Datenschutz und Privatsphäre

Vorweg: Im folgenden Text werde ich kein Fremdwort benutzen und Sätze auf maximal wenig Zeilen beschränken. Angesichts der Kritik an meinem „Soziologengeschwurbel“ habe ich mir für diesen Blogpost vorgenommen klar und deutlich zu schreiben. Auch wenn es nicht schön ist. Angelehnt ist der Blogpost an die Reaktion von Jörg Tauss auf meinen Kommentar in seinem Blog. Ich las heute den Kommentar von Johannes Döh und wollte mich an dieser Stelle bedanken und entschuldigen für die fehlende Reaktion auf eine vorrangegangene Kontaktaufnahme. Aber manchmal habe ich sowas von keine Zeit, Energie, Muse oder Lust ….. Sorry! Gilt stellvertretend für all die, die das gleiche Schicksal trifft und in Zukunft treffen wird 😀

Zunächst möchte ich betrachten, was überhaupt „Privacy“ (also Privatsphäre und Datenschutz) ist. Meine aktuelle These ist, dass Privatsphäre der Ort der Entfremdung von sich selbst ist, also sich als das Andere betrachten. Ziel ist es quasi zur Vernunft zu finden. Platt ausgedrückt: In der Privatsphäre bildet sich durch Reflektion mein vernünftiges Ich. Dieses Ich ist integraler Bestandteil der bürgerlich-demokratischen Gesellschaft und Vorraussetzung für Freiheit als höchstes sittliches Ziel. Doch scheint eben dieser Raum in Gefahr zu sein und somit konsequenter Weise unsere bürgerlich-demokratische Gesellschaft. Nun stellt sich die Frage: Was bedroht diesen Raum? Meiner Meinung nach kommt die Bedrohung von Monopolisten, die Ressourcen und Wissen horten. Datenschutz ist nun quasi der Versuch die Menschen vor den Monopolisten zu schützen. Finde ich ehrenwert, aber nicht zielführend. Monopolisten abschaffen bzw. durch Transparenz zur gesellschaftlichen Verantwortung zwingen. Herr Weichert, könnten sie vielleicht eine Leaking-Plattform unterstützen? Wir haben da gerade Bedarf.

Was wir außerdem brauchen in einer Zeit, in der wir auf eine Welt ohne Geheimnisse zurasen: Eine bedingungslose soziale Sicherung. Denn wenn mich keiner sozial erpressen kann, dann kann es mir auch egal sein, was die Menschen über mich wissen. Zentrale Aufgabe der Gesellschaft muss sein: Die Menschen schützen, OHNE like-Buttons zu verbieten. Den Menschen die Sphäre zur freien Entwicklung geben. Ich denke da konkret an: Steuerfinanzierte Krankenkasse, BGE und staatlich garantierte Infrastruktur (also Wasser, Netz, etc.), sowie kostenlose Bildung.

Nun zu den Fragen, die Jörg Tauss mir stellte: Wo sind für Dich die Grenzen der Aufgabe von Privacy? Wo sind für Dich die Grenzen bei der Verletzung informationeller Selbstbestimmung oder soll es gar keine Grenze mehr geben?

Zunächst ist, nach meiner Definition oben, eine Aufgabe der Privacy-Grenzen nur möglich, wenn man sein Ich aufgibt. Freiwillig kann man das natürlich tun. Ich glaube jedoch, dass sich unsere Vorstellung des modernen Subjekts so tief eingegraben hat, dass keiner diese Grenzen ganz aufgeben können wird. Also, was ich freiwillig ab- und aufgebe ist ja absolut mir überlassen. Deine Frage zielt nun auf den gesellschaftlichen Rahmen, tippe ich. Nun gut:

1. Niemand darf gezwungen werden Informationen über sich verheimlichen zu müssen.

2. Öffentlich relevante Daten dürfen nicht durch falsche Vorstellungen von Privatsphäre (inklusive Betriebsgeheimnis) zurückgehalten werden (RAF-Akten, Kohl-Spenden, Abgeordnetenwatch, Facebook (also ich will z.B. dass FB seine Algorithmen öffentlich macht)

3. Jeder soll selbst entscheiden können, welche Daten er preisgibt. Das gilt in erster Linie für eindeutig personenbezogene Daten, also: Krankendaten, Geburtsdaten, Wohndaten, Sexualität, Religion.

Abgesehen davon: Die Würde steht unter Schutz, Grenzen setzt das Grundgesetz. Aber es sollte klar sein, dass die Fragen natürlich leichter gestellt sind, als beantwortet und jeweils mit Einschränkungen verbunden sind (Was ist öffentlich relevant? Was überhaupt freiwillig?) Zum Beispiel neige ich sehr dazu die traditionellen Vorstellungen von Privatem heranzuziehen. Also das klassische „Religion und Sexualität“ – und natürlich stehe ich da mit dem Grundgesetz auf einem Boden und akzeptiere diese rechtlichen Schranken. Dennoch will ich, dass eben das dogmatische mal abgezogen wird und gefragt wird: Warum? Warum sind Religion und Sexualität per se privat? Welche Folgen hat das für die Gesellschaft? Gibt es negative? Sexualität ist, nach Sennett, vor allem auch ein sozialer Akt. Das gleiche gilt für religiöse Ansichten, die meine sozialen Handlungen festlegen. Mit der Privatisierung dieser Bereiche gehen meiner Meinung nach Probleme einher, die auch zur Debatte stehen müssen. Was bedeutet es für das Gemeinwesen, wenn Teile desozialisiert werden, ja a-sozialisiert? [Wir können das bzgl. Religion an den USA beobachten, wo jede noch so irre Sekte ihre Berechtigung hat. Staaten mit Staatskirche dagegen habe eine höhere Agnostikerquote. Und die verzerrte Sexualität in unserer Gesellschaft will ich gar nicht erst besprechen.]

Die Probleme, die wir zur Zeit zu bewältigen haben sind ein Effekt „neoliberaler“ Haltung, die meiner Meinung nach einen Kern in der Fetischisierung des Privaten hat. Freiheit ist jedoch nur innerhalb der Gesellschaft möglich und hat immer eine soziale Komponente. Wie können also Bereiche, die wesentlich zur freien Entfaltung und Freiheit gehören, einfach von dieser sozialen Ebene entfernt werden? Interessanter Beitrag mehr oder minder dazu von Axel Honneth: http://www.zeit.de/2011/34/L-S-Honneth/komplettansicht

Auch im Bereich Krankendaten ist es schade für die Wissenschaft und den medizinischen Fortschritt keine zentrale Datenbank zu haben. Ähnlich ätzend sind sozialwissenschaftliche Erhebungen, die wegen Datenschutzbedenken regelmäßig unbrauchbar werden. Siehe: Our data, ourselves

Persönlich habe ich eigentlich kaum Daten, die ich unter privacy verstecken wollen würde. Ich werde etwas schamhaft, wenn es um Sexualität geht, aber sonst gilt: Was ich nicht will, was jemand weiß, dass bleibt in meinem Kopf. Ich spreche dagegen sehr offen über meine Depressionen und Panikattacken. Ich glaube, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Privatsphäre zum Selbstzweck geworden ist und halte das für falsch.

