenn ich tatsächlich mir Argumenten komme.

    Sehr beliebt ist es auch, zu argumentieren dass man jemanden kennt der kein Fleisch ist und immer missionieren will, zu solchen Menschen möchte man nicht gehören, und das wegen ist man gezwungen Fleisch zu essen, jeden Tag, nur um das deutlich zu machen.

    Da wird einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema direkt jede Tür verschlossen. Argumente bringen nichts. Hat Züge von Religion. Schade das diese Ignoranz so ein Leiden hervorruft.

    • y

      Das wär was für gutes Kabarett. So unfassbar, dass es lustig ist aber ich hatte tatsächlich schon das Gefühl manche Menschen seien so.

    • MrBrown77

      “[...] In nehezu allen Fällen fühlen die Menschen sich direkt persönlich angegriffen, wenn sie mitbekommen, dass ich kein Fleisch esse, fragen natürlich oberflächlich nach und behaupten dann ich würde missionieren, wenn ich tatsächlich mir Argumenten komme. Sehr beliebt ist es auch, zu argumentieren dass man jemanden kennt der kein Fleisch ist und immer missionieren will [...]”

      Warum kommt mir das nur so bekannt vor…

  • yah bluez

    Wenn man sich low carb ernährt, dann nimmt man die täglichen Kalorien zu 50% aus Fett zu 40% aus Protein und zu 10% aus Kohlenhydraten. Bei sagen wir mal 2500 Kalorien pro Tag fallen sind das dann 1000 aus Protein, also ca. 250g Fleisch am Tag das sind im Jahr dann gut 91kg.

    So falsch sind 88kg also nicht.

    mfg
    yb

    • Julia

      m( q.e.d

      Außerdem: Warum sollte man sich so extrem low-carb ernähren? Aus sportlichem oder ästhetischem Ehrgeiz doch nur- beides keine rationalen Gründe.

  • Baranek

    Ich finde, du hast Recht. Wobei allerdings Verbohrtheit generell mehr Probleme schafft als sie löst. Ja, ich esse totes Tier mit Vergnügen. Allerdings verkneife ich mir immer mehr den Konsum dieser Produkte im öffentlichen Raum Der Imbissasiate, der Currywurststand, seufz, was die da reinknallen in ihre Produkte, man weiß es nicht, vermutlich fürchterliches. Kurzum: ich will wissen, woher das Zeug kommt. Diejenigen, die keine Transparenz herstellen, haben wahrscheinlich etwas zu verbergen. Daher nur noch Ware von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Haben Marktstand hier in Stuttgart. Allerdings: sauteuer die Ware. Gut, kaufe ich halt weniger, dafür beste Qualität. Nur so kann es letztlich gehen: Weniger ist hier definitiv mehr!

  • http://blog.cshelp.net Christoph B.

    Danke, dass du das Thema auch ansprichst.
    Denn mir ist es auch wichtig.

    Je mehr man über das Fleischessen nachdenkt je mehr zweifelt man, ob man es tun oder lassen soll. Seitdem ich mich viel mit Politik beschäftige und beginne alle Dinge zu hinterfragen ;) habe ich meinen Fleischkonsum deutlich reduziert.
    Fleisch in den Mengen zu essen, wie es viele Menschen für normal halten, ist ungesund und trägt einen Teil dazu bei, dass es mit unserer Welt bergab geht.
    Ich habe mir das klar gemacht und kann es nicht länger ignorieren.

    Ich finde es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich sich genau das klar und bewusst machen. Fleisch ist ein Luxus! Und diesen Luxus sollte man sich gelegentlich leisten (wenn man möchte).

    Es wäre schön, wenn die Menschen das irgendwann verstehen können.

  • Liz

    Ich denke genauso, kann es aber nicht so aufschreiben.

    Vielen Dank für diesen Text!

  • Pingback: #74 – Aktuelles « fraenzis

  • http://www.veggies-linz.at Dominik

    Die Gedanken gehen in die richtige Richtung. Mir persönlich ist es ein Anliegen, die unsägliche industrialisierte Massentierhaltung schnellstmöglich abzuschaffen. Unsägliche Tierqual ist hier an der Tagesordnung, zudem ist der Fleischkonsum (bzw. die dadurch nötige Massentierhaltung) Klimakiller No. 1 nach einer aktuellen Studie von World Watch, ebenso zerstört dieses ausufernde fleischgefresse Regenwälder in riesigem Ausmaß! Man kann sich vorstellen, wie vielem Menschen man mit 16kg Weizen ernähren kann, im Vergleich zu 1kg Rindfleisch, welches die 16kg Weizen verschlingt.

    Wer trotz dieser Fakten genüsslich zum Mäckes geht, ist entweder einfach ignorant oder kümmert sich einen scheiß um Tiere, Umwelt und zukünftige Generationen.

    Und wer nach Alternativen sucht: googelt einfach mal vegane Rezepte, z.B. Rouladen nach Jérôme Eckmaier oder Veggie Döner mit Vleisch von Wheaty. Ihr werdet nichts vermissen und tut damit euch und allen anderen was Gutes!

  • http://www.sudelbuch.de juh

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Das ist doch ein politisches Problem, kein privat, persönlich, religiöses. Einfach die Richtlinien von Bioland für die gesamte europäische Landwirtschaft verbindlich machen und das Problem des übermäßigen Fleischkonsums ist erledigt.

