Zynismus und Idealismus

Nun denk, das digitale Deutschland steht Kopf! Weil Guttenberg geehrt wird, statt mit Schimpf und Schande und Teer aus dem Amt gefedert zu werden? Weil Horst Seehofer Jagd auf Ausländer machen will? AUCH! Aber vor allem erregte eine junge, naive Göre mit ihrem Wahnwitz die Gemüter. Mit steilen Thesen, wenig Substanz und einer flapsigen Ignoranz habe ich es in eine Reihe mit Gaddafi, Magath, Zuckerberg und Merkel bei Spiegel Online geschafft. Konkret bedeutet das: Unendlich viele neue Follower bei Twitter, einen Haufen Beleidigungen (auch ziemlich sexistisch…), wunderbar konstruktive Kritik und die Erkenntnis, dass ich in diesem Leben keine klassische wissenschaftliche Karriere einschlagen werde.

Doch nun zum Inhalt, der mir abgesprochen wird. Abgesehen von den positiven Reaktionen, die durchaus sehr viel zahlreicher waren, als erwartet, ist das Thema Post-Privacy dermaßen ungenau, dass alles hineinprojiziert wird, was so geht. Und da geht einiges. Eine Begriffsdefinition ist in Arbeit.

Zunächst möchte ich dabei voranstellen, dass mir sehr deutlich bewusst ist, dass ich privilegiert bin. Darüber bin ich mir jahrelang so bewusst gewesen, dass es mich gehemmt hat. Und es hat mich zynisch gemacht. Eben das ist ein sehr berechtigter Vorwurf. Wie mein Bundesvorstand so schön schrieb: Den Chinesischen Dissidenten, die sich an Klarnamenspflicht bei Facebook stören einfach „Privatsphäre ist sowas von Eighties“ zurufen! Hier trifft er natürlich den Kern des Problems: Die globalen Macht- und Verteilungsverhältnisse dürfen bei einer Debatte wie dieser nicht vergessen werden. Ganz im Gegenteil determinieren sie auch die Verhältnisse im Internet, ist dieses doch nur ein Abbild der Gesellschaft. Nicht nur haben grundsätzlich zu wenig Menschen Zugriff auf das Internet, vielmehr ist die digitale Welt ein Biotop menschlicher Abgehobenheit. Der Hof von Versailles. Und ich zeige mit dem Finger zynisch darauf. Und lache. Menschen werden diffamiert im Netz, belästigt und ausgeschlossen. Und ich will keinen Löschmechanismus. Dass ich mich als Spackesse bezeichne ist hierbei jedoch kein unwichtiges Detail.

Wollen tue ich jedoch vieles und vieles auch nicht, alles eher unbestimmt und nicht kohärent. Zurecht wurde mir in den Kommentaren Erfolg bei der Selbstfindung gewünscht. Danke! Wissen über mein Wollen wird sich wohl erst noch ergeben, Wissen über mein Wissen ist jedoch folgendes: Datenschutz ist tot.  (Wichtig: Ist eine Zustandsbeschreibung)

Und jetzt? Bauen wir einen neuen? Aber wer soll das tun? Der Staat? Was jedoch ist der Staat in Zeiten der Entnationalisierung, der zunehmenden Entstaatlichung? Ist eine Renationalisierung notwendig für eine Reanimation des Datenschutz? Ist die EU geeignet wesentlich in die Struktur des Internets einzugreifen?

Ist es nicht gar eine Bigotterie des Staates ein Datenschutzgesetz zu stricken, aber anonymes Surfen nicht zu fördern? Mit Datenschutz vermeintliche Sicherheit zu emulieren, aber Medienkompetenz und kritisches Denken nicht zentral in der Bildung zu vermitteln? Erscheint es nicht viel sinnvoller anonymes Surfen zu lernen, anstatt eine Durchregulierung durch ein Gebilde zu fordern, dass von einer Struktur regiert wird, die im Internet wie kaum anders einen Gegenpol findet, der voller Kritik ist? Ich bin kein Etatist und werde es auch nicht werden.

Privatsphäre ist eine Idee – wie sinnvoll diese ist gilt es zu evaluieren. Denn nicht nur findet unter dem Banner Privatsphäre durchaus Gewalt statt und Missbrauch, auch eine Verbannung nicht-konformer Menschen und Lebensweisen unter dem Deckmantel der Privatsphäre ist ein Problem, das eine Überdenkung durchaus lohnenswert macht. Exemplarisch sei hier der Grundsatz „Don’t ask, don’t tell“ angeführt, der in seiner Radikalität die Entfaltung Homosexueller und das öffentliche Bekennen zu einem Lebenspartner de facto verbietet. Privatssphäre als Norm kann durchaus schaden und leistet Diskriminierung mit dem Verweis auf den Rückzug ins Private Vorschub.