Aber du willst wahrscheinlich auf eine konkrete politische/juristische Bewertung hinaus. Ich kann dir keine Antworten für die Fragen geben, welche die digitale Revolution aufwirft. Niemand kann das zur Zeit. Wie sollen wir die Zukunft bewerten, wenn wir noch die Prämissen der Vergangenheit haben? (Vorstellung von Arbeit z.B.) Und wieso sollte ich das können? Ich finde die Vorschläge, die ich bisher zur Datenschutzreform gelesen habe, u.a. in deinem Blog, sehr pragmatisch (z.B Gegendarstellungsrecht) und halte es für durchsetzbar. Dennoch ist es nur ein weiteres Feigenblatt in einem ungerechten System. Und ich will über das System reden.

So nun zur informationellen Selbstbestimmung. Du willst doch bestimmt darauf hinaus, inwiefern diese mit staatlichen Mitteln durchzusetzen sei, oder? Also natürlich ist der Kern der Republik das „Recht Rechte zu haben“ (Arendt) und diese sind natürlich nur wirksam, wenn ich sie durchsetzen kann. Man kann gewisse Tatbestände kriminalisieren und Verstöße gegen das ungewollte Verbreiten von Daten ahnden. Finde ich auch ok. Müssen die Richter entscheiden. Ich denke, dass es schon viele Rechtsmöglichkeiten gibt. Problem: Die Menschen gehen nicht vor Gericht. Zumindest nicht die betroffenen Arbeiter, was ja meist nicht so gut betuchte sind. Klagen sollte niedrigschwelliger werden und weniger kostenintensiv. Allerdings denke ich nicht, dass Selbstbestimmung durch den Staat verordnet/hergestellt werden kann. Ja, ich glaube, dass es ein Unterrichtsfach „Kritisches Denken“ geben sollte. Mehr jedoch kann der Staat kaum tun – ich bin kein Freund der Rousseau’schen Erziehung. Und wie sollen technikferne Menschen das Netz kennenlernen, wenn Facebook angeblich die Ausgeburt des Bösen ist? Siehe dazu Antje Schrupp

So also fassen wir zusammen: Jeder muss die Grenzen seiner Privacy selbst definieren. Ein Gemeinwesen muss sich Grenzen geben, um seine Struktur zu schützen. Unsere Struktur basiert auf dem Ich, also muss das geschützt werden. Die selbst definierte Privacy ist jedoch kein Selbstzweck und findet ihre Grenzen in der Sittlichkeit, also der sozialen Freiheit.

Soweit nun also meine Antwort hierzu. Ich weiß, dass es wahrscheinlich wieder nicht aureichend sein wird und sowieso wieder alle irgendwie meckern werden. Aber: Egal.

38 Antworten auf „Datenschutz und Privatsphäre“

  1. Großartiger Text! Ich liebe es, wenn – selten genug – mal jemand frische Fragen stellt und sogar eigene Antworten wagt. Ohne dazu ein ganzes Pfauenrad an glitzernden Bezügen und philosophisch-politischem Autoritäten-Namedropping veranstalten zu müssen… bevor man sich einen eigenen Gedanken wagt!

    Ich werde hier öfters reinlesen.

  2. Warum musst du deinen Text beschädigen, indem du ihm eine solch arrogante Einleitung voranstellst. Deine Herablassung, klar und deutlich schreiben zu wollen, obwohl das nicht schön (sic!) sei, hört sich dermaßen eingeschnappt und arrogant an, dass man keine Lust hat den Text zu lesen. Der Text selbst liest sich dann glücklicherweise nicht so arrogant wie die Einleitung. Es wäre schön, wenn du die Hinweise auf deinen Stil ernst nehmen würdest. Es ist nämlich wichtig, dass das, was du sagst, klar, deutlich und überzeugend gesagt wird. Ich stimme inhaltlich mit dir, was diesen Text angeht, in den vielen Fragen, überein. Transparenz gilt aber auch in der Sprache.

  3. Danke Julia für die klaren Worte. Zwar werden immer noch etliche auch diese nicht verstehen oder begreifen, aber das spielt gar keine Rolle. Einen wesentlichen Schritt nach vorne würde es bedeuten, wenn deine Kritiker wenigstens dir deine eigene Meinung zugestehen würden, sie müssen sie ja nicht unbedingt teilen. Denn diese braucht nicht in einem privaten Käfig eingesperrt zu bleiben, wenn eine Gesellschaft existieren würde, die demokratisch- freiheitlich ausgerichtet wäre.

    Warum sind Religion und Sexualität per se privat? Welche Folgen hat das für die Gesellschaft? Gibt es negative?

    Ich versuche es mal für „Religion“ zu beantworten. Ich wohne in einem katholisch geprägtem Umfeld, die CDU ist politisch dominant. Kinder werden christlich getauft, was eine Selbstverständlichkeit darstellt. Wäre ein Elternteil oder ein Pate zu diesem Zeitpunkt nicht ebenfalls katholisch, wirft dies unweigerlich bürokratische sowie gesellschaftspolitische Probleme auf. Es sollte zwar nicht so sein, aber die Realität ist eben anders. Das Kind nicht zu taufen, bereitet spätestens in der Schule Probleme. „Religion“ gibt es nämlich auch unverständlicherweise als Schulfach. Ausgrenzung von staatlicher Seite ist die fatale Folge, für die Kinder völlig unverständlich. Wer aus dem Gesellschaftsgefüge auszubrechen wagt, muss mit gesellschaftlichen Hindernissen rechnen. Wer nicht den Schritt aus einer solchen Religionsgemeinschaft jemals gewagt hat, kann es schlicht nicht beurteilen. Ich bin nach der letzten religiösen Hürde (Firmung meines 2. Kindes) aus der Kirche ausgetreten. Ich hätte es gerne früher getan, wollte aber zu Gunsten meiner Familie diesen Schritt erst tun, wenn die gesellschaftliche Ächtung kaum noch Relevanz besitzen würde. Das Mindeste, was man zu spüren bekommt, ist der Finger, der auf einen gezeigt wird, ihn aber dennoch nie sieht.

    Nun werde ich aber nicht selten mit der Tatsache konfrontiert, dass ich meine Religion auf Anträgen und Formularen, nicht ausschließlich von behördlicher Stelle, angeben muss, um nicht Repressalien erwarten zu müssen. Wozu in aller Welt ist es notwendig, dass quasi in allen (Antrags)formularen, die Religionszugehörigkeit ein Pflichtfeld darstellt?

    Ich habe erfahren müssen, dass es schlicht vorteilhafter ist, die eigene Religion, auch wenn es gar keine ist, möglichst „privat“ zu behandeln. Im Zeitalter nach 9/11 kann ich mir vorstellen, dass ein Muslim sich in weiten Teilen unserer ach so freiheitlich- demokratischen Gesellschaft sich unwohl fühlen kann. Wohl dem, dessen Umfeld weniger engstirnig eingestellt ist!

  4. Vielleicht ist es die eigenen beschränkte Auffassungsgabe, aber ich verstehe leider immer noch nur (und den Begriff find ich kacke, aber anscheinend ist es jetzt als solches definiert) “Soziologengeschwurbel”.