    • http://sofias.soup.io/ sofias. mint

      die fleischmafia bekommt blos im moment soviel das sie ihren dreck zum gemüsepreis verkaufen können, obwohl die produktion achtmal so aufwendig ist. da stecken milliarden an korruption dahinter. das dreht ma nicht mal schnell auf den komplett entgegengesetzen kurs.

      außerdem: wer für tiermord und unweltzerstörung bezahlt ist dafür verantwortlich. egal ob es legal ist oder nicht. jeder trifft taglich politische entscheidungen.

  • Daniel

    Danke für den Text! Meist stoße ich als Vegetarier auf die zitierten Reaktionen, mir fällt es allerdings häufig schwer zu argumentieren, da ich gleich in eine Schublade gesteckt werde und die “Ohren auf Durchzug” gehen. Ich will ja niemanden den “Spaß” verderben und die Welt ist nicht schwarz-weiss…

  • Deborah

    @juh, ich denke aber schon daß man den Menschen auch etwas Eigenverantwortlichkeit abverlangen kann! Früher gab’s einmal in der Woche nen Sonntagsbraten, der war was besonderes, man hat Tiere nicht als Massenprodukt angesehen. Ich hab im privaten Umfeld auch ständig das Gefühl da geht’s eher um eine Mode, und zudem denke ich oft, dass gerade Männer sich männlicher fühlen wenn sie täglich Fleisch essen – während vegetarische Männer natürlich Homos sind..überspitzt dargestellt, aber dennoch oft beobachtet (es soll sich bitte nun nicht jeder Mann angegriffen fühlen!)

  • Anonimal

    Ich stimme Dir vollkommen zu und teile die aufrichtige Art des Artikels (ja, verdammt!). Ich versuche seit Jahren, meinen Fleischkonsum einzuschränken, das gelingt mir auch relativ gut, aber ich bekomme immer wieder richtig Heißhunger, wenn ich längere Zeit ohne Fleisch gelebt habe. Mein Hunger überwiegt dann mein Gewissen, aber wenigstens sage ich es (im Gegensatz zu vielen anderen Fleischkonsumenten). Mich nerven diese militanten Fleischfresser: Hey, ich bin selber einer und sage, daß diese Fleischindustrie ein Verbrechen ist!

    Eigenverantwortung ist eine Sache. Man sollte es nicht verbieten (da fürchte ich mich vor einem vollkommen unregulierten Schwarzmarkt! – andererseits können die Zustände, die heute zu großen Teilen herrschen ja kaum noch übertroffen werden), aber die Politik muss dort repressiver einwirken.

    Wie das gehen soll angesichts der enorm starken Fleischproduzentenlobby weiß ich jedoch auch nicht so recht…Wahrscheinlich gibt es nur den langfristigen Weg über flächendeckenden Umwelt-/Ethikunterricht. Wenn die Menschheit denn überhaupt noch diese Zeit hat…

  • Joshua Bertsch

    Du hast zu 100% Recht und regst dich wunderschön auf ! Werde nicht müde das zu tun!

  • christian

    In Deiner Rage bist Du hin und wieder undeutlich darin, was Du aussagen möchtest:


    Mir geht das Gedisse von Menschen, die sich für einen fairen Umgang mit Tieren einsetzen und die globalen Probleme des komplett aus dem Ruder gelaufenen Fleischkonsums thematisieren dermaßen auf die Nerven ….

    Da musste ich in der Tat fünf Mal nachlesen, wer hier was tut. Außerdem solltest Du deutlicher darin werden, wen Du im Verlaufe des Textes ansprichst. Das sind erst “die” (Wirtschaftsberater), kurz danach werden die zu beschimpenden direkt angesprochen um dann in “unser” zu münden. Das muss in einem Rant deutlicher und mehr auf den Punkt gebracht werden.

    Die 21 Salamipizzen hingegen reißen dann aber wieder alles raus, wenn Du am Ende den Leser direkt beschimpfst. Da bleibt am Ende nur, dass man sich selbst angesprochen und beleidigt fühlt oder eben nicht. Schwarz und Weiß, gut und böse. So gehört’s in einem Rant!

  • http://twitter.com/SignorMacchina Benny

    Ich esse gerne Fleisch und Meeresgetier. Ich gebe es zu.
    Aber ich stimme dir zu. Weil jeden Tag Fleisch zu essen,
    das bringt’s für mich nicht.
    Ich esse hochgerechnet alle 1-2 Wochen Fleisch, vielleicht 1-2x die Woche Fisch / Meeresfrüchte und lebe ansonsten fleischlos.
    Zum Einen, weil es schmeckt, aber auch, weil ich es kann.
    (Heißt ja auch nicht, dass man auf sowas wie ne Pizza verzichten muss.) ;)

    Vor allem aber lernt man dadurch erst ein saftiges Steak und andere kulinarische Hochgenüsse wie z.B. Garnelen in Kräuterknoblauchsauce richtig zu schätzen.

  • http://www.matthias-heppner.de Matthias Heppner

    Kann dir natürlich auch nur zustimmen, aber das was du schreibst, ist ja eh im Begriff gesellschaftlicher Konsens zu werden. Der Pro-Kopf-Verbrauch in den entwickelten Industriestaaten von tierischen Lebensmitteln ist in der Tendenz ohnehin am sinken. Jedoch ist deine genannte Zahl, welche auch in der Wikipedia genannt wird

    de.wikipedia.org/wiki/Fleisch#Konsum

    mit 88 Kg zu hoch. Selbst die Agrarlobbyseite agrarheute.com spricht beim Konsum 2009 von 60,5 Kg.

    www.agrarheute.com/ami-fleischkonsum070510

    Dies entspricht auch der unten anstehen Grafik für Deutschland.