Datenschutz ist kein höheres Prinzip, sondern ein Abwehrrecht. Datensparsamkeit und Datenliebe mögen Konzepte sein, Datenschutz dagegen ein vermeintlich richtiges Feigenblatt in einer falschen Welt. Einer Welt, die ausgrenzt, die diskriminiert und dabei doch so wenig dafür kann, ist sie doch von Menschen gemacht. Die Utopie zu formulieren eine Welt zu wollen, die diesen Schutz nicht benötigt – das muss das Ziel sein. Auch in der Meta-Moderne.

Achja, und ein Hoch auf die internationale Anonymität. (Ernst gemeint und geguttenbergt – denkt mal drüber nach!)

37 Antworten auf „Zynismus und Idealismus“

  1. entweder bist du neoliberal/piratig-libertär, dann ist alles verloren. aber dann sag es bitte auch so. dann muss man sich über politik keine gedanken mehr machen. oder du glaubst an regulierung durch den staat (hast ja immerhin kandidiert), dann lass uns über sinnvolle regeln für europa und den rest der welt reden. die revision der eu-datenschutzrichtlinie steht gerade an…

  2. Nach Tauss das Schlimmste was den Piraten passieren konnte…
    (Nicht als Beleidigung sondern wirklich ernst gemeint, weil eine Partei heutzutage ja nicht mehr nach Inhalten sondern nur noch nach ihren prominentesten Vertretern beurteilt wird)

    Das mit dem fehlenden Inhalt und dem nicht-wissenschaftlichen Stil unterschreibe ich sofort, hier steht in ausschweifenden Absaetzen, was in einen kurzen Satz gepasst haette. Aber das ist vielleicht der Karriere als Politikerin eher zutraeglich, sind doch schwammige, sich widersprechende Aussagen in Thomas-Mann-Saetzen durchaus gaengig.

    Fangen wir mal an:

    Weniger Kontrolle durch den Staat: Befuerworte ich bei Privatpersonen, der Umgang mit Daten bei Institutionen sollte aber sehr wohl kontrolliert werden. Wenn die Kontrolle naemlich auf einmal nicht mehr beim Staat sondern bei einer z.B. AG mit wirtschaftlichen Interessen (ok, doppelt gemoppelt) stattfindet, hat man nur den Teufel mit dem Belzebub getauscht.
    Weniger Kontrolle im Allgemeinen (=egal durch wen) benoetigt geradezu den Schutz persoenlicher Daten (also z.B. keine Weitergabe von Transaktionen etc. an die US). Datenschutz betrifft nicht nur Facebook und anonymes Surfen.
    Die eigentliche Frage sollte sein: Wie erreiche ich persoenlichen Datenschutz ohne gesteigerte Kontrolle des Einzelnen?

    Privatssphaere ist sinnvoll, da sie eine Entfaltung des Einzelnen erst ermoeglicht in einer Welt, die eben nicht perfekt ist. In der es Verbrechen, Diskriminierung und Vorurteile gibt. Wenn Datenschutz bereits Utopie ist, was soll dann eine Diskussion ueber eine perfekte Welt, die ist vielleicht wuenschenswert, aber in absehbarer Zeit wirklich ein Hirngespinst. Und waehrend man ueber so eine Welt diskutieren und sie anstreben sollte, darf man dabei keinesfalls den Schutz des Einzelnen im Hier und Jetzt vernachlaessigen.

    Privatssphaere bietet eine Moeglichkeit mit einer unliebten Vergangenheit abzuschliessen, was nicht nur auf eigenen Fehlern beruhen kann. Sein Leben zu Leben ohne dadurch Nachteile im Alltag zu haben. Nur weil man sich selber gerne in der Oeffentlichkeit praesentiert (gelle?!), heisst das nicht, dass gefaelligst auch alle Anderen ins Rampenlicht treten muessen. Sonst haben wir in unserer immer noch intoleranten Welt einen erhaengten Schueler nach dem Anderen, der das Outing durch seine Mitschueler nicht verkraftet hat.

    Privatssphaere ist der Ort wo Frauen geschlagen werden? Ich wuerde behaupten in mindestens 50% ist es der Gang an die Oeffentlichkeit, den die Frau scheut. Weswegen sie nicht Anzeige erstattet, nicht vor’s Gericht will, um ihr Leben irgendwann weiter zu leben (und nicht nur aus Angst vor dem Mann) ohne im Kopf eines Gegenuebers die Raedchen ticken zu hoeren (War das nicht die…?).

    Denken Sie mal drueber nach!