    Da sind irgendwelche Thesen von irgendwas mit irgendwem oder andersrum niedergeschrieben und auf die Frage also solches, was denn eigentilch nun „Postprivacy“ sein wird, find ich irgendwie keine Antworten. :/

    Wenn es echt mit der Erkenntnis getan ist, das es sich nicht verhindern lassen wird, das persönliche Informationen öffentlich werden (und zum Teil sogar gewünscht) und wir deshalb alle nicht mehr fies zu einandern sein (können) sollten, dann ist das aus meiner Sicht etwas…flach.

    Anstatt jemandem in einer „offenen“ Gesellschaft nicht mit seinen Daten zu nötigen, kann man jemandem auch in einer „geschlossenen“ Gesellschaft alles erzählen…
    Das sind zwei Seiten der gleichen Utopie und keine ist relevant, interessant oder sonst irgend ein Wort mit ant am Ende :).

    Jetzt fehlt noch Jörg Tauss der da jedes Wort auf die Goldwaage legt und schon hab ich nen Deja-vu…

  5. @Johannes Danke! Ja, ich meine … ja, was soll ich machen? o.o Und ja, du hast natürlich Recht – die Realität ist kacke 😉

    @T30 mmmh… Ok, also nochmal: Postprivacy hat KEINE feste Definition. Letztlich beschreibt es einen Zustand (nach dem Datenschutz) und eine private Haltung (ich gebe quasi alles preis) – die Utopie ist ein Gedankenexperiment und wirft die Frage auf: WIESO brauchen wir Privatsphäre? Und wie Johannes schön darlegt hat es ganz profane Gründe – gesellschaflicher Ausschlus, etc. Und natürlich ist es grundsätzlich eine Kritik an unserer Gesellschaft.

    Mehr eigentlich nicht. Ich frage mich schon länger, wieso die Leute so ausflippen 😀

  6. @Julia

    Danke für die Antwort.

    Warum die Leute ausflippen ist, glaube ich, der Zwiespalt, das es zwar eine nett Utopie sein mag und sicher auch eine hübsche Gesellschaft formen, wenn es denn Realität würde, aber das der mittelfristige Schritt erstmal eine Übervorteilung der Massen in ungekanntem Ausmaß bedeuten täte…

    Ich gestehe ja jedem zu über sein Steckenpferd zu debattieren, aber ich denke, dass unter Gesichtspunkten der Priorisierung von Problemen die „Öffnung der Privatssphäre“ eher zweitrangig ist. Also anstatt zu sagen „es ginge uns allen besser, wenn niemand einen Grund hätte seine Relgion zu verbergen“ sollten wir besser sagen „es ginge uns alles besser wenn wir einen säkularisierten Staat hätten“. Dann kann man nämlich in dem, dann säkularsierten, Staat immernoch darüber reden ob man die Religionszugehörigkeit zu Zwecken der soziologischen Analyse erhebt und veröffentlicht…

    Am Rande noch zur Verständlichkeit (mit einem Augenzwinkern): Den ersten (nicht kursiven) Absatz hab ich jetzt 3mal gelesen und steh immernoch daneben. Wenn DAS aus (unterstellter) geisteswissenschaftlicher Perspektive „klar und deutlich“ ist, muss ich nochmal in die Abendschule…

    Und das Leute ausflippen ist wohl zu erwarten: It’s the Internets, stupid! 😉

  7. Ich picke mir mal was raus:

    1. Niemand darf gezwungen werden Informationen über sich verheimlichen zu müssen.

    Ist es nicht andersum ein viel größeres Problem? Dass man mittlerweile gezwungen wird, Informationen über sich PREISGEBEN zu müssen? Sollte dem nicht mehr Einhalt gebeten werden? Stichwort biometrischer Pass, Stichwort Fluggastdaten, etc… Ich will auch NICHT, dass man meine Daten beim Einwohnermeldeamt abfragen oder kaufen kann und will ich NICHT, dass die Behörde dann von MIR eine gute Begründung will, warum denn nicht. Ich wills einfach nicht, basta. Daher finde ich Punkt 3 gehört hier an erste Stelle und genauso deutlich formuliert, wie der ursprüngliche Punkt 1. Ich will auch NICHT, dass die Schufa irgendwelche undurchsichtigen Rankings über mich erstellt und ICH dann noch Mühe und Kosten habe, hier regelmäßig zu erfahren, was da denn so über mich zusammen fabuliert wird.

    Ja, ich will selbst entscheiden was ich veröffentliche. Und wenn ich das irgendwo auf Facebook oder sonst wo mache, dann habe ich soviel Selbstverantwortung, dass ich es mir auch nicht verbieten lassen will. Aber dort, WO ich es gerne anders hätte, da lässt man mich nicht. Das ist doch die Krux. Oder verstehe ich hier was nicht?

  8. @T30: Gegen Deine Probleme mit vor allem dem Anfang hilft vielleicht mein (nicht unbedingt tierisch ernst gemeinter, aber, wie ich hoffe, in der Sache halbwegs korrekter) Übersetzungsversuch.

    „Meine aktuelle (also die, um welche es in diesem Text) These ist, dass Privatsphäre der Ort der Entfremdung von sich selbst ist, also sich als das Andere (zu) betrachten. „

    Die Autorin versteht unter Privatsphäre einen Ort (das kann der Schreibtisch, die Küche, ein Bistro, eine Discothek, ein Park sein, oder jeder andere Ort), an dem wir was machen können? Zuns unser eigenes Leben und Dasein und Aussehen und Fühlen und all das mal so vorzustellen und auszudenken, wie es vielleicht gar nicht ist, wir aber es gerne hätten oder sogar befürchten. Eben als fremd und als ganz andres. Der Ort ist also nicht räumlich gemeint, sondern das ist unser Kopf und das Denken darin. Und fremd bedeutet hier, daß wir uns von dem lösen, was wir als Alltag irgendwie ahnen oder als Pflicht oder Anstand oder Moral. Kurz: wie wir uns selbst sehen, wenn wir ohne alle Scham drauf los denken, wünschen, bangen und uns so ausmalen, als wollten wir uns verkleiden.

    „Ziel ist es quasi zur Vernunft zu finden.

    Da wir es hier mit Denken zu tun haben, nicht mir Gefühlen, und Denken (fast) immer irgendwie geordnet funktioniert, kommt natürlich sofort Vernunft ins Spiel. Das muß zwar nicht so sein, aber für viele Leute ist Denken und Vernunft so gut wie dasselbe. Eigentlich ist aber Vernunft eine Vorschrift, nämlich so und so zu denken (alle fahren rechts, also fahre auch besser rechts, sonst geht dein Auto zu schnell kaputt) statt anders (wow, die Sonne scheint, heute fahre ich mal links). Und wie alle Vorschriften kann man sie auch als Ziel betrachten (wie, ein gute Tänzerin, die den Vorschriften an gutes Tanzen folgt, zu sein, was ja auch ein Ziel sein kann)

    „Platt ausgedrückt: In der Privatsphäre bildet sich durch Reflektion mein vernünftiges Ich.“

    Das ist nun bloß eine Wiederholung des bereits gesagten für alle, die es gerne kompliziert lesen wollen und kann einfach überlesen werden. Deswegen nennt die Autorin es auch platt. Quasi wie ein push-up unter der Bluse, wenn das, was er pushed, auch ohne ihn Eindruck machte.