    Fleischkonsum

    USA:

    albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/us-fleischkonsum-sinkt-drastisch

    www.dailylivestockreport.com/documents/dlr%2012-20-2011.pdf

    Deutschland:

    img.photobucket.com/albums/v225/Dragoncrawl/fleischdeutschland.jpg

    Ebenso ist der Eikonsum rückläufig.

    USA:

    www.cok.net/blog/2012/01/industry-news-egg-consumption-declining-0

    Deutschland:

    hier scheint sich momentan der Konsum von Eiern zu stabilisieren, tendenziell jedoch fallend.

    www.animal-health-online.de/lme/2008/10/23/jeder-eu-burger-verspeiste-136-kg-eier/3054/

    Das Gedisse von Menschen, die sich darüber aufregen, dass mit Tieren fair umgegangen werden soll, braucht dich nicht so sehr aufzuregen. Dies sind Rückzugsgefechte, da Privilegien (wie eben das Verlangen nach Fleisch, Milch, etc..) niemals gerne abgegeben werden (und ein fairerer Umgang mit Tieren bedeutet einen hedonistischen Verlust, zumindest kurzfristig).

    Du weißt ja bestimmt (durch FB und meine Seite veggie.de), dass ich in dieser Hinsicht noch (positiv formuliert konsequenter negativ formuliert radikaler) denke und mir wünsche, dass die Gesellschaft jegliches Recht an Tieren achtet, also diese gar nicht mehr züchtet, um sie später zu töten. Dies gibt dann doch häufiger Diskussionen ;-) Aber ich finde es gut, dass Leute wie du zumindest die Frage reflektieren (zum Glück ist das ja immer häufiger der Fall) und damit den Weg ebnen, dass eines Tages die Menschen keine Tiere mehr töten müssen, um sich gesund, abwechslungsreich und genussvoll zu ernähren.

    Wenn du gedisst wirst, kannst du diejenigen darauf aufmerksam machen, dass du wirklich sehr gemäßigte Ansichten hast und sie stattdessen eher “extreme” Veggiraten wie mich dissen müssten ;-)

    mfg

  • TheK

    Wie, ein Mittelweg? Nein, also das geht mal gar nicht! Wo bleiben denn da die Fanatiker!

  • http://www.twitter.com/korbinian korbinian

    als bekennender hedonist fällts mir natürlich schwer deinen mahnenden zeigefinger in ein anderes, nachhaltigeres verhalten umzusetzen. gutes essen ist für mich nicht nur befriedigung eines hungergefühls, sondern auch belohnung und absurderweise auch eine bestätigung dafür dass ich noch nicht zur “unterschicht” gehöre weil ich mir das leisten kann. absurd deswegen weil ja gerade gebildete besserverdiener es sich leisten können und wollen wenig oder kein fleisch zu essen. du verkennst hier nämlich glaube ich auch ein bisschen die soziale frage. da fleisch so billig ist können eben auch ärmere sich diesen luxus (und das ist er ja wirklich) leisten so viel fleisch zu essen. grade wenn es sonst recht wenige belohnungssysteme gibt kann ich gut verstehen dass man sich so befriedigung verschafft. ich halte es für kontraproduktiv und elitär wenn du als gebildete bürgerliche deinen erhobenen zeigefinger dem pöbel in die nase steckst damit er sich mal vernünftig verhält. kein wunder dass da gegenreaktionen kommen weil man sich beleidgt fühlt.

    achtung, jetzt kommt mein godwin: das klingt schon ein bisschen wie sarrazin der den ALG-2 empfängern empfiehlt doch statt sein geld für n sixpack bier zu verplempern lieber n liter milch kaufen soll ;D

    vernünftiger, nachhaltiger umgang mit essen setzt auch ein umfeld voraus dass diesen ermöglicht. schulische aufklärung und soziale integration ist dafür vorraussetzung. die zahlen von matthias zeigen aber ja auch dass das zumindest in dem bereich durchaus funktioniert und der fleischkonsum rückläufig ist.

    ich persönlich esse in letzter zeit sehr viel fleisch, weil dank weihnachten in unserem biomarkt viel übriggeblieben ist was weg muss und ansonsten 1 jahr in der tiefkühltruge strom gefressen hätte und dann irgendwann weggeschmissen werden würde. solange die tiere artgerecht gehalten wurden plagen mich tierschutzbedenken nicht, bleibt das für mich eigentlich wichtige argument gegen fleischkonsum: die ressourcen die für die produktion aufgewendet werden müssen und dadurch dem klima schaden.

    statt moralkeulen zu schwingen sollte man lieber politisch den weg weitergehen der eh schon gegangen wird. langfristig glaube ich nämlich auch dass wir zu flächendeckenden bio-anbau- und tierhaltungskriterien ohne massentierhaltung kommen werden. das ist ein sinnvolles ziel, birgt in sich aber die gefahr dass die subventionen für biobauern noch hochgefahren werden um so die preise künstlich niedrig zu halten, damit nach wie vor jeder sein kilo fleisch in der woche essen kann. um das effektiv zu verhindern müssten meiner meinung nach alle agrarsubventionen weg.