  3. Achja noch ein Tip:
    Bevor Sie das nächste mal ein Interview geben,
    bei dessen Thema sie „ALLE vor und Gegenargumente“ bereits kennen,
    empfiehlt es sich auch VORHER darüber nachzudenken…
    Und dann auch im Interview vernünftig zu argumentieren…

    Und nicht so einen Senf wie auf SpOn abzuliefern.
    Denn nur die wenigsten werden sich danach die Mühe machen,
    hier noch weiter Ihre Stellungnahme dazu zu lesen…

    Gruß

  4. Die Aufhebung von Datenschutz beendet nicht die Diskriminierung Homosexueller welche in dem Fall von „don’t, ask don’t tell“ in den USA vielmehr durch eine ganz konventionelle Gesetzesänderung erfolgt ist.
    Die Utopie einer volltransparenten Welt ist nobel, nur führt sie in der realen Welt dazu dass bsw. Arbeitgeber noch einfacher ihre Mitarbeiter ausspionieren und am Arbeitsplatz überwachen können.

    Ich finde es sehr traurig wenn intelligente junge linke Menschen sich gegen staatliche Regeln und somit für unternehmerische Willkür aussprechen und von post privacy anstatt post poverty träumen.
    Überbevölkerung, Klimawandel, Biogenetik, wir brauchen durchaus Utopien in diesem gefährlichen Jahrhundert. Aber nicht solchen postmodernen Blödsinn der Machtstrukturen ignoriert.

    „Der Staat? Was jedoch ist der Staat in Zeiten der Entnationalisierung, der zunehmenden Entstaatlichung?“ – Das ist keine Notwendigkeit und deutlich einfacher zu verändern als die hypothetische Welt ohne Mobbing und Diskriminierung.

  5. Genau das ist der Punkt:

    „Mit Datenschutz vermeintliche Sicherheit zu emulieren, aber Medienkompetenz und kritisches Denken nicht zentral in der Bildung zu vermitteln?“

    Solange man durch Datenschutzbestimmungen eine nicht existente Sicherheit vermittelt, ohne auch über die Risiken der Nutzung dieser Kommunikationsform aufzuklären, kommen wir keinen Schritt weiter. Wenn Datenschutzbestimmungen zugestimmt, die wiederum auf Grundlage der geltenden Gesetze erstellt und geprüft wurden, selbst dann bleibt Risiko. Das ist nicht bewusst, es werden einfach Häckchen gesetzt, statt sich die gerade akzeptierten Bedingungen bewusst durchzulesen. Wen schützt das vor wem?

    Es fehlt die Medienkompetenz und da so viele die Risiken nicht einschätzen können, meint man durch Regulierung ein Grundsatzproblem lösen zu können. Ich würde mich lieber mit den Ursachen beschäftigen und genau das erfolgt nicht.

    Wenn dann etwas sarkastisch argumentiert wird und uns der Spiegel vorgehalten wird, dann möchten wir das Spiegelbild nicht sehen.

    Moni

  6. ——–
    Schramm: Keine Macht den Datenschützern. Wir finden, dass die aktuelle Diskussion um den Schutz von Daten an der Realität vorbeigeht. Wir leben in einer vernetzten Welt, wo Privatsphäre durch das Internet nicht mehr möglich ist. Nun müssen wir sehen, wie wir damit umgehen.
    ——–
    Keine Macht den Daten-Lobbisten. Wir finden, dass das aktuelle Interview bzw. die Meinung von Fr. Schramm vollkommen an der Realität vorbeigeht. (und an Naivität kaum zu überbieten ist)
    Privatsphäre im Internet ist sehr wohl, ohne Informatikstudium möglich.
    Denn es ist (größtenteils) jedem selbst überlassen, wie viel er wo, mit welchem Wahrheitsgehalt, über sich preis gibt. „Man muss halt mal sehen (nachdenken) – wie man mit dem Medium Internet umgeht.“

    ——–
    Schramm: Das ist zwar ein schöner Anspruch, aber meine Daten können mir nicht mehr gehören. Wir haben längst die Kontrolle darüber verloren. Ob wir es nun gut finden oder nicht: Privatsphäre ist sowas von Eighties. (lacht)
    ——–
    Das ist zwar ein schöner Irrglaube, aber meine Daten gehören nach wie vor mir. Ich habe noch lange nicht die Kontrolle darüber verloren – ob Sie das nun gut finden oder nicht… aber ich weiß ja bereits: „Denken – sowas von Eighties“ (lacht)

    ——–
    Schramm: Wie denn? Der Aufwand, private Daten zu kontrollieren und zurückzuhalten, ist mittlerweile unverhältnismäßig hoch. Im Endeffekt können wir uns nicht dagegen wehren. Deswegen wollen wir eine Diskussion über Post-Privacy anstoßen, als Flucht nach vorne.
    ——–
    Banale Antwort: „Einfachmal die Fresse halten.“ (Zitat: Dieter Nuhr)
    Der Aufwand, private Daten zu kontrollieren und zurückzuhalten, indem man nicht jedem alles auf die Nase bindet, 200 Statusmeldungen am Tag in die Welt bläst und nicht überall seine echten Daten angibt wo ein * ist – ist verhältnismäßig einfach. Im Endeffekt kann man sich super leicht dagegen wehren. Deswegen sollten wir eine Diskussion über „Intelligence-Internet-Using“ anstoßen, als Flucht nach vorne.