    „Dieses Ich ist integraler Bestandteil der bürgerlich-demokratischen Gesellschaft und Vorraussetzung für Freiheit als höchstes sittliches Ziel.“

    Das ist jetzt natürlich der Hammer und stammt direkt aus dem Lerhbuch, weswegen es so verschroben daher kommt. Fangen wir also ganz langsam an, uns durch den Dschungel des Satzes hindurchzuarbeiten.
    Das vernünftige Ich , wir erinnern uns, ist genau das, welches rechts fährt wie alle anderen auch. Es ist ein Bestandteil (integral ist hier nur ein Wort, um uns zu beeindrucken, wäre es nicht integral, wäre es ja gerade kein Bestandteil, sondern nur irgend was anderes, dran Gepapptes, aber vielleicht meint die Autorin auch unverzichtbarer Bestandteil, schreibt aber, wie viele andere Leute auch, nie einfach das, was sie meint, sondern das, was besser klingt, aber egal) also es gehört zu einer gewissen Form von Gesellschaft dazu.
    Und zwar der bürgerlich-demokratischen Gesellschaft, in der alle Menschen gewisse Rechte haben sollten, eben nur weil sie Mitglieder dieser Gesellschaft sind.
    Zu diesen Rechten gehören Besitzrecht und Geschäftsfähigkeit und Wahlrecht und solche Dinge, von denen wir hoffen, daß niemand sie aus dem hohlen Bauch heraus ausnutzt, sondern sich meistens was dabei denkt, wenn er etwas Wichtiges zu tun hat.
    Unter anderem haben die Bürger dieser Gesellschaft auch die Freiheit, sich zu entscheiden (zwischen Pauschalreiseangeboten, Parteiprogrammen, Glaubensbekenntnissen und für die richtigen Schuhe zum neuen Rock, um auf der Party am Abend Eindruck zu machen).
    Und diese Freiheit soll nun auf keinen Fall mißbraucht oder verhunzt werden, indem etwa jeder so einfach vor sich hin entscheidet, wie es ihm gerade paßt, sondern es meistens mit Hilfe seines vernünftigen Ichs macht, welches, wie wir oben sahen, dadurch, daß wir uns als etwas anderes dachten, irgendwie vernünftiger geworden sein soll.
    Und deswegen, also wenn das alles dann der Fall wäre, nennt man das Ganze auch sittlich, und sogar höchst sittlich (während niedrig sittlich fast schon wieder unsittlich wäre) und das, also das höchst Sittliche, klingt doch nach einem erstrebenswertes Ziel, oder?

    „Doch scheint eben dieser Raum in Gefahr zu sein und somit konsequenter Weise unsere bürgerlich-demokratische Gesellschaft.“

    Klar, wenn keiner sich mehr als was anderes denken kann, weil er dazu keinen Ort (Zeit und Gelegenheit) hat, ist bald keiner mehr vernünftig, entscheidet sich statt mit Verstand andauernd aus dem Lameng heraus oder läßt sich von jedem dahergelaufenen Pfäffchen oder Politikerhansel oder Expertentrottel ein X für ein U vormachen, und dann wird man schon sehen, wohin es führt, wenn auf einmal die einen links dahin rasen, weil gerade die Sonne scheint, während die anderen brav rechts fahren, weil sie das automatisch immer so machen, und wieder andere dreist in der Mitte durchzubrechen versuchen. Von einer bürgerlich-demokratischen Gesellschaft kann dann sicherlich nicht mehr lange die Rede sein, versteht sich.

    Capito?

    1. @susanne Danke. Wobei integral nicht einfach mit unerlässlich o.ä. ersetzt werden kann. Es ist eben die Konstante, die alle Menschen in das Gemeinwesen integriert. Auch finde ich deine Beschreibung von Vernunft nicht richtig. Vernunft ist keine Vorschrift, sondern die Möglichkeit des Erkennens von der Wirklichkeit der Welt. Ich setze es ganz und gar nicht mit Denken gleich – denken ist ja nur ein Mittel zur Vernunft. Und es geht auch ganz und gar nicht um das Ausblenden von Emotionen – im Gegenteil gehören die zum Prozess der Ich-Findung dazu. Ich schätze es ja, wenn du meinen Text übersetzt, aber ich finde es nicht ok, wenn du meine Worte abwertest, obwohl sie genau so richtig an der Stelle stehen, wie sie da stehen. Außerdem: Was ist an der Aussage: „In der Privatsphäre bildet sich durch Reflektion mein vernünftiges Ich“ Kompliziert? Aussage: In der Privatsphäre reflektiere ich über mich und mein Leben, meine Ansichten, etc. So entwickele ich mich zu einem aufgeklärten Menschen – dem Ich.

      @T30 Also sich selbst von außen betrachten quasi. Es geht ja darum sich außerhalb seiner sinnlichen Welt zu verstehen. Also was hat mich zu dem gemacht, was ich bin? Wie wurde ich so? Wer hat mich geprägt? Also sich selbst im gesellschaftlichen Kontext betrachten: Welche Verantwortung habe ich? Was will ich erreichen? Wie soll die Gesellschaft aussehen, in der ich leben will? Das ist nicht nur denken, sondern auch fühlen, beobachten, erkennen ….

      @dennis nein, es ist eben nicht andersrum. Das ist exakt mein Punkt. Und das ist auch keine Hierarchie, sondern einfach Punkte. Mir geht es doch genau darum: Wieso willst du das einfach nicht? Privatsphre als Selbstzweck lehne ich ja ab.

  9. @Susanne

    Danke für den Aufklärungsversuch. Also allem ausser dem ersten Satz kann ich jetzt glaub ich folgen. 🙂
    Aber das ist irgendwie immer noch „Geschwurbel“. Ist aber auch nicht so wichtig. Ich glaub die Idee hab ich begriffen und wie jetzt zur Hölle das „sich als das Andere betrachten“ gehen soll geht wahrscheinlich nicht mehr in mich. Ich brauch Zahlen und Formeln für sowas :D.
    Aber ich bin dankbar für die Mühen. Besonders das Ausmalen der freien Entscheidung mit Pauschalreisen hat mir gefallen.^^

    Ansonsten sehe ich das ein bisschen wie Dennis. Was spricht dagegen erstmal daran zu arbeiten, das man NICHTS preisgeben muss und dann wenn das erreicht ist, es so einzurichten, dass man ALLES preisgeben könnte?

    Wenn die U-Bahn eh kostenlos ist, warum muss der BVG dann wissen wer mit ihr fährt? (von Statistik und Wartung mal abgesehen)
    Anstatt andersrum zu sagen, da die U-Bahn ja kostenlos ist darf ruhig jeder wissen, dass ich ein miserabler Autofahrer bin…

  10. @Julia

    Tut mir leid, daß meine Übersetzung Dir (partiell) als Abwertung anmutete . Ich wollte in der Tat nur schnell dolmetschen.

    Übrigens: “integral‘ ist übrigens etwas anderes als ‚integrierend‘.

    Ein integraler Bestandteil, so dieser Ausdruck mehr aussagen soll als, daß das fragliche Teil in eine Gesamtheit integriert sei, muß nicht einer sein, der andere Teile in das Ganze integriert.