    • Julia

      ohje, korbinian … deinen hedonismustrip finde ich langsam etwas peinlich o.O

      • http://www.twitter.com/korbinian korbinian

        :) was sagst du zu dem rest?

        • Julia

          Ja, der Rest steht ja schon bei Heppner ^.^

          ich war einfach so sauer, als ich mal kurz bei Twitter reinging und die Leute auf einen Artikel, wo es darum geht, dass Fleisch keine Privatsache mehr ist, leute sagen “PAh, ich fresse soviel Fleisch wie ich will! – “Genau, ich bin daran schuld, dass in Afrika Kinder sterben” (fehlte nur noch das N-Wort…)

          Und gegen diese Leute ist der Rant gerichtet. Nicht gegen Menschen, die still und reflektiert ihr Fleisch essen…

          • http://www.twitter.com/korbinian korbinian

            jo, und meiner gegen liberale besseresser mit pöbelverachtung

          • Julia

            ja, wobei das ja auch schon in den Kommentaren besprochen wurde und ich mich frage, ob du damit mich meinst? Wenn ja, dann hast du meinen Rant nicht verstanden und ich finde es auch ehrlich gesagt ein bisschen abartig, dass du mit den Menschen, die ich hier angreife automatisch Pöbel assoziierst.

    • http://www.matthias-heppner.de Matthias Heppner

      Mit der sozialen Komponente stimme ich zu (gilt auch für andere “Unterschichten”phänomen wie Rauchen, tiefergelegte Autos (welche gerne mal zu schnell fahren und CO2-Schleudern sind), erhöhter Alkoholkonsum, etc.., also alles, was die Gesellschaft eigentlich verpönt).

      Dies hat natürlich mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik zu tun, welche solche ökonomisch und sozilisationstechnisch unterschiedlichen Schichten überhaupt erst in dieser Form entstehen lässt (jedoch können gesellschaftliche Schichten nicht nur ökonomisch ermittelt werden, ökonomisch bin ich Unterschicht, jedoch spielt sich meine Sozilisation fast nur in der Mittelschicht ab und bin trotzdem ethisch motivierter Veganer, wie die besserverdienenden Besseresser) aber auch mit dem Veränderungswillen einer Gesellschaft. Wie viel Wille steckt eine Gesellschaft in ihre Ziele? Beispielsweise kostet uns die Energiewende Geld. Geld, was meiner Meinung nach absolut richtig investiert ist (und hier habe ich FDP’ler in meiner FB Liste, die 50 Euro Mehrkosten im Jahr wegen der Förderung von EE als unsozial empfinden, da dies gerade Kleinverdiener treffe, das sind keine 4,20 € im Monat, weniger als die 5 € Hartz IV Erhöhung)).

      Das Veränderte Bewußtsein und gerade auch das Aufkommen von Tierrechten und nicht nur Tierschutz und der damit einhergehende zunehmende moralische Druck, führen dazu, dass die Gesellschaft stärkere Anstrengungen in Alternativen investiert.

      Deswegen bin ich ja auch so für Alternativen wie In-Vitro-Fleisch, etc.., welche auf tierrechts- und umweltkonforme Art das hedonistische Bedürfnis nach Fleischgenuss befriedigen könnten. Letztlich bringt es auch nicht viel, wenn die Elte vegan lebt, Bio einkauft und sich in einer moralisch besseren Welt befindet und der Rest mit schlechtem Gewissen moralisch falsch agiert (und dem Tier ist es egal, ob es eine moralisch handelnde “Mittel- Oberschicht” Gruppe gibt, welches es nicht tötet (weil diese genug andere positive Genüsse im Leben hat), wenn es eine unmoralische “Unterschichten” Gruppe gibt, die es tut (weil sie sonst kaum positive Genüsse erlebt).

      Hier muss in der Tat “ganzheitlich” (jaja ich weiß ein Esobegriff) gedacht werden.

      Jedoch muss ich dir (aber das weißt du ja) widersprechen, wenn es darum geht, ob ein Tier überhaupt getötet werden darf aus ethischer Sicht. Ich möchte hier gar keine näheren Ausführungen machen (welche auch den Rahmen sprengen würden), nur muss ich sagen, dass der Umstand, dass es eine Unterschicht gibt, welche in stärkerer Weise in der Ausbeutung von Tieren ihre positiven Erlebnisse in ihrem Leben erhalten (und darauf auch ein Recht haben wie Mittel- und Oberschichtler auch), in meinen Augen KEIN Grund ist deswegen Erkenntnisse über Tiere zu ignorieren, weil dies den sozialen Frieden gefährden könnte, indem diese Erkenntnisse dazu führen könnten, dass besserverdienende Besseresser mit Mittelschichts- und Oberschichtssozilisation daraufhin restriktiveren Umgang mit Tieren (evt. sogar bis zum Zucht- und Tötungsverbot) fordern und mit der Zeit politisch umsetzen.

      Hier hat die Gesellschaft gefälligst dafür zu sorgen, dass ein gerechter Lastenausgleich vorgenommen wird (z.B. in dem die Gesellschaft Alternativlebensmittel stark fördert, wie heute das EEE bei regenerativen Energien) und nicht wie bisher Tiere mit ihrem Leid und Leben dafür einspringen müssen, dass der soziale Friede gewahrt bleibt und die Gesellschaft dafür nicht ihren Arsch hochbewegen muss.

