Florence and the Machine

Manchmal sind wenige Töne und Worte ausreichend, um mich zu bannen, meine ewige Liebe zu bekommen – gewollt oder nicht. Für mich ist Kunst ein Moment der Wahrheit. Und ich finde, dass Florence Welch so einen wahrhaftigen Moment eingefangen hat. Außerdem ist es wunderschön sie zu beobachten, wie sie die Musik lebt. Angelehnt ist das Lied an ein Bild von Frieda Kahlo, dass ich mir noch ein bisschen angucken muss. Hach. 

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Datenschutz und Privatsphäre

Vorweg: Im folgenden Text werde ich kein Fremdwort benutzen und Sätze auf maximal wenig Zeilen beschränken. Angesichts der Kritik an meinem „Soziologengeschwurbel“ habe ich mir für diesen Blogpost vorgenommen klar und deutlich zu schreiben. Auch wenn es nicht schön ist. Angelehnt ist der Blogpost an die Reaktion von Jörg Tauss auf meinen Kommentar in seinem Blog. Ich las heute den Kommentar von Johannes Döh und wollte mich an dieser Stelle bedanken und entschuldigen für die fehlende Reaktion auf eine vorrangegangene Kontaktaufnahme. Aber manchmal habe ich sowas von keine Zeit, Energie, Muse oder Lust ….. Sorry! Gilt stellvertretend für all die, die das gleiche Schicksal trifft und in Zukunft treffen wird 😀

Zunächst möchte ich betrachten, was überhaupt „Privacy“ (also Privatsphäre und Datenschutz) ist. Meine aktuelle These ist, dass Privatsphäre der Ort der Entfremdung von sich selbst ist, also sich als das Andere betrachten. Ziel ist es quasi zur Vernunft zu finden. Platt ausgedrückt: In der Privatsphäre bildet sich durch Reflektion mein vernünftiges Ich. Dieses Ich ist integraler Bestandteil der bürgerlich-demokratischen Gesellschaft und Vorraussetzung für Freiheit als höchstes sittliches Ziel. Doch scheint eben dieser Raum in Gefahr zu sein und somit konsequenter Weise unsere bürgerlich-demokratische Gesellschaft. Nun stellt sich die Frage: Was bedroht diesen Raum? Meiner Meinung nach kommt die Bedrohung von Monopolisten, die Ressourcen und Wissen horten. Datenschutz ist nun quasi der Versuch die Menschen vor den Monopolisten zu schützen. Finde ich ehrenwert, aber nicht zielführend. Monopolisten abschaffen bzw. durch Transparenz zur gesellschaftlichen Verantwortung zwingen. Herr Weichert, könnten sie vielleicht eine Leaking-Plattform unterstützen? Wir haben da gerade Bedarf.

Was wir außerdem brauchen in einer Zeit, in der wir auf eine Welt ohne Geheimnisse zurasen: Eine bedingungslose soziale Sicherung. Denn wenn mich keiner sozial erpressen kann, dann kann es mir auch egal sein, was die Menschen über mich wissen. Zentrale Aufgabe der Gesellschaft muss sein: Die Menschen schützen, OHNE like-Buttons zu verbieten. Den Menschen die Sphäre zur freien Entwicklung geben. Ich denke da konkret an: Steuerfinanzierte Krankenkasse, BGE und staatlich garantierte Infrastruktur (also Wasser, Netz, etc.), sowie kostenlose Bildung.

Nun zu den Fragen, die Jörg Tauss mir stellte: Wo sind für Dich die Grenzen der Aufgabe von Privacy? Wo sind für Dich die Grenzen bei der Verletzung informationeller Selbstbestimmung oder soll es gar keine Grenze mehr geben?

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Meinung und Freiheit

Dieser Eintrag ist unter Eindruck massiver Beleidigungen und Bedrohungen entstanden. Er ist höchst emotional und irrational, denn anders kann man diesem Hass und seiner Dimension nicht gerecht werden. Ich will meine Tränen nicht verstecken müssen, meine Angst verheimlichen. Ich will, dass jeder weiß, wie es mir geht in solchen Momenten, wo eine digitale Inquisition begonnen wird. Ich will dokumentieren, dass ich für meine Ansichten gehasst werde. Ich will, dass sich Menschen betroffen fühlen. Ich will euch meinen emotionalen Schutt ins Gesicht reiben. Und es ist mir egal, wie ihr das findet.

Liebe Welt,

der heutige Tag war einer der schlimmsten, seit ich im Internet wohne. Er hat mir fürchterlich die Tränen in die Augen schießen lassen und ich bin immer noch ganz benommen von der Wucht, mit der ich mich diesmal habe treffen lassen. Und während die Tränen weiter um den gekrümmten Mund kullern, habe ich mich entschlossen, mir nicht länger zu erlauben, unter den Beleidigungen, der Hetze und der Angstmache leiden zu müssen. Aber zunächst erzähle ich einmal, was genau geschehen ist. Wie du weißt bin ich immer schon mit meinen Ansichten und Ideen angeeckt, war oftmals nicht in der Lage meine Ideen von dir und der Wirklichkeit missverständnisfrei zu kommunizieren und habe mich lieber mit den Texten von Toten beschäftigt – die beleidigen einen nämlich eher selten, wenn man ihre Meinung nicht teilt bzw. manchmal muss man einfach weiter lesen und akzeptiert die Beleidigung vielleicht sogar. „Meinung und Freiheit“ weiterlesen