    Das Singalhorn ist z.b. ein integraler Bestandteil eines Autos (laut StV-Zulassungsordnung), aber es integriert kaum eines der anderen Teile (wie die Bremsen) in dessen Gesamtheit, obwohl es gerne da statt der Bremsen benutzt wird, wo besser diese benutzt worden wären.

    1. @susanne
      Duden:
      integral
      Adjektiv – zu einem Ganzen dazugehörend und es erst zu dem machend, was es ist

      Ich meine letzteres.

      @t30 das freut mich 🙂 Naja, für den nicht geisteswissenschaftsnerd sind das vielleicht neue Ideen und Vorstellung. Was meinst du wie ich guckte, als ich das erste mal mit „HAckern“ gequatscht habe. Neue Welt. Komplett neue Welt. Und nein, es ist eben nicht räumlich und körperlich begrenzt, sondern eben eine IDee – in meinem Kopf quasi 🙂

      @mh ich kann ihnen mal wieder nur zustimmen. So toll und erfahren wie sie sind <3

  11. [QUOTE]Also sich selbst von außen betrachten quasi. Es geht ja darum sich außerhalb seiner sinnlichen Welt zu verstehen. Also was hat mich zu dem gemacht, was ich bin?[…[/QUOTE]

    Ok, ich verstehe (glsub ich) was gemeint ist. Bringe ich gar nicht mit dem Begriff Privatsspähre zusammen, weil ich das eher als „Ort eines Handelns“ kategorisieren würde. Aber wahrscheinlich ist das einer der Gründe weshalb es mir so schwer fiel (fällt) den Sinn zu greifen.

    Im Grunde wäre dem ja mit einer ruhigen aber beobachteten Ecke in einer Zelle getan. Da kann man auch gut über sich nachdenken und evtl. ein vernünftiges Ich finden. Aber Privatsspähre ist doch immer auch die Möglichkeit private Dinge zu machen. Ein Schrebergarten mit hohen Hecken quasi 😀

  12. wenn es eine antwort auf diese fragen gäbe, hätten wir auch funktionierende gesellschaften. wir reden bei diesen punkten ja tendenziell über so gar nichts neues, sondern lediglich über eine neue zusammenführung von informationen die bisher sehr partiell, und somit kaum gesamtbildlich, durch die welt schwirrten. da sinkt lediglich der aufwand, bei der möglichkeit die informationen zu beschaffen und zu verwerten.

    womit wir uns an dieser stelle schlichtweg abfinden müssen ist, dass jegliche information, die irgendwo gespeichert wird, auch zugänglich ist. das paradox eines starken datenschutzes diesbezüglich ist mE, dass er informationen monopolisiert. und zwar nicht umbedingt bei den speicherstellen, sondern immer dann, wenn jemand in der lage ist sich dieser informationen zu bemächtigen.

    bemächtigung, in diesem sinne kriminelles handeln, ist absolut unreguliert und unregulierbar. dagegen gibt es keinen schutz. schutz, regulation, gibt es nur gegen den legalen part des wirtschaftlichen seins. das kann man hinbekommen, es löst nur nicht das bestehende problem und erst recht nicht die dadurch folgende monopolisierung der informationen in nicht gewünschten händen.

    das ist, im weitestgehendem sinne, eine form des krieges. d.h. es braucht hier der eskalation, damit die gesellschaft dahingehend umdenkt, dass sie informationen über andere als zunehmend unkritischer einstuft. das kann man gesetzlich bestenfalls flankieren, niemals aber lösen.

    es gibt diesen ansteigenden aktzeptanzgrad auch schon seit ewigkeiten. ganz früher war das im kleinen rahmen der klatsch & trasch am nachbarszaun (jaja, gibts immer noch), der als soziales bindungsglied die vorhandenen informationen verteilte, überspitzte und dadurch für eine verteilung kritischer informationen diente, die eine ausgewogenheit generierten. so von wegen: dat is ja genau so ne sau wie ich .. ähnlich der erdung prominenter persönlichkeiten durch die klatschpresse, die bei allem jubel, auch immer für das bittere ende sorgt.

    d.h. die regulation des legalen, einhergehend mit einer pro-aktiven offenheit in kritischen punkten und die komplettverweigerung der öffentlichkeit bei den dunklen seiten des jeweiligen subjekts, waren und bleiben der beste schutz vor dem, was man nicht kontrollieren kann: das tun anderer menschen.

    von oben betrachtet dreht sich die diskussion bei diesen themen immer nur darum, ob wir nen milimeter nach rechts oder links gehen. es ist aber durchaus faszinierend, was für ängste so eine beschleunigung des seins auslösen kann. <3

    btw: im details ist dann aber tatsächlich die frage, ob das recht auf synonymität nicht auch ein kontraproduktives element ist, denn es dient ausschliesslich dem selbstbetrug dahingehend, dass man sich durch seine taten nicht direkt betroffen fühlt. das mag ja bei kritischen diskussionen erstmal helfen, bei der zusammenführung von daten, ergeben sich dann aber genau diese kritischen informationen, von denen man nicht wirklich weiß, ob man sie auch direkt nach außen geben würde. wobei der konterpart natürlich auch die umgebung ist, die dinge weiß aber nicht verwendet.

    das größte asset ist dann nicht, dass man durch ein BGE vielleicht abgesichert leben kann, was ich mathematisch/wirtschaftlich eh nicht herleiten könnte, sondern dass man ein möglichst großes soziales netzwerk hat und innerhalb dem ein starken rückhalt. vertrauen.

    mfg
    mh

  13. @Julia Nun, ich möchte es deswegen nicht, weil ich nicht möchte, dass andere mit meinen Daten Geld verdienen. Das sind meine Daten, und die gehören mir. Und ich bestimme wo ich diese veröffentliche und wozu. Und wenn ich sie irgendwo veröffentliche ist das kein Freibrief für andere, sich zu bedienen.

    Ich erinnere mich.. ich hatte meine Webseite brav mit Impressum ausgestattet. Nur um eventuellem Ärger aus dem Weg zu gehen.

    Was finde ich kurze Zeit später? Meine Adresse in einen Webverzeichnis für Business-Kontakte einer Telekom-Tochter. Ich hatte also meine privaten Daten, die ich ungern ÜBERHAUPT so komplett mit Straßenname und Hausnummer veröffentlichen wollte aufgrund der deutschen Rechtsprechung mehr zwangsweise als freiwillig in meinem Impressum angegeben. Und prompt haben sich welche dran bedient.

    Und bei den Einwohnermeldebehörden ist es genauso. Die verticken munter unsere privaten Adressdaten und ich kann (zumindest in meiner Stadt) nur dann eine Auskunftssperre verhängen, wenn ich nachweisen kann, dass „Leib und Leben“ bedroht sind. So die Auskunft der Sachbearbeiterin.

    Ich finde es auch nicht toll, wenn irgendjemand sich eine Auskunft über mein Bankkonto einholt und ich es nicht erfahre. Wenn ich solche Auskunftsersuchen schon über mich ergehen lassen muss, sofern sie denn stattfinden, wäre es nur fair und gerecht, jeden Zugriff auf meine Daten mir als Eigentümer zu melden. Ich will wissen, wer was von mir wissen will.