    ——–
    Schramm: Das ist erst mal eine Zustandsbeschreibung, wie der Begriff schon sagt, nach der Privatsphäre. Gleichzeitig ist es auch eine Utopie, die Idealvorstellung einer Gesellschaft, die Privatsphäre nicht mehr nötig hat, weil es keine Diskriminierung mehr gibt.
    ——–
    „Intelligence-Internet-Using“ ist erst mal eine Zustandsbeschreibung, wie der Begriff schon sagt, zu Erhaltung der Privatsphäre. Es ist keine Utopie, die ohne die Idealvorstellungen einer perfekten Gesellschaft auskommt, in der die Privatsphäre abgeschafft wird und ein totalitärer Staat errichtet werden kann.

    ———-
    Schramm: Es mag dann zwar immer noch Platz für Privatspähre geben, im Sinne der Trennung Hannah Arendts von öffentlichem und privatem Raum. Aber sie wird nicht mehr als Schutz notwendig. Viele Datenschützer argumentieren ja mit wirtschaftlichen und staatlichen Repressionen, die drohen, wenn die eigenen Daten nicht genug geschützt sind. Außerdem glaube ich, dass der Wunsch nach dem Schutz der Privatsphäre eine Reaktion auf eine unsichere und potentiell gefährliche Umgebung ist.
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    Es mag zwar Platz für gegensächliche Meinungen existieren, im Sinne der Meinungsfreiheit. Aber die Privatsphäre ist nach wie vor zum Schutz notwendig. Viele Datenschützer argumentieren genauso, weil sie die reale Geschichte einiger totalitärer Staaten kennen (Stichworte: DDR, Stasi), das war keine „Drohung“ oder „Angst“ sondern – nun kommts: REALITÄT!
    Außerdem glaube ich, dass die Privatsphäre mich in der Tat vor dieser unsicheren und definitiv gefährlichen Umgebung schützt. (aber, geben sie ihren Wohnort ruhig den freigelassenen EU-Vergewaltigern preis, soll nicht mein Problem sein)

    ——
    Schramm: Im Internet ist es eben vorbei mit der Privatsphäre, darüber sollte man sich klar sein. Schon der Begriff Datenschutz gaukelt eine falsche Sicherheit vor, die es praktisch nicht mehr gibt. Die einzige Alternative ist, anonym zu surfen.
    ——–
    Im Internet ist eben bei den Meisten vorbei – mit gesundem Menschenverstand. Darüber sollte man sich klar sein. Schon der Begriff „Verstand“ gaukelt eine falsche Intelligenz vor, die es praktisch nicht mehr gibt. Die Einzige Alternative ist – sich GEDANKEN zu machen.

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    Schramm: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich im Gegenzug auch viel zurückbekomme, neue Freundschaften, Anregungen, Unterstützung. Einige Freunde haben mir gesagt, dass ich nicht über sie schreiben soll, das respektiere ich natürlich. Und ich muss mit den Konsequenzen rechnen: Wenn ich mich irgendwo bewerbe, kann mein Chef mit Google sofort herausfinden, dass ich für die Piratenpartei bei einer Wahl angetreten bin.
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    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich im Gegenzug AUCH viel zurückbekomme, dubiose „Freundschaften“, SPAM, Sexmails, Penisverlängerungswerbung alles Anregungen und Unterstützung – je nach Auslegung. Ein Glück, das ihre Freunde noch selbstständig denken und gut das sie das respektieren. Ein Anfang. Mit dem letzten Satz, haben sie Recht. Ob das nun ihr Vor- oder Nachteil ist, wird sich in der Künftigen Jobsuche zeigen… aber vergessen sie bitte auch nicht all die negativen Kommentare, die nun mit ihrem Namen für immer verbunden sind.

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    Schramm: Privatsphäre ist auch der Ort, wo Ehemänner ihre Frauen schlagen. Aber wir wollen auch keinen anarchistischen Zustand, in dem es überhaupt keine Privatsphäre mehr gibt. Es muss schon noch Einschränkungen geben
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    Das exhibitionistische Internet ist auch der Ort, wo Se*videos von „naiven Freundinnen“ veröffentlich werden, die glauben ihr Freund will das Se*video nur für den „Privatgebrauch“ drehen… oder Kinderp*rnos straffrei getauscht werden. Da muss es schon noch Einschränkungen der (zumindest meiner) Privatdaten geben! Denn ich will das peinliche Fotos / Videos von mir – auch bei mir bleiben. Der einfachste Weg dazu: Ich behalte sie für mich.