      • Julia

        Ehrlich gesagt finde ich dein Unterschichtenbild etwas verzerrt und bildungschauvinistisch.

        Viele Menschen, die von Hartz4 leben, essen nie Fleisch, weil es zu teuer ist …. hier werden Klischees bedient…

        • http://www.matthias-heppner.de Matthias Heppner

          Es ist verallgemeinernd. Aber in der Tendenz ist es wirklich so, dass mittlerweile der Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch in der Unterschicht am höchsten ist.

          www.welt.de/wirtschaft/article3509742/Fleisch-wird-zum-Lebensmittel-der-Unterschicht.html

          www.dge.de/modules.php?name=News&file=print&sid=845

          “Laut NVS II korrelierten Einkommen und berufliche Stellung positiv mit dem Verzehr von Gemüse/Obst und Wasser sowie negativ mit dem Verzehr von Fleisch/Wurstwaren und Spirituosen: Im Vergleich zu Frauen der Oberschicht, aßen Frauen der Unterschicht 56 g/Tag weniger Obst/Gemüse. Männer der Unterschicht konsumierten 20 % mehr Fleisch (v. a. Wurstwaren) sowie ca. drei Mal mehr Spirituosen (8 g/Tag) als die männlichen Befragten der Oberschicht; bei Frauen fielen diese Unterschiede weniger deutlich aus.”

          www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/Ernaehrungsforschung/NationaleVerzehrsstudie/2teAuswertungsrunde-Schichtindex.html

          www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/Fleischkonsum_auf_dem_oekologischen_Pruefstand.html?cid=30190622

          “Vegetarismus und Ökologie sind vor allem in der Mittelschicht verbreitet, wo der Fleischverzehr zurückgegangen sein dürfte”, sagt Laurence Ossipow. Angehörige der Unterschicht dagegen könnten sich mehr Fleischkonsum leisten, auch wenn die Diskussion um die biologische Nahrungsmittel-Produktion langsam auch diese Schichten erreiche.”

          Für Hartz IV Empfänger mag Fleisch teuer sein, aber diesselbe Kalorienmenge mit Gemüse & Co. einzukaufen ist leider nochmals wesentlich teurer. Zumindest Fleisch vom Discounter ist spottbillig, teilweise bekommt man ganze Hühner für 2 € (dafür bekommt man ca. 200 Gramm vegane Tofubratlinge). Was für Hartz IV Empfänger zu teuer ist ist Biofleisch, welches ja als Standard gefordert wird, aber “normales” Massentierhaltungsfleisch überfordert von kaum jemandem die Kaufkraft.

  • ccm

    Mein Mittelweg besteht darin, Fleisch nur noch zu besonderen Anlässen (Feiertage, Einladungen, usw.) zu essen, oder wenn man es einfach mal sein muss. Dabei gibt es als Regeln: Das Fleisch muss noch nach Fleisch aussehen (also keine durch irgendwelche Mixer oder Fleischwölfe gedrehten Massen) und (aus verschiedenen Gründen) kein Schwein.

    Mit diesen einfach Regeln macht das Fleisch essen plötzlich wieder Spaß, weil man fast nur noch “gutes” Fleisch ist, also Fleisch, das besonders zubereitet wurde und nicht aus Resten zusammengeklebt wurde, man isoliert sich nicht sozial, hat dennoch ab und zu sein Stück Fleisch und irgendwie ein besseres Gewissen und so andere Vorteile.

    Ich habe das Gefühl, dass das eine Annäherung an einen früheren Begriff vom Fleischkonsum ist, indem es eher einmal in der Woche ein Stück gab – schlicht, weil Tiere eben vom Himmel fallen.

  • Jens Best

    Volle Zustimmung, Julia.

    Nach Jahren des “Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist billig.” steht 2012 als erste privat-politische Konsequenz mein Ausstieg an. Kein totaler Verzicht, aber ich verabschiede mich von meinem Fleischverzehr-Verhalten.

    Gerade gestern sagte ich zu einem Freund: “Komm’ lass nochmal zum Rosenburger geh’n, ich glaube so viele Burger werde ich dieses Jahr nicht mehr essen.” Und dann stolpere ich über deinen Artikel heute.

    Kultur fängt im Alltag an. Politik fängt im Alltag an. Authentizität, Transparenz, diesen Hut kennen wir Digitalos ja schon.

    Neben dem persönlichen langsamen Ausstieg in 2012 stellt sich die Frage, welche wirksamen, aber nicht anti-liberalen oder gar ungerechten politischen Massnahmen zu ergreifen sind. Einen konstruktiven Dialog hierzu würde ich mir wünschen.

    • Julia

      Ja, ich esse auch kein Fleisch mehr. Ich habe das nur in dem Blogpost nicht dezidiert angesprochen, weil ich denke, dass es nicht relevant ist, wie MEIN Essverhalten aussieht, sondern das es relevant ist, welche politischen Implikationen es gibt.

  • themell

    Schöner Rant! Musste gleich an den guten Hagen denken: “Gibts ein Menschenrecht auf Leberwurstbrot?” www.youtube.com/watch?v=sHNY1Xt-Y-o

  • https://sucherderwahrheit.wordpress.com LordSnow

    Musste ich doch glatt mein flattr-Konto wieder aufladen. Danke für diesen Artikel!