    Das mal wieder irgend einer meiner Datensätze vertickt wurde merke ich immer dann, wenn sich plötzlich Anrufe von lästigen Versicherungsvertretern häufen, die mir private Krankenversicherungen, Immobilienfinanzierung oder sonstwas für Zeugs andrehen wollen. Und es ist Dir fast unmöglich diese Schmeißfliegen wieder loszuwerden. Egal was Du sagst, da rufen immer neue an…

  14. @dennis:

    zum thema impressum: treuhänder hilf

    die abfragen des bankkkontos kann man pro-aktiv herausfinden. einfach mal bei der bank anfragen. ggf. über nen anwalt.

    komplizierter ist es da mit dem einwohnermeldeamt. das verticken kann man nicht verhindern, nur die auswirkungen. also robinson-liste, telefon- und brancheneintragswidersprechungen etc.pp

    ja.. dadurch wird man die seriösen nervbolde los.

    also es ist nicht so, dass wir komplett wehrlos dieser welt ausgeliefert sind. es ist nur mit aufwand verbunden. eben wie man auch über monate hinweg email-newsletter abmelden muss, die sich im lauf der zeit ansammeln, um sie wirklich los zu werden. und dann plötzlich stellt man fest, dass das meiste selbst gewählter/erduldeter spam ist und eben nicht viagra und vergrößerungsangebote.^^

    mfg
    mh

  15. [blockquote]komplizierter ist es da mit dem einwohnermeldeamt. das verticken kann man nicht verhindern, nur die auswirkungen. also robinson-liste, telefon- und brancheneintragswidersprechungen etc.pp
    [/blockquote]

    [blockquote]…nur dann eine Auskunftssperre verhängen, wenn ich nachweisen kann, dass “Leib und Leben” bedroht sind. So die Auskunft der Sachbearbeiterin. [/blockquote]

    Das ist eine Falschauskunft. Es gibt Differenzierungen. Die beste Lösung dafür bietet mal wieder die Piratenpartei an (andere Parteien bieten eigentlich nichts zu diesem Thema an):
    http://www.optoutday.de/

  16. du blockst die automatisierte weitergabe und diverse personengruppen. normale registeranfragen sind weiterhin möglich.

    das erschwert, verhindert aber so gar nichts.

    mfg
    mh

  17. (Tauss ist glaube ich in Urlaub)
    Manche Deiner geschichtsfreien Gedanken irritieren mich heftig:
    „Warum sind Religion und Sexualität per se privat?“
    In Dänemark sollen im Zweiten Weltkrieg nur 1 % der Juden vernichtet worden sein, weil es keine Register gab, in denen die Religion vermerkt war. Sie überlebten, weil Religion privat war. Kuckst Du hier: http://www.heise.de/tp/artikel/6/6861/1.html

    Tauss hat einen anderen Blickwinkel. Der kommt nicht nur zur Vernunft, wenn er bei sich ist („In der Privatsphäre bildet sich durch Reflektion mein vernünftiges Ich“), sondern auch, wenn andere dabei sind. Insbesondere schaut er mit dem Blickwinkel des Staates. Beim Lauschangriff (wo ein Polizist (nicht nur ein Richter, wie es gelogen wurde) bei Meldung eines Denunzianten eheliche Schlafzimmer belauschen darf (was gleich mehrere Grundrechte in die Tonnen tritt)) hatte sich Tauss noch dem Fraktionszwang der SPD-Extremisten gebeugt, die irgendwas am Hindukusch verteidigen, was mittlerweile 30.000 Menschen in Afghanistan das Leben gekostet hat in den letzten 10 Jahren sieglosen Krieges. Beim BKA-Gesetz hat Tauss dann dankenswerterweise njet gesagt. Das hat ihn den Kopf gekostet und Struck hat dafür gesorgt, dass er weg kommt.

    Das BKA war die Ursache, dass wir eine Datenschutzdiskussion bekam. Der Präsident Horst Herold entwickelte in den 70ern den Wahn, dass er als „Sozialhygieniker“(so nannte er sich selbst) die Bevölkerung dermaßen überwachen müsste, das er vor den Straftätern am Tatort sein wollte. Hans Martin Schleyer aber musste verrecken, weil Herold seinen Landen nur schlampig führte und für die Hinweise aus der Bevölkerung der Meldeweg ins BKA versagte. Die Schleppnetze der Rasterfahndung waren so exzessiv, dass den Bürgern der Kragen platzte. Die naive Anmerkung „Aber ich habe doch nichts zu verbergen“ kann bei Angesicht des realexistierenden Ausrastens und enthemmten Agierens des Polizeistaates nur als weltfremd gesehen werden. Wir haben die Datenexzesse gerade wieder im arabischen Frühling gesehen.

    Anderes Beispiel: der katholische Innenminister will, dass alle Bürger mit Klarnamen im Internet diskutieren. Die Familienministerin dagegen hält das für viel zu gefährlich und rät Kindern und Jugendlichen, auf gar keinen Fall im Internet einen Klarnamen zu verwenden. Vielleicht hängt das auch zusammen mit ihrer Erfahrung, die sie bei der Aufwältigung der Straftaten von Intensivtätern aus dem katholischen Klerus machte. Als Vater halte ich den Innenminister aus der katholischen Burschenschaft, wo Frauen verboten waren, für verantwortungslos.

    Es geht bei Datenschutz und Privatsphäre nicht nur um die Wellness-Gefühle der Spackeria, sondern auch um harte Gefahren eines aus dem Rudern laufenden Staates. Es geht auch, um die schlechten Erfahrungen, die wir in den letzten 80 Jahren mit den Staaten gemacht haben, die mit Daten nicht verantwortungsvoll umgehen. Als Politiker sieht daher Tauss auch immer mit dem Auge des Gesetzgebers. Und ich unterstütze ihn in seiner Haltung.

  18. du blockst die automatisierte weitergabe und diverse personengruppen. normale registeranfragen sind weiterhin möglich.

    das erschwert, verhindert aber so gar nichts.

    Das ist keine automatisierte Weitergabe bei den Meldebehörden. Da klopfen z.B. Marketing- Unternehmen an und erhalten gegen Bezahlung die Datensätze der Bürger. Dem kann man in gewissem Maße vorbeugen, indem man halt seinen Datensatz sperren läßt. Fortan dürfen nur noch diejenigen die Daten erhalten, für welche eine Ausnahmeregelung gilt. Das ist keine Verhinderung, aber eine Erschwerung ist immer noch besser als gar nichts zu tun. Die Maßnahme verhindert also die Weitergabe meiner Daten an Firmen und Leute, die sie ohne diese Maßnahme ungehindert erhalten würden. Deshalb habe ich auch bewusst auf eine Differenzierung hingewiesen. Schlimm genug, dass man als Bürger überhaupt solche Dinge tun muss…

  19. Hallo Julia,

    Ich würde mich freuen wenn du dich mal kurz (oder lang) mit dem Buch „The Net Delusion: How Not to Liberate The World“ von Evgeny Morozov beschäftigen könntest.

    Sperling

    1. Ich habe ihn auf dem taz-Kongress gesehen und habe mich mit dieser Seiter des Netzes auch beschäftigt – ich weiß, wie böse die Welt sein kann; obwohl ich immer noch überrascht werde in Details 😀 Ich finde seine Arbeit sehr wichtig – es ist vollkommen klar, dass die Mächtigen das Netz nutzen, um ihre Interesse zu wahren. Nicht nur habe ich daran nie gezweifelt, auch habe ich mich viel und intensiv mit Außen- und Sicherheitspolitik beschäftigt.