    Bis dahin gilt ein Spruch, den ein Spon-Forist gepostet hat – und den ich sehr zutreffend finde:

    „Stop the pain, use your brain!“

  7. „Privatssphäre ist eine Idee – wie sinnvoll diese ist gilt es zu evaluieren.“
    Erstmal ist es ein Grundrecht.

    Wieder ein Beitrag der auch inhaltlich in eine SMS gepasst hätte. Ich vermisse Reflektion und die Überlegung ob nicht doch beim nächsten Interview etwas besser gemacht werden könnte. Denn so wie sich dieses Postulat liest, klingt es nach Trotz und Unbelehrbarkeit. Ein Verhalten dass einige sonst unter anderem von einem Bundesvorstand kannten und nun doch ein wenig verwundert sind, warum Du nun auch diesen unnötigen Weg einschlägst.

    Man kann sicherlich über Auswirkungen und Möglichkeiten der Privatsphäre und eine Reform des BDSG diskutieren und insbesondere im letzteren ist dies sogar überfällig. Aber dazu solltest Du das BDSG und den Geist der hinter dem Grundrecht auf Informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz steht auch verstehen, denn er ist mehr als die Summe (Facebook, Google und Co). Er betrifft auch heute überwiegend die Belange des täglichen Lebens – des Real Life – Offline.

    Wäre also schön wenn nochmal drüber nachdenken würdest.

  8. Und das war jetzt die angekündigte Entkräftung der Argumente, die man dir entgegengebracht hat? Oder kommt da noch was, irgendwas mit Inhalt vielleicht und weniger Geschwurbel? Etwas, das in irgendeiner Form eine Selbstreflexion erkennen lassen würde und beim Leser nicht den Eindruck erweckt, dass du aus deinem Elfenbeinturm durch die ganzen rosa Wölkchen den Boden nicht mehr erkennen kannst? Naja, rhetorische Fragen, ich weiß.

    Mal sehen, welches deiner großartigen Zitate aus dem Interview ich künftig als Signatur im Syncforum verwenden werde. Im Moment gefällt mir das mit den schlagenden Ehemännern am besten, das ist so schön CSU-kompatibel. Dem Anliegen der Piratenpartei hast du mit diesem Unsinn jedenfalls mehr Schaden zugefügt, als du zu überblicken willens und wahrscheinlich auch in der Lage bist. Dein vermeintlicher Zynismus ist Borniertheit und dein sogenannter Idealismus Ignoranz. Aber, hey, du hast es immerhin auf die Titelseite von SpOn geschafft, das ist mehr, als die meisten Aufmerksamkeitsprostituierten der Generation Garnichts jemals hinkriegen. Das wird schon, mit der Karriere in der Politik, du bist auf dem besten Weg dazu.

  9. Pingback: Jan Dörrenhaus
  10. Ich muss erstmal sagen, dass der Blogeintrag die Intention wesentlich besser transportiert als das SpOn-Interview. Man darf durchaus herrschende Systeme hinterfragen ohne einen derart dämlichen Shitsorm wie diesen hier zu erwarten. Es ist schon Wahnsinn wieviele Kiddies ohne Argumente im Netz schreiben „du bist scheiße“. Zum Glück gibt es aber auch konstruktive Kritik, bin gespannt wie diese Diskussion weiter geht.

  11. Hier hältst Du weiter an einer offensichtlichen Tatsache fest, ohne auch nur den Ansatz einer Lösung des Problems zu skizzieren!

    Wir wissen spätestens seit Weizenbaum, dass Datenschutz in der IT faktisch nicht machbar ist! Daraus aber abzuleiten, dass die Umkehrung („ich veröffentliche alles über mich, sollen die dich sehen, wie sie damit klar kommen“) auch nur den Ansatz einer Lösung beinhalten könnte, ist nicht „privilegiert“, sondern naiv und auch zutiefst zynisch!

    Anstatt jetzt hier in deinem Blog „nachzukarten“, hätte ich mir die von dir angekündigte Definition und basierend darauf einen Ansatz oder Vorschlag zu einer Lösung (wie gehen wir mit der Tatsache um, dass Daten nicht sicher sein können!) gewünscht…

  12. […] „Mit steilen Thesen, wenig Substanz und einer flapsigen Ignoranz habe ich es in eine Reihe mit Gaddafi, Magath, Zuckerberg und Merkel bei Spiegel Online geschafft“ […]

    richtig: und ich wollte nur einmal danke sagen :]
    ich bin hoch erfreut, dass es offenkundig gleichgesinnte (ich durchforstete nach dem spiegel-interview dieses internetz und fand prompt deine abgeordnetenwatch.de-beiträge sowie diese website) mit derartigen thesen in die „massetauglichen“ medien schaffen :]

    hut ab und weiterhin viel erfolg!