    Viele Grüße
    René

  • http://www.twitter.com/korbinian korbinian

    @julia
    mit “pöbel” meine ich eine bezeichnung für leute die aus der eigenen sicht unter einem stehen. ich diskriminiere in dem fall die leute die diese kategorie zur selbstbeweihräucherung benutzen, um dem pöbel korrektes verhalten zu herrklären – nicht den “pöbel”. das wort “pöbel” ist für mich eh kein schimpfwort.

    • Julia

      Ok. Dann empfinde ich mich aber vielmehr als Pöbel, sonst würde ich ja nicht ranten! Ich habe das Gefühl abgewertet zu werden, weil ich dem Fleischwahn entgegentrete, dass ich als Wissenschaftsfeindlich o.ä. degradiert werde ….

      Abgesehen davon finde ich es doch daneben, dass du davon ausgehst, dass Menschen, die Fleisch essen von mir als Pöbel angesehen werden. ich habe deswegen auch mein Essverhalten in dem Post auch kaum thematisiert; habe sogar noch betont, dass ich niemanden vom Fleischessen abhalten will, dass mir nur das gerante gegen Menschen, die sich gegen einen albern hohen Fleischkonsum einsetzen nervt und ich gerne das Bewusstsein der Leute hätte, dass 1€ Döner nicht normal sein kann. Und dass mir einige Fleischesser wie eine Sekte vorkommen. Und das gerante kommt eben gerade nicht von Menschen, die du dem Pöbel zurechnen würdest.

  • http://www.twitter.com/korbinian korbinian

    ja, natürlich. deine empörung gegenüber diesen idioten ist natürlich legitim, is eh klar. ich find deine erlösungserweckungskritikreaktion halt nur ein bisschen langweilig, wenn sie nicht politisch gesehen wird. “du findest mich doof” – “deswegen finde ich euch doof”, naja…

    mir kommts halt eher so vor als würdest du ein paar statements von idioten benutzen um mal selber schön viel legitimität zu haben vom leder zu ziehen. im sinne von “das wird man doch wohl noch sagen dürfen!” und “da habt ihr den beweis!”

    wenn ich 1€ für nen döner (oder zb auch 79€ für nen ring) zahle habe ich in erster linie kein schlechtes gewissen wegen der umwelt oder der toten tiere sondern wegen der menschen die sich da selbst ausbeuten um armen aber sexy berliner hipstern ihren lifestyle zu verkaufen. das hat aber NICHTS mit fleisch zu tun, mit veggiefraß beuten sich die ja genauso aus. (un)solidarität mit den opfern unserer essgestörtheit finde ich halt von beiden fraktionen pervers wenns allein dabei bleibt.

  • http://www.twitter.com/korbinian korbinian

    der letzte post war unsinn. argl. egal

  • http://www.twitter.com/korbinian korbinian

    der letzte post von mir war quatsch weil vegetarier mit ihrem fleischverzicht ja was aktiv dagegen tun, nehme ich daher zurück.

    • Julia

      Ja, das merke ich, weil ich auch nicht mehr weiß, was du hier kritisierst, Oder ob du einfach deine Abneigungen gegen mich und meine Entscheidungen (Soll die Erwähnung meines Ringes und der Hipster jetzt nur dissen, oder ist da was hinter) hier einfach mal grundsätzlich mal zum Ausdruck bringen willst. Wenn du mich verletzten wolltest, ist dir das aufjedenfall gelungen.

  • Kay

    Danke für diesen Aufschrei…

    Ein sinnvoller Umgang mit Lebensmitteln, nicht nur Fleisch, ist längst überfällig. Kollegen werfen einen völlig guten Joghurt weg, nur weil das MHD um einen Tag überschritten ist. SCHWACHSINN!

    Dann aber das Pressfleisch und den Dosenthun in Massen futtern und sich a)wundern, dass man damit dem Planeten schadet und b) auf einem “Geiz-ist-geil”-Dauerniedrigpreis bestehen.

    Auch ich liebe Fleisch, aber es ist immer noch etwas besonderes. “Früher” (so lang ist das noch gar nicht her) gab es 1-2 mal die Woche Fleisch. Das war dann auch ein Highlight. Jeden Tag Fleisch in Form von Braten, Chickenwings, Burger, Maggi-Hack-Sauce etc war und ist für mich undenkbar.

    Allerdings tangiert das ganze auch ein großes gesellschaftliches Problem – die vermeintlich fehlende Zeit. Essen ist Nahrungsaufnahme und erfolgt nebenbei und nicht mehr bewusst. Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umschaue, dann kann kaum einer ohne Tütenfraß kochen – nennt das aber so. Sicher sitzt man heute länger auf Arbeit, hat nicht mehr die alten Familienstrukturen, wo Mutti für Vati und die Kinder kocht – aber es finden sich Lösungen.

    Nochmal – Danke!

  • http://blog.tessarakt.de/ Jens

    Wieviele Gramm Salami sind denn auf so einer Salamipizza? 10? 20?

  • http://www.mplabs.de Felix

    Nach dem ersten Absatz wollte ich aufhören zu lesen; Godwin’s Law – aber ich drück mal ein Auge zu.

    Grundsätzlich gilt ja, wer laut rumschreit hat nix zu sagen. Was nämlich mehr nervt als Leute, die jeden Tag ihr Billig-Schnitzel verdrücken müssen, sind Leute, die ihre Mitmenschen mit militantem Vegetarismus nerven. Du stehst da weder auf der einen, noch, aber doch mehr, auf der anderen Seite.