      Deshalb glaube ich, dass Iran nicht so stabil wegen sondern trotz der Entwicklungen ist.

      Meine Position in diesem Diskurs über das Netz betrachte ich jedoch anders. Über die Gefahren des Netzes kann ich jeden Tag lesen – BILD, das FAZ-Feuillton alleine berichten laufend über, wenn auch andere, Gefahren der Entwicklungen.

      Ich weiß, dass die Umbrüche in Nordafrika nicht durch Facebook und Twitter kamen, sondern durch die Menschen, Trotzdem, und das weiß ich von Menschen, die mit Aktivisten vor Ort Kontakt haben/hatten, ist die Tatsache, dass die Vernetzung eine Gemeinschaft gebildet hat, die es vor 15 Jahren einfach noch nicht gab.

      Ich will einfach mal die positiven Seiten betrachten – tut, wie ich finde, sonst kaum einer. Ich will die Menschen neugierig machen und ihnen Mut geben, dass es mit dem Internet eine bessere Welt geben kann. Denn nur die Irren, die so verrückt sind zu glauben, dass sie die Welt verändern können, tun dies auch.

  20. Hallo,
    ich finde den Beitrag als Denkanstoß prima. Ich habe aber die Befürchtung, dass deine Utopie das Schicksal vieler anderer teilen wird (muss?). Die zugrunde liegende Idee ist gut, es fehlen aber die richtigen Menschen zur Umsetzung in eine konkrete Gesellschaft.
    Trotzdem sind die einzelnen Punkte durchaus bedenkenswert, auch wenn sich mir persönlich alles sträubt, wenn jemand fordert, dass ich andere mit allen meinen privaten Sachen belästigen soll. Aber jeder ist das Produkt seiner Entwicklung, warum sollte es zukünftig nicht anders sein.
    Einen Punkt, beziehungsweise eine Frage aus dem Beitrag finde ich allerdings besonders beachtenswert:

    Dennoch will ich, dass eben das dogmatische mal abgezogen wird und gefragt wird: Warum? Warum sind Religion und Sexualität per se privat? Welche Folgen hat das für die Gesellschaft? Gibt es negative?

    Ich denke das gerade diese beiden Dinge Ursache für viele negative gesellschaftliche Ereignisse sind.
    Religion ist, sobald sie in die Öffentlichkeit getragen wird, ein prima Nährboden für Auseinandersetzungen. Solange jeder für sich Glaubt, ist es meistens gut, wenn man mit seinem Glauben an andere herantritt, führt das zu Auseinandersetzungen.
    Mit Sexualität verbindet sich so viel anderes, dass eine zu öffentlich ausgelebte Sexualität in den meisten bisher bestehenden Gesellschaftsformen zu Problemen geführt hat, jedenfalls sobald es um Größere Organisationseinheiten geht.
    Natürlich wäre es schön, wenn wir in einer Gesellschaft lebten, in der es keine Diskriminierung mehr gibt. Ich fürchte aber, dass es dem Menschen als Herdentier nicht gegeben ist Individualität problemlos zu akzeptieren. Wir neigen alle dazu, Andersartigkeit abzuwerten oder zu überhöhen. Einige Reaktionen auf deine Thesen sind ein gutes Beispiel dafür. Es könnte natürlich sein, das nochmal Hunderttausend Jahre Entwicklung den Menschen dazu befähigen anders zu reagieren. Ich habe aber die Befürchtung, dass auch in Zukunft jedes als Bedrohung wahrgenommenes Ereignis uns sozusagen wieder in das Neandertal befördert.

    Peter

  21. Hey, ich bin mal so frech und poste mal was im Blog. Sieht super aus! Ich beschaeftige mich auch seit kurzem mit WordPress einige Sachen sind mit aber noch fremd. Deine Seite ist mir da immer eine tolle Motivation. Weitermachen!

  22. Ich denke die Zentralisierung der Nutzer in kleine Teilbereiche des Netzes und deren Kontrolle durch die Betreiber der Teilbereiche ist die größte Gefahr der nächsten Jahre. Und ich glaube nicht, das „alles gut“ wird – ich will frei sein, und Kontrolle verträgt sich nur in der Form von fixierten, von beiden Seiten vereinbarten Rahmenbedingungen mit Freiheit.

    Durch die Enträumlichung der weiteren (und zum Teil auch engeren) Sozialbeziehungen durch die sogenannten „Sozialen Netzwerke“ etc. laufen wir Gefahr, Personen die NICHT in diesen Netzwerken sind aus unserer Peergroup auszuschließen. Ich kann dies gut bei den Piraten beobachten, wer nicht „Twittert“, „Facebooked“ oder „Google-plused“ erhält manche Informationen gar nicht oder nur, wenn er zufällig die richtigen Mailinglisten abonniert hat 🙁

    Über die Gefahr der Aufklärung unserer politischen Arbeit durch Gewinnorientierte Unternehmen die diese „Subnetze“ des Netzes betrieben (und denen unser mehrheitlicher Wunsch nach Datenschutz und Privatsphäre sicher nicht genehm ist) muss ich dich sicher nicht aufklären. Rate mal, wem die ggfs. Informationen die uns behindern könnten mitteilen können …

    Btw: Was ich schon immer sagen wollte:

    Bewusst gewollte Freizügigkeit von Daten verhält sich für mich zur digitalen Privatsphäre wie die FKK-Bewegung zum Rest der in der Öffentlichkeit immer bekleideten Menschheit. Es mag für den einen oder andren ein Ausdruck seiner Persönlichkeit sein, aber es ist in der Gesellschaft nicht mehrheitsfähig. Die Bespitzelung und die kommerzielle Ausbeutung des Nutzerverhaltens ist in etwa so beliebt wie Spanner in Umkleidekabinen der Schwimmbäder – und ja, auch FKK-Jünger mögen keine Spanner.

    In Sozialen Netzwerken haben aber die Betreiber der Schwimmbäder oder der Strände überall Kameras aufgebaut, sie schneiden alle Gespräche mit und tauschen sich untereinander aus. Das ist leider ein Fakt, keine Möglichkeit 🙁

  23. zwei kritikpunkte:

    – du sagst du willst weniger „sozilogengeschwurbel“ schreiben, machst aber direkt damit weiter. deine texte sind teils echt nur unter heftigsten kopfschmerzen verständlich.
    – nein, in meiner privatsphäre entfremde ich mich nicht von mir. es gibt schlichtweg dinge, die gehen keinen anderen was an.

    1. @der P Punkt 1: Ok Punkt 2: Du hast den Punkt dabei nicht verstanden. Wieso willst du das nicht? Ist das einfach ein Dogma? Da steckt ja eine ganze geistesgeschichtlichen Entwicklung hinter, die ich hinterfrage.Was ist überhaupt das Ich? etc.