  13. …und dabei konsequent nicht zu wissen, wie man das Wort Privatsphäre schreibt, macht den geschichtsvergessenen Post entlarvend. Wirklich der Lacher.

  14. Für alle Leute die Star Trek kennen, eine Science-Fiction Serie die eine deutlich sinnvollere Utopie als die Post-Privacy Jünger postuliert, hier ist ein nettes Video welches implizit den Unterschied zwischen anständigen Leuten (sprich man muss schon wissen wie sich die fiktiven Charaktere normalerweise verhalten) und der Konsequenz der Forderung der Spackeria (was ich für eine sehr treffende Selbstbetitelung halte) aufzeigt : http://www.youtube.com/watch?v=vs2l38DoqsQ

  15. Bezeichnend, daß es die junge Dame nicht als erforderlich ansieht, in ihrem eigenen Blog auf die eingegangenen Kommentare zu antworten. Das verfestigt den ohnehin nicht sehr positiven Eindruck, den das Spon-Interview erzeugt hat.

  16. @maternus

    Ich habe dutzende Nachrichten bekommen, die ich nicht mal alle lesen konnte, da ich einer Vollzeitbeschäftigung zur Zeit nachgehe. Zum Teil sind die emails, blogkommentare, Blogartikel und SpOn-Kommentare ellenlang! Inklusive der Sp0n-Kommentare sind es circa 700 Repliken, von denen viele extrem beleidigigend und destruktiv sind. Die konstruktiven und guten Beiträge dort rauszufischen ist eine Arbeit, die ich zur Zeit nicht leisten kann. Auf diese dann zu antworten … ja, zahlen sie mir de Stundensatz?

    Darüber hinaus gab es bereits zahlreiche Blogartikel, welche die Problematik und Kritik im Kern erfasst haben und dargestellt haben. Diese habe ich aufmerksam gelesen und reflektiert. Tut mir leid, wenn meine Meinung immer noch nicht genehm ist.

    Abgesehen davon: Es ist sowieso irrelevant, was ich nach meinem Krawall-Interview hier sage – es sei denn, ich revidiere meine Position und krieche zu Kreuze. Das werde ich nicht tun, sondern Substanz nachliefern. Egal, was ich hier schreibe, es wird pathetisch und völlig überzogen geantwortet – ich bin ein neoliberaler Nazikommunist oder dumm und naiv.

    Achja, aber sie haben Recht: Für die positiven Medlungen, die auch zahlreich kamen, möchte ich mich bedanken 🙂

    @tharben Danke, auch wenn es nicht durchgängig war 😉

  17. Man reibt sich staunend die Augen. Endlich gibt jemand der seit Streetview zu einer onanistischen Nabelschau verkommenen Debatte über informationelle Selbstbestimmung eine neue Richtung, und statt sachlicher Auseinandersetzung erfolgt das in Deutschland so beliebte Labeling. Als wäre das falsche Label schon ein Argument. So argumentieren ausschliesslich Glaubensgemeinschaften, wenn sie gegen Heretiker vorgehen. Mit Freiheit hat das wenig zu tun.

    Interessant ist auch, wie von den Datenschützern blauäugig der Staat zum Komplizen gemacht wird. Er soll mit seinen Gesetzen die informationelle Selbstbestimmung gewährleisten. Dabei ist der Staat der gefährlichste (und der heuchlerischte) Player in diesem Spiel, dringt doch gerade er immer wieder in die Privatsphäre seiner Bürger ein. Schon vergessen: Vorratsdatenspeicherung, ELENA, Steuergesetzgebubg, Bundestrojaner etc.?

    Darüber blockiert die Diskussion über den Datenschutz von gestern, die Auseinandersetzung über das, was für meine reale tägliche Selbstbestimmung viel wichtiger wäre: dass ich mich im Netz anonym bewegen kann, wenn ich das will, dass der Staat nicht Filter installiert, dass meine Verbindungsdaten nicht verdachtsunabhängig aufgezeichnet werden, dass meine Datenpakete nicht im Stau stehen, während die gut zahlender Kunden zügig daran vorbeigelenkt werden, dass der Upload von zu Hause die gleiche breite Bandbreite hat wie der Download und dass mich als Privatier nicht jeder Winkeladvokat abmahnen kann nur weil er Geld braucht.

    Wenn diese Selbstverständlichkeiten gewährleistet wären, würden Richlinien zum korrekten Umgang mit Cookies niemanden mehr hinter dem Ofen hervorholen.

    Noch eine persönliche Anmerkung zum Schluss: Lass Dich nicht unterkriegen!