    Im Grunde muss ich dir aber Recht geben; wir Deutschen essen viel zu viel Fleisch, was dazu führt, dass sowohl die Qualität des Fleisches, als auch der Tierhaltung sinkt. Dass man dann regelmäßig Gammelfleisch- oder Seuchenskandale bekommt ist kein Wunder. Diese Konsequenz scheint sich den meisten Menschen jedoch nicht zu erschließen.

    Die Gründe liegen aber nicht unbedingt in mangelndem Interesse an Tier- oder Umweltschutz, sondern in der generellen Ignoranz, die wir der Qualität der alltäglichen Dinge entgegenbringen. Geiz ist eben geil und die Werbung und Industrie hat uns das regelmäßige wegwerfen ihrer Billig-Produkte erfolgreich antrainiert – mit unserer Nahrung machen wir das Gleiche.

    Liebe Mitmenschen, esst weniger Fleisch, dafür besseres. Das macht viel mehr Freunde und hält euch dabei noch gesund.

    Liebe Julia, starke Argumente und weniger Lärm machen doch viel mehr Eindruck als lautstarkes Rumpoltern, dann hören dir auch die zu, die sich sonst genervt abwenden. ;)

    Viele Grüße,
    Felix

  • Kerstin

    Ich war 10 Jahre lang Vegetarierin…nicht, weil ich Nutztiere so süß finde, sondern weil ich mit der Haltung (eingeschlossen europaweite Transporte, schlechte Nahrung, Antibiotika etc) nicht einverstanden war.

    Vor ca. 5 Jahren bin ich dann wieder unter die Carnivoren gegangen. Dies, zum einen, weil mir das Fleisch wirklich fehlte (chronischer Eisenmangel, auch nach jahrelanger ärztlicher Betreuung nicht dauerhaft in den Griff zu kriegen) und zum anderen, weil ich einen anderen Weg für mich entdeckt habe: Mein Verlobter und ich fahren einmal die Woche zum Metzger unseres Vertrauens. Ich weiß, auf welchem Feld die Kuh steht, die ich im Begriff bin zu essen. Ich weiß, dass der Preis mich jedes Mal schlucken lässt. Dafür gibts halt nur einmal die Woche ein Hauptgericht mit Fleisch, dann aber richtig gutes Rind (schonmal für 50 € das Kilo) zum Beispiel. Für das Fleisch nebenher wird dann noch etwas Aufschnitt eingekauft….

    …und als Ex-Vegetarierin kenne ich natürlich auch all die Rezepte und Tricks. Mein Mann jedenfalls beschwert sich gar nicht mehr, dass es kein Fleisch gibt…das war zugegebenermaßen etwas Missionierungsarbeit…aber dann hat er selbst eingesehen, dass es ihm nie um den Geschmack ging…sondern um das Prinzip.

    Aber: Es geht. Es ist gesund. Es ist vernünftig.

    Und wie die Ärzte schon so schön sangen: “Und die Fäkalien tun dann auch nicht mehr so stinken…” ;)

  • http://litheart.de Sina Hawk

    Deine Einstellung entspricht dem, was ich auch schon seit Jahren lebe. Ich koche jeden Tag frisch – aber bitte nicht jeden Tag mit Massen an Fleisch. Fertigquatsch kommt mir genau so wenig zwischen die Zähne wie Wurst, bei der ich nicht mehr definieren kann, was man da hinein geworfen hat. Es muss nicht billig und viel Fleisch sein, lieber weniger und dafür hochwertig. Wenn ich ein frisches Stück Roastbeef kaufe und zubereite wie mir gerade danach ist, dann habe ich den Rest der Woche sicher keinen Hunger mehr auf mehr mehr mehr Fleisch. Fisch gibt es dank der globalen Überfischung maximal einmal im Monat – und ich lebe so ziemlich gesund, bin wenig krank, wenn ein paar Gramm zu viel auf den Hüften liegen dann wegen meiner Sportmuffelei aber nicht von McDonalds. Gemüse schmeckt, macht satt, sieht gut aus. Und Obst ist eh seit jeher mein Süßigkeitenersatz, ich kann den ganzen Süßkram nicht anpacken im Supermarkt – aber das ist ein anderes Thema.

    Gesunde Ernährung und verantwortungsbewusste Ernährung gehen eigentlich Hand in Hand. Wer sich mehr mit dem beschäftigt, was er isst, weiß woher seine Nahrung stammt und hat selbst in der Hand, ob er damit Massentierhaltung unterstützen möchte. Vegetarier kann ich nicht sein, ich habe es versucht, nicht vertragen, nicht gemocht, das will ich nicht. Ich möchte auch mal unterwegs eine Frikadelle kaufen können wie neulich geschehen und dann freue ich mich, mal wieder eine gute Frikadelle gegessen zu haben. Und ich möchte Leibgerichte wie “Gehackte Leber” auch weiterhin zubereiten und am liebsten drin baden – aber nicht jede Woche.

    88 Kilo Fleisch im Jahr pro Westler-Dekadenz-Mensch? Da wird jeder Löwe neidisch … Das muss einfach nicht sein.

  • Who Chares

    Kein Vegetarier der Welt sollte auch nur Ansatzweise über das Fressverhalten von Omnivoren empört sein. Ich war selbst seit früher Kindheit Vegetarier und musste irgendwann erkennen das man als solcher nicht weniger auf Seite der Tierausbeuter steht als ein omnivore. Fasst euch an die Nase, erkennt das ethische Dilema und rafft endlich mal das, selbst wenn es keine geschmacksähnlichen veganen Produkte gäbe, Geschmack niemals ein Argument pro Qualprodukte ist. Sowohl das Leben des Tieres, als auch die Gewichtung der Konsequenzen auf den CO² Ausstoß, als auch die globale Ernährung MUSS höher gewichtet sein als “Geschmack”. Wer behauptet veganes Essen nimmt einem Lebensqualität hat sich nicht hinreichend informiert.