  24. zu behaupten, das Gegenüber habe einen nicht verstanden, ist ja auch eine ganz einfache Möglichkeit keine andere Meinung zu tolerieren.

    es gibt genug Gründe. ich glaube auch nicht das ich die hier wiederholen muss.

    trotzdem ein dummes beispiel: wenn du in einer welt leben willst, in der jeder sein genom posten kann ohne deswegen befürchten zu müssen irgendwo benachteiligt zu werden ist das ja ein schönes ziel, es verhöhnt aber diejenigen, die der meinung sind ihr genom ginge niemanden etwas an. scheiß auf die gründe. diese neue freiheit wäre nur so lange gut, wie diejenigen die noch etwas für sich behalten wollen – und das muss deren recht bleiben – dadurch nicht ausgegrenzt werden. die erfahrung lehrt uns jedoch: genau das wird passieren.

  25. @der P ich toleriere deine Meinung doch. Ich weise nur daraufhin, dass du meinen Punkt, nämlich dass dogmatische „ich will das nicht“ hiterfragen, nicht gelten lässt. Da ich dir aber keine Böswilligkeit unterstelle oder Dummheit, denke ich, dass du meinen Punkt an der Stelle nicht umfassend berücksichtigt hast – deswegen habe ich es ja nochmal erklärt. Mir geht es um die Frage nach der Funktion der Privatsphäre in der westlichen Ideengeschichte und in Ordnungsprinzipien. Da kannst du natürlich einfach jetzt sagen „Darum“ und statt Argumenten meine Herangehensweise diskreditieren, aber das wäre ja das, was du mir grade vorwirfst!

    Es geht mir nicht um die praktischen Gründe für Datenschutz und Privatsphäre in unserer jetzigen Zeit, mir geht es um eine geistesgeschichtliche Auseinandersetzung und das Erfassen eines Zeitgeistes.

    Wieso verhöhne ich die Leute, wenn mich interessiert, wieso jemanden etwas nichts „angeht“? Ich stelle mir diese Frage. Ich hinterfrage Dogmen. Und das finde ich auch gut so.

  26. Du bekommst die Antwort, dass es „dich nichts angeht“, weil jede andere Antwort wahrscheinlich schon Aufschluss auf das gehütete „Privatgeheimnis“ geben würde.

    Im Grunde finde ich auch nicht, dass das zu Hinterfragen ist. Tatsächlich bietet die Geschichte seit der Industrialisierung genügend Anhaltspunkte für eine gute Antwort, ohne dass man jetzt von einer Einzelperson eine Antwort auf das „Warum“ einfordern müsste.

  27. „Du hast den Punkt dabei nicht verstanden. Wieso willst du das nicht? Ist das einfach ein Dogma?“

    „Wieso verhöhne ich die Leute, wenn mich interessiert, wieso jemanden etwas nichts “angeht”? Ich stelle mir diese Frage. Ich hinterfrage Dogmen. Und das finde ich auch gut so.“

    @Julia: Natürlich kannst du die Leute das fragen. „Ich will das nicht, weil ich mich dabei nicht wohl fühle“ ist aber eine völlig hinreichende Antwort. Ich empfehle dir Art. 2 Abs. 1 zur Lektüre.
    Es erfordert keine Begründung, seine privaten Daten und seine Privatsphäre geheimhalten zu wollen – es erfordert dagegen eine sehr gute, wenn man die Menschen in irgendeiner Form (und sei es nur, indem man ihre Motive hinterfragt) dazu drängt, das Private öffentlich zu machen.

    Neben dem offensichtlichen und sehr realen Grund (Missbrauchsgefahr) gibt es noch zig weitere, von Scham bis hin zu der Tatsache, dass nicht jeder alles über einen anderen wissen muss.

    Nehmen wir an, deine Utopie (so ich sie richtig verstanden habe) wäre Realität, und niemand hätte negative Konsequenzen der völligen Transparenz selbst des privatesten Sachverhalts zu befürchten.
    Selbst dann wäre es immer noch ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte derjenigen, die ihre Privatsphäre privat halten wollen – genauso wie die Forderung, ihre Motive zu erläutern, ihre Persönlichkeitsrechte verletzt.

  28. quote:
    Julia Says:

    Es geht mir nicht um die praktischen Gründe für Datenschutz und Privatsphäre in unserer jetzigen Zeit, mir geht es um eine geistesgeschichtliche Auseinandersetzung und das Erfassen eines Zeitgeistes.

    Wieso verhöhne ich die Leute, wenn mich interessiert, wieso jemanden etwas nichts “angeht”? Ich stelle mir diese Frage. Ich hinterfrage Dogmen. Und das finde ich auch gut so
    ———-

    erstmal: dein gutes recht – auch eine gute idee – diese thematik _grundsätzlich_ zu hinterfragen. ein „warum?“ zu stellen selbst bei vermeintlich offensichtlichem. könnte lohnen das auszudiskutieren.

    aber: privatheit/privatsphäre (ausschließlch) als geistes-/kulturgeschichtliches bzw. gesellschafts-/staats-/systemtheoretisches „phänomen“ zu verstehen greift doch deutlich zu kurz. und eine besondere ausprägung dessen ist im aktuellen zeitgeist auch nicht gegeben. ich meine, verglichen mit wann?

    ich sehe das also als, schlicht und ergreifend, im wesentlichen begründet durch die menschliche natur (oder auch menschliche universalien). weil eben jene auch im menschen als „politisches“ oder gemeinschaftliches lebewesen niemals aufgehoben werden kann. (nur durch evolution, natürlich).

    z.b. schamgefühl. was durchaus sehr gut mit angst bzw. ekel verglichen werden kann. ich denke es ist klar, worauf ich hinaus will. einfaches beispiel hinterher: rationalität der angst vor spinnen, z.b.

    in eine andere richtung geht die (gute und richtige) argumentation in 2-3 beiträgen weiter oben. politische und gesellschaftliche verhältnisse können sich ändern. oft schneller und radikaler, als man sich es vorzustellen vermag (leider!). und dann ist privatsphäre, das „abtrennen“ des urpersönlichen lebensbereiches von der öffentlichkeit/gemeinschaft manchmal die effektivste lebensversicherung.
    eben für den fall der fälle.

    ps.
    privatsphäre ist privatsphäre
    datenschutz ist datenschutz
    man sollte das nicht leichtfertig in einen topf werfen

  29. „Die selbst definierte Privacy ist jedoch kein Selbstzweck und findet ihre Grenzen in der Sittlichkeit, also der sozialen Freiheit.“

    Was oder wer definiert soziale Freiheit und somit Sittlichkeit? Was passiert wenn die Sittlichkeit der anderen nicht mehr mit den eigenen Vorstellungen der Sittlichkeit übereinstimmen?

    Fragen über Fragen? Es hat ein Grund warum ich diese Welt nicht mehr als die meine ansehen mag.

    PS: Mach weiter und lasse dich nicht von den anderen unterbuttern.

    btw Die Betreiber von Facebook und Co. sind die Ausgeburt der „Hölle“.

  30. Pingback: Faustus Eberle
  31. toll einfach grandios muss ich sagen. Ich finde es total süß wie du sagst ich werde keine Fremdworte benutzen und meine Sätze kurz halten und dein erster Satz beinhaltet schon das erste Fremdwort. Aber ihc finde deinen Stil toll mach einfach weiter so und das die leute fleissig kommentieren zeigt ja nur das sie es auch toll finden.

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