  18. http://juliaschramm.de/person/ ist so retro…

    Das TDG wurde durch Art. 5 Satz 2 des Elektronischen-Geschäftsverkehr-Gesetzes mit Inkrafttreten des Neunten Rundfunkänderungsstaatsvertrages mit Wirkung vom 1. März 2007 aufgehoben. Nachfolgeregelungen finden sich im Telemediengesetz.

  19. Zum Stichwort – Privatssphäre

    Hi Julia,

    ich habe über dich heute zum ersten Mal gelesen. Bei stern-online. Jetzt stöbere ich hier in deinem Blog und bekomme nachfolgende neugierige Frage nicht aus dem Kopf:

    Bist du schon so „metamodern“, dass du auch im realen Leben (= außerhalb der virtuellen Welt) auf jegliche Privatsphäre verzichtet? Also – keine Gardinen an den Fenstern, Wohnungstür (so fern vorhanden) immer weit offen stehend … führst du im realen Leben ein mega-öffentliches Leben? Kann dir jeder dabei zu sehen, wenn du auf die Toilette gehst? Wenn du Sex hast? Wenn du weinst? Wenn du krank bist? Weil Privatsphäre ja deiner Meinung nach abzuschaffen ist (verkürzt mit meinen Worten formuliert).

    Deine Antwort würde mich wirklich interessieren. Wie konsequent lebst du deinen Vision von nicht mehr vorhandener und nicht mehr notwendiger Privatsphäre im realen Leben im Jahr 2011?

    1. An welcher Stelle meiner Ausführungen steht, dass ich aktiv gegen Privatssphäre kämpfe und sie abschaffen möchte?

      Abgesehen davon lebe ich auch offline sehr offen. Ich weine öffentlich und streite öffenlich, wenn das gerade geboten ist. Ich verstelle mich nicht, weil ich denke, dass „das niemanden was angeht“.

      Außerdem sind wir alle metamodern, da dies den Zustand unserer Zeit beschreiben soll. Ebenso leben wir allem, die im Internet aktiv sind, eigentlich ohne Privatssphäre.

  20. „Spackesse“ ? Heißen die Postprivacy-Jünger nicht alle „Spackos“, wegen des generischen Maskulinums?

    🙂

    Was die Privatsphäre angeht: Neulich wurde mir mitgeteilt, dass demnächst meine Kinder totgefickt werden sollen. Für Kinder von Feministinnen sei das wohl der korrekte Umgang. Mir wurde extra meine Adresse mitgeteilt, damit ich weiß, wo ich ihre Leichen finde. Ich habe mich dann auf den Marktplatz gestellt und in aller Öffentlichkeit eine Runde geweint, so offen bin ich. Vielleicht sind meine Kinder noch am Leben, wenn ich heimkomme, schlimmstenfalls aber nicht. Soll ich jetzt ihre Namen und Fotos veröffentlichen, damit es nicht die falschen erwischt? Wie stellst du dir denn metamodernen Umgang mit den eigenen Daten so vor, hm?

    Nachdem nun das „Recht auf Anonymität“ eine Luftnummer bleiben wird, sollen die User freiwllig auf ihre Grundrecht verzichten, um den Stalker und Internetkriminellen Futter zu geben. Super Idee! Total piratig.

    Wer ist so blöd?

    1. 1. Spielen wir mit verschiedenen Begrifflichkeiten. Jeder nennt sich so wie er will.

      2. Wo schreibe ich genau, dass das recht auf Anonymität abgeschafft werden soll? Ich schreibe sogar an einer Stelle: Hoch die internationale Anonymität!

      3. Metamoderne ist eine Beschreibung der Epoche in der wir uns mE nach befinden: Die Betrachtung im 21. Jahrhunder der Betrachtung und Auseinandersetzung mit der Moderne im 20. Jahrhundert.

      so long

  21. Hi,

    Du schreibst:
    Privatsphäre ist eine Idee…..– wie sinnvoll diese ist gilt es zu evaluieren.

    Die Piratenpartei schreibt in ihrem Programm:

    Informationelle Selbstbestimmung, freier Zugang zu Wissen und Kultur und die Wahrung der Privatsphäre sind die !! Grundpfeiler !! der zukünftigen Informationsgesellschaft. Nur auf ihrer Basis kann eine demokratische, sozial gerechte, freiheitlich selbstbestimmte, globale Ordnung entstehen. Die Piratenpartei versteht sich daher als Teil einer weltweiten Bewegung,
    die diese Ordnung zum Vorteil aller mitgestalten will.
    Quelle:
    http://www.piratenpartei.ch/parteiprogramm#privatsphaere

    Sry, aber ich bekomme diesen Widerspruch nicht auf die Reihe, hilf mir bitte mal auf die Sprünge.

    Machst Du Dich auf SPoN nur wichtig und willst Aufmerksamkeit -koste es was es wolle- oder was soll das alles?

    PS: Broder ist echt nen Vollpfosten !