    Bei einem Großteil würde die Lebensqualität steigen, weil er anfängt Dinge zu essen, die er vorher garnicht kannte.

  • http://www.smarts-club.com Carsten Hucho

    Ein inhaltlich guter Artikel – aber ich verstehe den Aufhänger nicht. Woher hast Du denn die Informationen über den Wahnsinn massiven Fleischkonsums? Doch wohl von ‘intelligenten Menschen’. Welche ‘scientists’ verweigern sich denn dieser Diskussion? Es gibt ausführliche wissenschaftliche Diskussionen – und Mahnungen – dazu.
    Warum dieser Drang, Messias zu sein, einer unterdrückten Mindermeinung anzugehören? Nein, der Wahnsinn des Fleischkonsums wird unter ‘intelligenten Menschen’ diskutiert. Manche ‘intelligente Menschen’ ziehen auch ihre Konsequenzen. Wo werden Leute ‘gedisst’, die weniger Fleisch essen?
    Die Sache ist gut und wichtig,
    aber die Feindbilder künstlich und überflüssig. Dienen sie nicht irgendwie dazu, sich selbst ein bisschen moralisch zu erhöhen?
    Vielleicht.
    finde ich.

  • Kris B.

    Also Julia.
    Erst einmal DAUMEN HOCH für diesen Beitrag.
    TOP! DAS wir in dieser Zivilisation ECHTE Probleme mit der Selbstwahrnehmung haben, weiss ich persönlich auch nicht erst seit bei “hart aber fair” der lebendig gewordene Fleischwurst GOTT der Welt wieder einmal erklären wollte, “der MENSCH BRAUCHT Fleisch” ..und dabei selbstgefällig sein Doppelkinn tanzenlässt.

    Nun dennoch kritisiere ich Fleischesser (selbst Vegetarier seit 2009, mit wachsenden Veränderungen der Nahrungsmittelzufuhr) nicht direkt. WOHL ABER deren Argumentation und mangelnde Selbstwahrnehmung.

    Allein die Tatsache, dass Menschen zu großen Teilen inzwischen gar nicht mehr wissen wollen, woher WAS und WIE kommt, wie es entsteht usw. – ich weiss nicht, nach wie vor glaube ich an den Verstand und die Kraft der Selbsterkenntnis – aber anscheinend reden wir hier NICHT von einer Selbstverständlichkeit.

    Der Mensch ist letztendlich doch ein Überlebenskünstler und ALLESESSER, das ist etwas anderes als ein “Fleischesser”. Wer mit etwas über Vitamin B12 Bedarf, Aminosäurebilanz und Notwendigkeit von Fleisch erzählen möchte, darf sich gern melden.

    Letztendlich gibt es aber dennoch einen ethischen Aspekt, es gibt einen spirituellen / persönlichen Aspekt, aber EIN JEDER muss VON SELBST Erkenntnis gewinnen.

    Anders geht es nicht, so sehe ich das.
    Ich persönlich würde jedoch zumindest sagen, sich FLEISCH zu nehmen ist einfach – aber DAFÜR ZU SORGEN das es zu einer Mahlzeit wird, einem Tier das LEBEN einfach zu nehmen, bedeutet eine GROßE Verantwortung. Solchen und anderen haben wir uns als moderne Zivilisation längst entzogen, dahingehend sehe ich ganz schlicht noch große Probleme auf uns zukommen.

    Alles hat aber Ursache und Wirkung – Konseuenzen.
    Und es ist nur Konsequenz das die QUALITÄT einer Sache in unserer “Produktgesellschaft” längst nachgelassen hat.

    Interessant ist es auch als Vegetarier, WIE AUCH ALS Fleischesser sich aus medizinischer Sicht überhaupt einmal Gedanken zu machen, was Verhältnismäßigkeit wie auch Verhältnislosigkeit überhaupt auslöst.

    Diverse Stoffwechsel und Krebserkrankungen sind auf dem Vormarsch bei uns, unweigerlich – und wir können wegsehen oder wir können hinschauen und auch einmal hinhören. Nicht wenige Mediziner nehmen GANZ KLAREN Bezug auf unsere Konsum- und Eßgewohnheiten.

    In diesem Sinne Mahlzeit.

    • Kris B.

      mit der Bitte um Nachsicht bei “Textfehlern”.

  • http://ex-enos.info/phpbb3/viewtopic.php?f=2&t=142010 Gustav

    Bin gerade eben durch Zufall vorbei gekommen. Gefaellt mir bis jetzt sehr.

  • http://www.eyeonbreck.com/forums/topic?id=95&p=536#p108308 Angelo

    Netter Blog, ich komme ab jetzt regelmaessig

  • https://plus.google.com/u/0/115680572119865888041/posts Manu F.

    Fleischkonsum & Zynismus…
    ohne viele Worte leite ich mal weiter zu Hagen Rether’s Rant:
    www.youtube.com/watch?v=hPnf5mh-IpA
    “Gesichtsmortadella” ;)
    lecker.

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