    Gruss
    Chris

    1. Hallo

      Ich kenne das Programm, habe es so nicht geschrieben, aber akzeptiere es. Ich denke nur weiter und in andere Richtungen. Dazu kommt demnächst noch ein Blogpost. Ich sehe da keinen direkten Widerspruch, nur eine fehlende Präzision meinerseits: Privatsphäre ist Teil deines ICH, dass kann niemand abschaffen oder wegnehmen. Vielmehr geht es um institutionalisierte Privatsphäre in Form von Datenschutz. Hinzukommt, dass wir ja zunehmend sehen, wie kompliziert diese Aussage umzusetzen ist in Zeiten von Facebook.

      Ich habe immer schon gerne provoziert und tue das auch weiterhin, außerdem bin ich selbst im Lernprozess, habe die Macht der Medien vielleicht unterschätzt und einfach mal Anarchofun durchgezogen.

      Und sonst gilt: Nicht so verzweifelt sein, wir sind nur eine kleine Amöbe 😉

  22. Hmm, ok, danke für die schnelle Antwort.

    Zuerst dachte ich ja – oh jee- was ne Pfeiffe die Julia, aber so langsam finde ich es immer spannender xDD

    Werde das mal weiterhin interessiert verfolgen und Dir wünsche ich alles Gute.

    Chris

    1. Haha, ich bin doch auch eine Pfeife 😀 Kann dir keiner verüblen, das Interview war provokativ und krawallig, ja asozial 😀

      Aber danke, dass du mir ein „Chance“ gibst statt nur zu beschimpfen. iLike!

  23. „2. Wo schreibe ich genau, dass das recht auf Anonymität abgeschafft werden soll? Ich schreibe sogar an einer Stelle: Hoch die internationale Anonymität!“

    Die Aussage „Privatsphäre ist sowas von Eighties“ impliziert durch die Wortwahl eine Abwertung, daher ist die Annahme, Sie seien gegen Datenschutz, nicht weit hergeholt. Insgesamt kann ich den Rummel um Sie nicht verstehen: im Grunde werfen Sie nur mit mehrdeutigen Behauptungen um sich, die sich teils widersprechen, unnötig aufgebauscht sind und daher nicht wirklich beachtenswert sind. Insgesamt vermisse ich eine klare und präzise formulierte Positionierung inkl. einer schlüssigen Argumentation (Behauptungen aufstellen und dann irgendwann die Belege nachliefern ist ein schlechter Stil, der meiner Meinung nach in einer ernsthaften Diskussion nichts zu suchen hat). Ich denke unter dem Strich schaden Sie durch Ihre Beiträge dem Ansehen der Piraten massiv und tragen somit dazu bei, dass die Piraten auch weiterhin nicht über die 5% Hürde kommen werden.

    Man muss nicht zu jedem Thema um jeden Preis ein Meinung haben, wie unfundiert sie auch sein mag…

  24. Wenn es deine Utopie darstellt, Privatsphäre aufzugeben, wieso stellst du dann nicht ein paar Nacktfotos ins Internet?
    Nichts für ungut, aber Sätze wie“Privatsphäre ist sowas von Eighties“ ist ein Satz, der nicht von politisch engagierten Menschen kommen sollte. Unreflektiert und oberflächlich imho.

    Abgesehen davon ist es Aufgabe des Staates dafür zu Sorgen, dass ich meine Privatsphäre schützen kann. Wenn ich das letztlich aber nicht will, ist das ja gut und schön. Aber nur weil der Großteil aller Blogger/ Facebookler/ Twitternden/ Vzlern oder Ähnlichen (selbst auf FB) sich im übertragenen Sinn nackt ins Netz stellt, heist das nicht, dass man sich von Privatsphäre verabschieden kann/ sollte/ sie überdenken muss.
    Ich habe das schon einmal geschrieben, wschl ist das im Wulst der Beiträge untergegangen.

    Und noch etwas. Ja, was du willst kann wohl niemand außer dir je wissen. Und ich hoffe immer noch, dass du letztlich etwas anderes meinst, als es den Anschein hat. Doch im Auge der Öffentlichkeit stehst du sehr facettenreich dar. Der eine sieht dich als „Spackesse“ (sowohl der Erfinder wie auch der Nutzer disqualifiziert sich damit. Ein Kind fängt an, das andere behält es im kndlichen Trotz), der andere als Träumerin. Darum solltest du vorsichtig sein, was du wie sagst, und bei jedem Wort überlegen, wer es wie auffassen könnte. Denn an den Reaktionen (unter der Vorraussetzung, du meinst es wirklich nicht so wie es klingt) bist nur du schuld. Beziehungsweise die Unfähigkeit, vorrausschauend zu reflektieren.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Kant oder ein Sartre sich im Grabe drehen würden, hätten sie dir zugehört.

  25. Pingback: auto verzekering

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